EZY: Easyjet cabin crew warning strike tomorrow

EZY: Easyjet cabin crew warning strike tomorrow

09.06.2022 Pressemitteilung, Streikmeldung

ver.di is calling on the around 450 cabin crew members at easyjet Germany in Berlin to go on warning strike on Friday between 5:00 a.m. and 10:00 a.m. Passengers must expect numerous flight cancellations and delays.

The background to the warning strike is the ongoing negotiations for the employees wage-CLA of the cabin crew members. „The employers have not presented us with a new offer to increase remuneration and thus provoked the warning strike themselves,“ says Holger Rößler, ver.di negotiator at easyjet.

In the current collective bargaining negotiations, ver.di is demanding compensation for the current price increases, but at least a 5 percent increase in remuneration and a one-off payment in the amount of a monthly salary including shift and sector allowance. The term of the collective agreement should be until December 31, 2022.

„The exorbitantly increased prices and the large additional burden on board due to the chaotic restart phase of the entire industry show that our demands are more than justified. It is high time that the cabin crews were rewarded for this,” demands Rößler.

ver.di is the trade union responsible for all easyjet business areas in Germany. These include cabin, cockpit, technology and administration. The Berlin location is the only remaining base in Germany.

There is currently no new hearing date.

ver.di leitet Betriebsratswahl bei Executive Fluggesellschaft FAI ein

ver.di leitet Betriebsratswahl bei Executive Fluggesellschaft FAI ein

15.03.2022 Pressemitteilung

Am heutigen Dienstag (15.03.2022) hat die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) die rund 200 Beschäftigten der FAI rent-a-jet GmbH und der FAI Technik GmbH in Nürnberg zur ersten Wahlversammlung zur Wahl eines Betriebsrats aufgerufen. Dazu zählen neben den Pilotinnen und Piloten auch die Beschäftigten in den administrativen Bereichen und der Technik. „Unsere Mitglieder haben uns einen klaren Auftrag gegeben, die Betriebsratswahlen einzuberufen. Dies ist ein erster und wichtiger Schritt, um die Beschäftigungsbedingungen beim fliegenden und nicht-fliegenden Personal zu verbessern“, erklärte der zuständige ver.di-Gewerkschaftssekretär Dennis Dacke.

Am Flughafen Nürnberg, aber auch weltweit sei die FAI ein echter Big Player, der neben Aufträgen für die Vereinten Nationen und privaten Charterflügen auch Ambulanzflüge durchführe und beispielsweise auch COVID-19 Patienten gesichert transportieren könne, berichtete Dacke. „Die Beschäftigten sind die Grundlage für den Erfolg der Firma. Gerade deshalb ist es wichtig, dass die Beschäftigten jetzt auch die Möglichkeit haben, im Betrieb aktiv mitzubestimmen“, betonte Dacke.

ver.di gehe davon aus, dass sich die FAI-Geschäftsführungen und die Gesellschafter kooperativ bei der Installation der Mitbestimmungsstrukturen zeige und mit ver.di und dem zukünftigen Wahlvorstand wohlwollend zusammenarbeite.

Die erste Versammlung findet am 25.03.2022 am Flughafen Nürnberg statt. Diese Versammlung ist nicht öffentlich.

European Trade Union Representatives support Decarbonisation of Aviation and call for Social Sustainability to underpin a just transition towards Carbon-Neutrality

European Trade Union Representatives support Decarbonisation of Aviation and call for Social Sustainability to underpin a just transition towards Carbon-Neutrality

07.02.2022 Pressemitteilung

The ETF, EFFAT, UNI Europa, IndustriAll Europe and ECA welcome the Toulouse Declaration on future sustainability and decarbonisation in aviation, which was adopted on 4 February 2022 the Aviation Summit under the French presidency of the Council of the EU.  

The resilience of air transport in the context of the health crisis, the reduction of the sector’s carbon footprint and the technological and social impact of these challenges were broadly debated during the two-day flagship event for aviation of the French Presidency.

Speaking on behalf of all worker organisations at the Aviation Summit, ETF General Secretary, Livia Spera welcomed the ambitious aims of the Declaration and the recognition of the need for systemic change in the aviation sector. Still, we insist on the need to advance the social and environmental sustainability agenda in parallel. Workers across the aviation ecosystem have been at the forefront of this pandemic.
They have worked hard to ensure the general public’s safety and to ensure Europe remains connected, despite all the challenges and risks they have faced. Now it is time to prove to them that we all respect their work and their sacrifices and create a fairer industry for them. An aviation industry with no precarious work and no social malpractices – such as pay-to-fly schemes, broker agency set-ups or bogus self-employment – but with fair pay, free access to join a trade union, and making sure they benefit of meaningful and inclusive social dialogue at all stages.

We are fully committed to playing our role in supporting the aviation sector transition to a sustainable future. But we want to remind the policymakers, be them at the EU or national level, and the governments, that it is in their hands to take the necessary decisions to ensure a just transition – including social dialogue at all levels, upskilling and reskilling – to allow our workers to adapt to new technologies and the specificities of the work in this sector. This Declaration sets our demands as a pre-requisite if we are to ensure the sector transitions to climate neutrality and further. There will be no green transition without a just transition!

Furthermore, trade unions stand with the signatories of the Declaration in calling for the decarbonisation of the aviation industry and to ensure a sustainable future for aviation. For this, systemic change in the sector is needed, including investments in new skills, substantial investments in research and development, and a significant increase in SAF production and uptake. Trade unions across Europe support this call and will support Member States and signatories in achieving the aims of the Declaration.
 
– ENDS –

The European Transport Workers’ Federation (ETF) embraces transport trade unions from the European Union, the European Economic Area, and Central and Eastern Europe. The ETF represents more than 5 million transport workers from more than 200 transport unions and 40 European countries. Our vision is fair transport.

MAY: Ryanair/Malta Air: Druck auf Beschäftigte in Frankfurt erhöht – Missbrauch von Kurzarbeit befürchtet

MAY: Ryanair/Malta Air: Druck auf Beschäftigte in Frankfurt erhöht – Missbrauch von Kurzarbeit befürchtet

27.01.2022 Pressemitteilung

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) verurteilt den Umgang mit den rund 250 Beschäftigten der Ryanair-Gruppe am Schließungsstandort in Frankfurt. Nachdem die in Deutschland unter dem Ryanair-Design firmierende Malta Air Anfang Januar die Schließung ankündigte, stehen die Beschäftigten trotz tariflichen Sozialplans unter enormem Druck und sind der Willkür der Airline ausgeliefert. „Wir erleben Verunsicherung und Gleichgültigkeit gegenüber den individuellen Schicksalen der Beschäftigten und Missmanagement ungeahnten Ausmaßes“, erklärt Dennis Dacke, zuständiger Gewerkschaftssekretär bei ver.di.

Der tarifliche Sozialplan ermögliche den Beschäftigten zwar den Wechsel an andere Stationen in Deutschland und Europa mit entsprechenden Kompensationszahlungen und Sonderurlauben, die Firma versuche sich jedoch durch versteckte Klauseln in – ver.di vorliegenden – neuen Arbeitsverträgen vor dieser Verpflichtung zu drücken. Auch werde ein enormer psychischer Druck auf die Beschäftigten aufgebaut: „Binnen weniger Wochen sollen die Beschäftigten darüber entscheiden, ob sie ihre Zelte abbrechen und wohin sie gehen und ihr neues Leben, häufig mit Familie, beginnen“, so Dacke. Wenn die Beschäftigten diesem Druck nicht nachgeben, stünde am Ende die betriebsbedingte Kündigung zur Disposition: „Gerade dies führt dazu, dass die oftmals transnationalen Beschäftigten in sehr nachteilige individuelle Arbeitsverträge gezwungen werden“, betont Dacke. Für sie sei die Situation alternativlos, da sie nach der betriebsbedingten Kündigung kaum Chancen am deutschen Arbeitsmarkt hätten und auch die geregelten Abfindungszahlungen schnell aufgebraucht wären. Beispielhaft für die neuen Verträge seien Klauseln, die sämtliche Ansprüche, auch diejenigen, die sich aus dem Sozialplan ergeben, wegfallen lassen würden. 

Besonders pikant sei zudem, dass die Firma im Januar in den Dienstplänen der Betroffenen Kurzarbeit ausgewiesen habe, obwohl es für die Anwendung von Kurzarbeit keinerlei rechtliche Grundlage gebe. „Der Tarifvertrag mit uns zur Kurzarbeit ist ausgelaufen und wurde nicht verlängert“, so Dacke. Es sei zu befürchten, dass anstelle der tariflichen Gehälter zu Unrecht Kurzarbeitergeld gezahlt werden würde. In den vergangenen beiden Jahren mussten sich bundesweit bereits viele Arbeitsgerichte in Deutschland mit fehlerhaften Gehaltszahlungen bei den Beschäftigten auseinandersetzen. Teilweise wurden über mehrere Monate nur wenige hundert Euro an Vollzeitarbeitskräfte ausgezahlt. 

EWG: Großer Erfolg für Eurowings Kabine: ver.di setzt Tarifeinigung mit deutlichen Reallohnzuwächsen durch

EWG: Großer Erfolg für Eurowings Kabine: ver.di setzt Tarifeinigung mit deutlichen Reallohnzuwächsen durch

26.01.2022 Pressemitteilung

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und die Lufthansa-Tochter Eurowings haben sich gestern (25. Januar 2022) nach schwierigen, monatelangen Tarifverhandlungen und einem Arbeitskampf im Oktober auf einen neuen Vergütungstarifvertrag für die Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter verständigt.

Danach erhalten die über 1.500 Kabinenbeschäftigten der Fluggesellschaft während der Laufzeit des Tarifvertrages die kommenden inflationsbedingten Preissteigerungen durch dauerhafte, monatliche Vergütungserhöhungen ausgeglichen. Darüber hinaus sieht das Tarifergebnis die Einführung neuer Zulagen und bis zu 75-prozentigen Erhöhungen bisheriger Zulagen vor, die einen großen Teil des Monatseinkommens eines Flugbegleiters ausmachen. Im März 2022 erhalten die Beschäftigten zusätzlich eine steuerfreie Corona-Prämie in Höhe von 400 Euro. Mit einem Bonusmodell werden die Kabinenmitarbeiter künftig mit bis zu 200 Euro pro Quartal an der Produktivität des Unternehmens beteiligt.

Von dem Tarifabschluss profitieren auch hunderte ehemalige Beschäftigte der Flugbetriebe Germanwings, SunExpress Deutschland und Brussels Airlines Düsseldorf, die nach den jeweiligen Betriebsschließungen durch einen ver.di-Tarifvertrag eine berufliche Perspektive in der Eurowings gefunden haben, jedoch bislang befristet beschäftigt waren. Diese Beschäftigten erhalten durch das Tarifergebnis unbefristete Arbeitsverträge und damit eine sichere berufliche Perspektive in der noch immer andauernden Krise.

Marvin Reschinsky, ver.di-Verhandlungsführer dazu: „Die Einkommen werden trotz hoher Inflation so angehoben, dass es zu einem Reallohnzuwachs und einer echten Aufwertung kommt. Dieser Tarifabschluss, der nebenbei noch hunderte befristet Beschäftigte entfristet, ist in der krisengezeichneten Airline-Branche ein Riesenerfolg, der seinesgleichen sucht.“

Eurowings ist im Portfolio der Lufthansa Group auf preiswerte Direktflüge für Urlaubs- und Geschäftsreisende spezialisiert. Die Airline ist Marktführer an den Flughäfen Düsseldorf, Hamburg, Berlin, Stuttgart und Köln/Bonn. Mit einer Flotte von aktuell 100 Flugzeugen beschäftigt Eurowings derzeit rund 3.000 Beschäftigte am Boden und in der Luft.

CFG: Eine wichtige Entscheidung für die Condor-Beschäftigten – Es bleibt dennoch viel zu tun

CFG: Eine wichtige Entscheidung für die Condor-Beschäftigten – Es bleibt dennoch viel zu tun

20.05.2021 Pressemitteilung

Die Aircrew Alliance und ver.di begrüßen den Einstieg der britischen Attestor als Mehrheitsanteilseigner bei der Condor Flugdienst GmbH. Attestor übernimmt damit nicht nur die mehrheitliche Verantwortung für Condor als Ganzes, sondern auch für die tariflichen und sozialen Standards der rund 5.000 Beschäftigten in der Kabine sowie der Technik und am Boden.

„Es gilt auch weiterhin: oberste Priorität haben neben der Sicherung des Unternehmens die Beschäftigungsbedingungen und der Arbeitsplatzschutz der Beschäftigten“, betont die stellvertretende ver.di-Vorsitzende Christine Behle. ver.di hatte im Zuge der Krise bei Condor einen langfristigen Beschäftigungsschutz für die Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter sowie die Bodenbeschäftigten bis Ende 2026 erwirkt. Die Beschäftigten hätten nun das Recht auf nachhaltige Investitionen und würden ein solides Zukunftskonzept des, bisher in der Branche nicht in Erscheinung getretenen, Investors fordern: „Die Position der Condor als touristische Airline auf dem deutschen und europäischen Markt muss langfristig gesichert werden. Dazu gehört es auch, dass die Langstreckenflotte erneuert und gezielt ins operative Geschäft investiert wird“, sagt Behle

ver.di hatte bereits im Dezember 2019 eine tarifliche Absicherung für die Beschäftigten abgeschlossen. Trotz der harten unternehmerischen Entscheidung des Abbaus von Arbeitsplätzen am Boden und in der Kabine sind dort tarifliche Standards manifestiert worden. Diese auch unter der Prämisse einer erfolgreichen Sanierung. Beispielsweise werden bei einer guten Umsatzentwicklung höhere monetäre Werte an die Beschäftigten ausgeschüttet und somit die Beschäftigten direkt an der Entwicklung beteiligt. „Condor hat das Know-how sich zum führenden Ferienflieger zu entwickeln. Damit dies gelingt, ist es unabdingbar, die Beschäftigten in alle Prozesse einzubinden und sie am Erfolg teilhaben zu lassen“, so Behle.

Kurzarbeit ohne Rechtsgrundlage? Flugbegleiter der Ryanair-Leiharbeitsfirma Crewlink in Deutschland können kaum noch ihre Miete bezahlen

Kurzarbeit ohne Rechtsgrundlage? Flugbegleiter der Ryanair-Leiharbeitsfirma Crewlink in Deutschland können kaum noch ihre Miete bezahlen

15.03.2021 Pressemitteilung

english below

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und die Aircrew Alliance kritisieren Ryanairs Leiharbeitsfirma Crewlink. Die Leiharbeitsfirma nutze in Deutschland mutmaßlich die Krise, um geltende Tarifverträge und in einigen Fällen sogar das Mindestlohngesetz zu unterlaufen.

ver.di liegen mehrere Fälle vor, in denen Nettolöhne von unter 100 Euro ausgezahlt worden seien. Crewlink begründe dies in den Gehaltsabrechnungen der rund 150 Kabinenbeschäftigten mit der Zahlung von Kurzarbeitergeld. Die Kurzarbeitsfähigkeit von Crewlink ist vom Landessozialgericht Bayern jedoch aberkannt worden.

„Obwohl die Voraussetzungen für Kurzarbeit durch Crewlink mutmaßlich nicht erfüllt sind, hält das Unternehmen Teile der tariflichen Vergütung seit Monaten zurück“, betont Susana Pereira Ventura, Gewerkschaftssekretärin für die Low-Cost-Carrier in der ver.di-Bundesverwaltung. „Dieses Verhalten ist untragbar. Crewlink muss umgehend eine Lösung für die Beschäftigten finden.“

Beschäftigte, die ihren Arbeitgeber um Erklärung baten, erhielten nach Informationen von ver.di oftmals keine nachvollziehbaren Antworten. Zum Bezug von Kurzarbeitergeld bedürfe es laut ver.di einer Vereinbarung zwischen den Beschäftigten und dem Arbeitgeber bzw. eines entsprechenden Tarifvertrages. Weder ver.di, noch den Betroffenen sind solche Vereinbarungen bekannt. Daher hätten Kabinenbeschäftigte beispielsweise bei den Arbeitsgerichten Berlin, Karlsruhe, Idar-Oberstein, Wesel und Frankfurt Klage eingereicht.

„Ein Unternehmen, das ohne rechtliche und vertragliche Grundlage unter Berufung auf angebliche Kurzarbeit Gehälter kürzt und dabei in Kauf nimmt, dass die Beschäftigten noch nicht einmal mehr ihre Miete bezahlen können, handelt verantwortungslos und kommt  der Fürsorgepflicht für seine Beschäftigten nicht nach“, so Pereira Ventura. ver.di und die Aircrew Alliance fordern Crewlink und Ryanair auf, die fehlenden Gehälter auszuzahlen und Entgeltverluste, die bis ins vergangene Jahr hineinreichen, unverzüglich auszugleichen.

Crewlink verleiht im Auftrag der Ryanair-Gruppe europaweit an 82 Stationen Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter an die Ryanair-Konzernunternehmen Ryanair, Lauda, Buzz sowie die in Deutschland operierende und als Ryanair auftretende Malta Air. Die Zahl der Beschäftigten schwankt stark. Oftmals werden hier sehr junge Flugbegleiter in ihrem Berufseinstieg befristet angestellt, um sie später innerhalb des europäischen Ryanair Netzwerks weiterzuvermitteln. Bei Crewlink gelten seit 2018 alle tariflichen Regelungen, wie sie auch für die Crews von Malta Air bzw. Ryanair in Deutschland Anwendung finden. Dazu gehört auch, dass sich in Deutschland ansässige Crewlink-Beschäftigte, trotz ihres Arbeitsverhältnisses in Irland, auf deutsches Arbeitsrecht berufen können. Für Passagiere ist ein Unterschied zwischen Leiharbeitskräften und hauseigenen Crews nicht sichtbar.

 


Short-time work (KuG) without a legal basis? Flight attendants from Ryanair’s temporary employment agency Crewlink in Germany can barely pay their landlords

The union ver.di and the Aircrew Alliance criticize Ryanair’s temporary employment agency Crewlink. The temporary employment agency is allegedly using the crisis in Germany to undermine current collective agreements (CLA) and in some cases even the minimum wage law.
ver.di has several cases in which net wages of less than 100 euros were paid. Crewlink justified this in the pay slips of around 150 cabin workers with the payment of short-time work benefits. Crewlink’s ability to work short-time has, however, been revoked by the Bavarian State Social Court.

„Although the conditions for short-time work are presumably not met by Crewlink, the company has been holding back parts of the collective wage for months,“ emphasizes Susana Pereira Ventura, union official for the low-cost carriers in the headquarters of ver.di. „This behavior is intolerable. Crewlink must immediately find a solution for the employees.“
According to information from ver.di, employees who asked their employer for an explanation often received no comprehensible answers. According to ver.di, an agreement between the employee and the employer or a corresponding collective agreement is required to receive KuG benefits. Neither ver.di nor those affected are aware of such agreements. For this reason, cabin workers have filed a lawsuit with the labor courts for example in Berlin, Karlsruhe, Idar-Oberstein, Wesel and Frankfurt.

„A company that cuts salaries on the basis of alleged short-time work without a legal or contractual basis and accepts that employees can no longer even pay their landlords, acts irresponsibly and does not fulfill its duty of care for its employees,“ said Pereira Ventura. ver.di and the Aircrew Alliance are calling on Crewlink and Ryanair to pay out the missing salaries and to immediately compensate for any loss of wages that lasted into the past year.

On behalf of the Ryanair Group, Crewlink hires flight attendants at 82 stations across Europe to the Ryanair group companies Ryanair, Lauda, Buzz and Malta Air. The number of employees fluctuates greatly. Very young flight attendants are often employed here on a temporary basis in order to later refer them to the European Ryanair network. At Crewlink, all tariff regulations have been in effect since 2018, as they also apply to the crews of Malta Air and Ryanair in Germany. This also means that Crewlink employees based in Germany can invoke German labor law despite their employment relationship in Ireland. A difference between temporary workers and in-house crews is not visible to passengers.

 

DLH: Lufthansa muss Verantwortung für Beschäftigte übernehmen und Arbeitsplätze erhalten

DLH: Lufthansa muss Verantwortung für Beschäftigte übernehmen und Arbeitsplätze erhalten

04.03.2021 Pressemitteilung

Vor dem Hintergrund der heute veröffentlichten Jahresabschlusszahlen der Lufthansa AG für 2020 und der aufgezeigten Verluste sowie der Senkung der Prognosen für 2021 wird deutlich, dass im Fokus des Unternehmens Kosteneinsparungen stehen.

ver.di sieht bei den anstehenden Entscheidungen des Unternehmens große Risiken für den Luftverkehrsstandort Deutschland und die Beschäftigten. Es drohe ein herber Verlust an Know-how, qualifizierter Fachkräfte und hoher sozialer- und Sicherheitsstandards, die auch für die Sicherheit der Passagiere entscheidend seien. „Es gibt eine klare Erwartung der Beschäftigten und der Öffentlichkeit. Die Lufthansa muss dringend Perspektiven aufzeigen und fortwährende Verantwortung für alle Beschäftigten im Unternehmen übernehmen“, betont Mira Neumaier, Fachgruppenleiterin Luftverkehr bei der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di).

Die gesamte Branche leide aufgrund der Pandemie unter den besorgniserregenden Entwicklungen. Die Beschäftigten hätten jedoch durch Verzicht auf zahlreiche Gehaltsbestandteile bereits erhebliche Beiträge geleistet. Das Unternehmen sei zudem massiv durch Staatshilfen und Kurzarbeitergeld gestützt worden. Neumaier kritisierte, dass der Lufthansa-Vorstand dennoch schon jetzt Entscheidungen treffe, die die staatlichen Leistungen konterkarieren und Arbeitsplätze gefährden würden. Ein Beispiel sei, dass Aufträge von LH-Konzerntöchtern wie der Lufthansa-Technik extern vergeben werden würden. Dies bedeute beispielsweise, dass Beschäftigte der Lufthansa Technik nicht mehr die Wartung der Flugzeuge der LH-Tochter Eurowings übernehmen würden, sondern weiter in Kurzarbeit blieben.

Dass dafür Fremdfirmen die Aufträge bekämen, sei ein nicht nachvollziehbarer Schritt.

„Durch solche Vorstandsentscheidungen sind aktuell hunderte von Arbeitsplätzen in der Wartung gefährdet“, betont Neumaier und verweist unter anderem auf den Bereich der so genannten Line Maintenance. Es gäbe sogar realistische Szenarien von ganzen Standortschließungen.

EWG: ver.di und Aircrew Alliance erzielen Beschäftigungssicherung und verhandeln Einstellungen für von Arbeitslosigkeit bedrohte Flugbegleiter

Demonstrant mit Plakat Aufschrift "Mayday"

EWG: ver.di und Aircrew Alliance erzielen Beschäftigungssicherung und verhandeln Einstellungen für von Arbeitslosigkeit bedrohte Flugbegleiter

18.01.2021 Pressemitteilung

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat mir ihrer Aircrew Alliance bei der Lufthansa-Tochter Eurowings, nach langen und intensiven Tarifverhandlungen, Maßnahmen zur Krisenbewältigung für die rund 2.000 Kabinen- und Bodenbeschäftigten sowie eine verbindliche Arbeitsplatzsicherheit bis 31. März 2022 vereinbart.

Im Gegenzug für die Beschäftigungssicherung leisten die Kabinenbeschäftigten der deutschen Fluggesellschaft Eurowings einen Krisenbeitrag durch eine einmalige Reduzierung des Weihnachts- und Urlaubsgeldes um 5 Prozent, einen Verzicht auf eine Gratifikation in Höhe von 100 Euro brutto sowie 10 durch das Aussetzen der Beiträge der künftig geltenden betrieblichen Altersvorsorge. Die Krisenvereinbarung für die Bodenbeschäftigten in der Eurowings Aviation sowie Eurowings Technik sieht einen einmaligen Verzicht auf das 13. Gehalt und eine Urlaubsreduzierung in 2021 vor.

Die Vereinbarung der Bodenbeschäftigten wurde bereits mit großer Mehr-heit durch die ver.di-Mitglieder angenommen. Noch bis zum 22. Januar 2021 stimmen die ver.di-Mitglieder in der Kabinenbelegschaft über die Vereinbarung ab.

„Nach harten und monatelangen Verhandlungen ist es nicht nur gelungen, die Arbeitsplätze in der Eurowings am Boden und in der Kabine durch ausgewogene Krisenbeiträge im Konzern zu sichern. Wir setzen uns auch dafür ein, möglichst vielen Kabinenbeschäftigten aus der Lufthansa Group durch Einstellungen bei Eurowings eine berufliche Perspektive zu schaffen“, betont ver.di-Verhandlungsführer Marvin Reschinsky. „ver.di führt dazu bereits Tarifverhandlungen. Wir fordern eine finanzielle Anerkennung der bisheri-gen Berufserfahrung im Konzern.“

Eine Aufstockung der Flotte habe Eurowings schon für das Jahr 2021 öffentlich in Aussicht gestellt. ver.di und die Aircrew Alliance setzen sich dafür ein, dass möglichst viele der vom Arbeitsplatzabbau bedrohten Kabinenbeschäftigten im Lufthansa Konzern eine berufliche Zukunft innerhalb der Eurowings unter deutschen Tarifverträgen finden. Deshalb führt ver.di, als führende Eurowings-Kabinenvertretung, aktuell Verhandlungen mit dem Unternehmen über berufliche Perspektiven für die betroffenen Flugbegleiter im Lufthansa-Konzern, – beispielsweise für Beschäftigte der geschlossenen Flugbetriebe Germanwings oder SunExpress Deutschland.

Aircrew Alliance und ver.di kritisieren Luftverkehrsgipfel als unzureichend und fordert Schutz für Beschäftigte

Aircrew Alliance und ver.di kritisieren Luftverkehrsgipfel als unzureichend und fordert Schutz für Beschäftigte

06.11.2020 Pressemitteilung

„Der Gipfel hat kaum einen Fokus auf die 300.000 Beschäftigten der Branche gerichtet“, kommentiert Mira Neumaier, ver.di-Bundesfachgruppenleiterin Luftverkehr im Anschluss an den Luftverkehrsgipfel des Bundesverkehrsministeriums, an dem die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) heute (6. November 2020) als Gast teilgenommen hat. „Die Beschäftigten, das Rückgrat des Luftverkehrs, müssen in den Mittelpunkt gerückt werden. Werden Krisenbewältigung und Transformation im Luftverkehr ohne die Interessen der Beschäftigten geplant, kann es keine nachhaltige Zukunft des Luftverkehrs geben.“ Tausende qualifizierte Beschäftigte hätten bereits ihren Arbeitsplatz verloren und viele seien von Existenzängsten geplagt. Sie forderten Perspektiven in der akuten Krise und durch sofortige Weichenstellungen der Politik einen sozial-und ökologisch nachhaltigen Luftverkehr.

Thematisiert wurde auf dem Gipfel die aktuelle Krisensituation, die künftige Rolle des Luftverkehrs als Mobilitätsgarant sowie die epidemiologischen Rahmenbedingungen zur Bewältigung der Pandemie im Luftverkehr. ver.di begrüße die beschlossene Verlängerung der Kurzarbeit und die Aufstockung des Kurzarbeitergeldes auf 80 bzw. 87 Prozent des Nettoentgeltes. Diese Aufstockung sei beim oftmals niedrigen Entgeltniveau im Luftverkehr für die Beschäftigten unverzichtbar, betont Neumaier. ver.di unterstützte auch die bisherigen Staatshilfen für den Luftverkehr, da diese zur Existenzsicherung der Unternehmen notwendig seien.

Die Beschäftigten und ver.di hatten in den vergangenen Monaten mehrfach kritisiert, dass die bisherigen Staatshilfen gewährt wurden, ohne soziale und nachhaltige Kriterien zu berücksichtigen. Die bisherigen Rettungsschirme für die Unternehmen im Luftverkehr beinhalteten keinen Schutz für die Beschäftigten. „Diese fehlen immer noch“, so die Gewerkschafterin.

Verschärft werde die Situation für die Beschäftigten darüber hinaus durch Unternehmensforderungen, die teilweise weit über die Zielsetzung kurzfristiger Kostensenkungen und Krisenbewältigung hinausgehen. „Dabei werden langfristige massive Verschlechterungen der Arbeits- und Tarifbedingungen fokussiert, Restrukturierungen ohne sozialverträglichen Personalabbau angestrebt und Mitbestimmungsrechte ignoriert“, sagt Neumaier. Dies sei insbesondere bei Airlines und Bodenverkehrsdienstleistern, die bereits vor der Krise durch Dumping-Löhne und die Beeinträchtigung der Rechte von Arbeitnehmern aufgefallen waren, der Fall. Diese missbrauchten nach Ansicht von ver.di die Krise, um auf Kosten der Beschäftigten Wettbewerbsvorteile zu gewinnen.

Bereits im Frühjahr hatten 30.000 Beschäftigte im Luftverkehr mit ver.di von der Politik gefordert, Vorgaben zum Schutz von Beschäftigung und Arbeitsbedingungen an Staatshilfen zu knüpfen. Dazu gehöre die Sicherung von Arbeitsplätzen, die Sicherung der Arbeitsbedingungen und der Schutz vor Tarifflucht.