EWG: Aufstiegsperspektiven gesichert!

EWG: Aufstiegsperspektiven gesichert!

09.11.2020 Eilmeldung

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Situation im Luftverkehr ist weiterhin kritisch und angespannt. Wir alle merken es an den Flugstreichungen und unseren immer leerer werdenden Dienstplänen.

Bei allen frustrierenden und negativen Nachrichten der letzten Zeit gibt es jedoch auch kleine Highlights und Hoffnungsschimmer, die uns und hoffentlich auch einige von euch motivieren. Seit Monaten haben wir uns als Tarifkommission auch für die PU-Werdungen der Anwärter*innen stark gemacht, die vor und zu Beginn der Pandemie ihre PU-Assessments bestanden hatten. Im Anschluss wurden die PU-Werdungen bis auf weiteres gestoppt. Wir haben den Arbeitgeber immer wieder mit diesem Thema „genervt“ und „belästigt“, besonders weil wir zuletzt wieder gesehen haben, wie schnell auch ein Bedarf an PUs an einzelnen Stationen entstehen kann.

Die Hartnäckigkeit hat sich ausgezahlt: Uns ist es nun gelungen einen Rechtsanspruch auf die PU-Werdung (oder alternativ PU-Vergütungsanspruch) für die Kolleginnen und Kollegen zu erreichen. Mit unserem neuen Sideletter sollen die über 30 PU-Anwärter*innen ihre PU-Schulung bis zum 30.06.2021 erhalten. Sollte dies nicht erfolgen, besteht ab 01.08.2021 ein PU-Vergütungsanspruch.

Mit Abschluss des Sideletters und Auslaufen des letzten Sideletters zur PU-Werdung liegt das allgemeine Thema Purser Werdegang nun wieder in den Händen der PV.

Wir werten das Ergebnis als Zeichen, dass beide Seiten, sowohl der Arbeitgeber, als auch wir, darauf vertrauen, dass es nach der Krise auch wieder bergauf gehen soll.

Eure ver.di-Tarifkommission Eurowings Kabine

Dirk Berghoff, Rene Creutz, Britta Harder, Elisa Heine, Christina Klein, Tanja Kleinknecht, Michaela Lüdorf, Alida Pontani, Angelina Rybicki, Jens Schulz, Larissa Sternke sowie Marvin Reschinsky (ver.di Verhandlungsführung)

For The Best New Normal – Ein Rückblick

For The Best New Normal – Ein Rückblick

05.11.2020 Eilmeldung, Infos rund ums Fliegen

Zur Videobotschaft https://share.vlognow.me/s/1236535

Am 28. Oktober 2020 hatte die ver.di Bundesfachgruppe Luftverkehr zusammen mit der Aircrew Alliance zum Kick-Off „For The Best New Normal“ im Luftverkehr eingeladen. Einem ersten Aufschlag einer nun regelmäßig stattfindenden Veranstaltungsreihe von ver.di und Aircrew Alliance mit Vertretern aus Politk, Wirtschaft(sverbänden) und Unternehmen des Luftverkehrs. Durch COVID-19 im digitalen Format, Fast 30.000 Kolleg*innen beteiligten sich über die Videokonferenzsysteme oder verfolgten die Veranstaltung in Social-Media-Kanälen oder über den Live-Stream im Internet. Dabei waren alle Bereiche des Luftverkehrs vertreten: Von den Bodenverkehrsdiensten (BVD), den Sicherheitsdienstleistern, den Flughäfen, aus allen Bereichen der Lufthansa wie auch das fliegende Personal aus Cockpit und Kabine aller anderen in Deutschland operierenden Airlines.

Eine beeindruckende Teilnahmeresonanz, die jedoch auch zeigt, dass die Beschäftigten im Luftverkehr viele Fragen, Sorgen und Ängste haben. Sie wollen eine Perspektive, eine Zukunft für ihre Tätigkeit im Luftverkehr sehen. Das wurde auch in den hunderten Fragen der Teilnehmer*innen deutlich, die uns vor und während der Veranstaltung zugegangen waren.

In ihrer einführenden aktuellen Bestandsaufnahme hat Mira Neumaier, ver.di Bundesfachgruppenleiterin Luftverkehr, deutlich gemacht, welche Risiken wir sehen, wenn die einzige Antwort der Airlines im Restart ein erneuter Wettbewerb um möglichst billige Ticketpreise ist.

Schon jetzt sind wir von nahezu allen Arbeitgebern im Luftverkehr aufgefordert, „Krisenvereinbarungen“ zu treffen. Damit sollen bestehende tarifliche Leistungen abgesenkt werden, einige Arbeitgeber fordern bis zu 30 % Vergütungseinbußen! Oft wird das nicht nur mit den aktuellen Einnahmeausfällen, sondern darüber hinaus mit einer Neuaufstellung im Dumping-Wettbewerb begründet. Viele Arbeitgeber haben bereits die Streichung von Arbeitsplätzen angekündigt.

Gerade vor diesem Hintergrund begrüßt ver.di die Verlängerung der Kurzarbeit bis Ende 2021 und die Erhöhung des Kurzarbeitergeldes von 80 bzw. 87 % des Nettoentgeltes.

Durch Fluktuation, das Auslaufen befristeter Verträge oder die Beendigung von Leiharbeit arbeiten heute bereits deutlich weniger Menschen im Luftverkehr.

Diese Krisenbeschreibung führte auch direkt zu dem Thema für die Paneldiskussion: „Einfach weiter so? Auf Kosten der Umwelt, der Gesundheit und der Arbeitsbedingungen für 5 Euro nach Mallorca?“

Für die Paneldiskussion waren Christine Behle als unsere stellvertretende ver.di Vorsitzende, Anette Kramme, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesarbeitsministerium (BMAS), Steffen Bilger, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium (BMVI) und Mathias von Randow vom Bundesverband der deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) eingeladen. Digital zugeschaltet waren Claudia Amir, ver.di Bundesfachgruppenvorsitzende Luftverkehr und BR-Vorsitzende Fraport sowie Christian Hirsch, KBR-Vorsitzenden der Deutschen Lufthansa AG.

Moderiert hat Fani Zaneta, persönliche Referentin der stellvertretenden ver.di Vorsitzenden.

Grundlage für die Diskussion war das ver.di Luftverkehrskonzept, dass die Bundesfachgruppe im Sommer 2020 vorgelegt hat. Es beschreibt wie der Luftverkehr bei einem Neustart nach der Pandemie anderen Kriterien außer Wettbewerb und Preisdruck gerecht werden kann. Es enthält Forderungen nach einem anderen Verständnis des Luftverkehrs als europäische und globale Verkehrsinfrastruktur von wesentlicher Bedeutung, verstärkten Klimaschutz und Nachhaltigkeit und einer größeren Bedeutung sozialer Kriterien insbesondere bei der Gewährung von Staatshilfen.

Christine Behle stellte das Luftverkehrskonzept in den Fokus ihrer Ausführungen und machte deutlich, dass wir damit auch der Arbeitgeberlogik, nach der die Personalkosten in gleichem Umfang wie die Umsätze sinken müssen, etwas entgegensetzen wollen. Nur so könne es gelingen, in der Zukunft wieder Arbeitsbedingungen zu erreichen, die es den Beschäftigten ermöglichen, ihre Gesundheit zu erhalten und ihrer Arbeit nachzugehen, ohne dabei krank zu werden.

Dabei zeigen wir auch, dass Klimaschutz und Beschäftigung kein Gegensatz ist. Viele Maßnahmen für mehr Klimaschutz an den Flughäfen, am Boden, in der Technik und bei den Airlines können auch mehr Beschäftigung generieren.

Wir wollen einen anderen Luftverkehr, bei dem soziale, gesundheitserhaltende, ökologische und nachhaltige Kriterien verstärkt Beachtung finden.

Enttäuschend waren die Antworten der beiden Staatsekretär*innen. Zunächst haben wir jetzt die Krise zu überwinden, danach sehen wir weiter, war die zentrale Aussage in dieser Runde. Wichtig sei jetzt, mit Staatshilfen den Unternehmen zu helfen und große weitere Insolvenzen zu verhindern. Damit würde auch die Infrastruktur gesichert. Angesprochen auf die Bedeutung der Beschäftigten, die mit ihrer Arbeit dafür sorgen, dass diese Infrastruktur auch funktioniert, kamen wenig konkrete Antworten. Anette Kramme verwies auf die verbesserte Unterstützung für Qualifizierungsmaßnahmen des Sozialgesetzbuches. Steffen Bilger beantwortete Fragen nach sozialen Kriterien bei der Vergabe von Staatshilfen mit dem pauschalen Hinweis, dass „der Staat nicht der bessere Unternehmer“ sei.

Eine Meinung, der sich auch Mathias von Randow anschloss. Darüber hinaus begrüßte er die schnelle Reaktion der Politik im Frühjahr, mit der die für den Erhalt der Unternehmen erforderlichen Liquiditätshilfen und die Regelungen zur Kurzarbeit möglich wurden. Er betonte dabei auch die gemeinsame Verantwortung der Sozialpartner. Soziale Kriterien? Fehlanzeige! Antwort auf die Frage, dass einige Unternehmen die Krise missbrauchen wollen, um Tarifverträge zu verschlechtern oder zu unterlaufen – Fehlanzeige! Verantwortung der Sozialpartner?

Claudia Amir warb noch einmal dafür, den Restart im Luftverkehr für eine Neuausrichtung des Luftverkehrs und für einen verstärkten Gesundheitsschutz für Beschäftigte und Passagiere zu nutzen. Viele Probleme der Beschäftigten basieren auf einem ruinösen Wettbewerb nach 25 Jahren der Liberalisierung und der Dereguelierung. Wir brauchen eine „Kehrtwende“. Ein einfaches „Weiter so“ nach der Krise hätte katastrophale Folgen für die Beschäftigten, die Passagiere und die Umwelt. Dabei fragte sie gegenüber der Politik auch nach deren Verantwortung für die Beschäftigten.

Abschließend machte Christian Hirsch die wichtige Rolle der Mitbestimmung in dieser Krise deutlich. Am Beispiel Lufthansa erläuterte er, mit welchen Forderungen Arbeitnehmervertretungen und Tarifkommissionen konfrontiert werden und welche Verantwortung sie dabei tragen. Dabei warb er auch für mehr Vertrauen in die Mitbestimmung, die aktuell eher als „lästiger Zwischenschritt bei der Umsetzung von Maßnahmen gesehen“ wird.

Dabei sind die Vorgänge bei der Lufthansa vielleicht prominenter als bei anderen Unternehmen, die Arbeitgeberforderungen sind jedoch weitestgehend ähnlich. Egal ob bei kleineren Bodenverkehrsdienstleistern, kleinen und großen Flughäfen oder bei den Airlines: Personalabbau, Lohnkürzungen, Einschnitte bei der betrieblichen Altersversorgung sind die Antworten der Arbeitgeber auf die Krise!

Gegenüber der Politik warb er für eine Rückkehr zur sozialen Marktwirtschaft. Mit den aktuellen Staatshilfen wird kein sozialverträglicher Personalumbau sondern vielmehr der Weg vom Kurzarbeitergeld zum Arbeitsamt finanziert. Das kann nicht das Ziel einer verantwortungsvollen Politik sein. Er formulierte einen Appell an die Bundesregierung: „Helfen Sie den Menschen!“

Angesichts der vielen hunderte Fragen der Teilnehmer*innen, Fragen nach sozialen Kriterien, wie Tarifflucht vermieden werden kann, welche Qualifizierungschancen es gibt, wird es Transfergesellschaften geben, gibt es einen Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen müssen die Beiträge der Paneldiskutant*innen enttäuschend gewesen sein. Die allermeisten Fragen blieben unbeantwortet.

Die ver.di Bundesfachgruppe hat diesen Branchendialog als Kick-Off für weitere Veranstaltungen in unterschiedlichen Formaten konzipiert. In den nächsten Monaten werden (digitale) Gesprächsrunden zu spezifischen Themenblöcken des Luftverkehrskonzeptes angeboten. Zu diesen Themen gehören der Erhalt der Verkehrsinfrastruktur als Dienstleistung im allgemeinen Interesse und die Bedeutung der Beschäftigten, Gesundheitsschutz für Beschäftigte und Passagiere, Nachhaltigkeit und Klimaschutz und zur Gestaltung des Transformationsprozesses unter Mitnahme der Beschäftigten.

Die alle Themen verbindende Fragestellung für die ver.di Bundesfachgruppe wird auch weiterhin die Zukunft des Luftverkehrs nach Covid-19 und die Perspektive für Arbeit und Beschäftigte bleiben.

Wie es jetzt weiter gehen soll, beschreiben Mira Neumaier und Christian Hirsch in ihrer Videobotschaft. Diese findest Du hier: https://share.vlognow.me/s/1236535

Eine Belegschaft! – Eine TUI fly! – Keine Zukunft?

Eine Belegschaft! – Eine TUI fly! – Keine Zukunft?

04.11.2020 Eilmeldung

Liebe Kolleginnen & Kollegen,

mit Bestürzung haben wir erfahren, dass der Arbeitgeber die Gespräche mit der Cockpit-TK abgebrochen hat, trotz enorm weitreichender Zugeständnisse der Kolleg*innen.

Corona hat unsere gesamte Branche und die TUI mit der TUI fly in eine beispiellose Krise gestürzt. Krisen dieses Ausmaßes erfordern besondere Maßnahmen – das ist allen Arbeitnehmervertretungen bei der TUI fly bewusst. Krisen dieses Ausmaßes löst man am besten gemeinsam, indem man zusammen nach neuen Wegen schaut, indem man versucht, Lösungen zu erarbeiten, mit denen alle gemeinsam in eine Zukunft blicken können. Diesen Willen nehmen wir in den letzten fünf Monaten bei allen Gremien der Arbeitnehmer*innen bei der TUI fly wahr – bei den betrieblichen und bei den tariflichen. Leider fehlt dieser Ansatz komplett beim Arbeitgeber. Mit Erpressungen und Aufforderungen zur bedingungslosen Erfüllung aller Arbeitgeber-Forderungen können keine Verhandlungen geführt werden. Ein Unternehmen, dass Milliarden Staatshilfen aus Steuergeldern kassiert hat, sollte verantwortungsvoller gegenüber seinen Beschäftigten auftreten. Dieses Verhalten des Arbeitgebers ist erschütternd!

Wir fordern den Arbeitgeber auf, endlich ernsthaften Verhandlungswillen mit allen Gremien und Tarifpartnern zu zeigen und Alternativen zu denken, anstatt brutales Agieren nach dem Motto „Friss oder Stirb!“ Damit spielen sie mit der Zukunft der Airline, des Konzerns und nicht zuletzt mit unser aller Zukunft!

Solidarische Grüße,

Eure TK Boden und Kabine

EAT | DHL: Intensive Tarifverhandlungen in Göttingen

EAT | DHL: Intensive Tarifverhandlungen in Göttingen

04.10.2020 Eilmeldung

Liebe Kolleginnen und Kollegen,


Erneutes Topthema der Verhandlungen war das Rostering der EAT Pilotinnen und Piloten. Wie schon in der letzten Rundmail zum Treffen am 24.09. erwähnt, hat der Arbeitgeber (AG) ein nicht zu akzeptierendes Angebot auf den Tisch gelegt, das zu Anfang dieser Gespräche wieder Verhandlungsgrundlage des AG zu werden schien. Die Bedenken, dass eine andere Regelung aus Kostengründen nicht realisierbar sei, konnten wir nicht teilen.

Mit Nachdruck haben wir aber unsere Position nochmals deutlich gemacht und darauf beharrt, dass unsere Mindestforderung bleiben wird, das längere OFF-Perioden und weitere Verblockungen des Rosters implementiert werden müssen. Oberstes Ziel muss es sein, dass unsere EAT Pilotinnen und Piloten eine über Jahre attraktive Arbeitsstelle bekommen und die Belastungen, die durch die Nachtdienste entstehen, auf ein für alle vertretbaren Rahmen minimiert werden müssen.

Der AG ist uns am 2. Tag mit besseren Rostervorschlägen entgegengekommen , dennoch wird dieser Vorschlag weiteren Feinschliff benötigen und auf dem nächsten Termin am Dienstag, den 06.10. vertieft werden müssen. Ein 7/6 6/5 5/5 Roster steht zur Diskussion, aber dass wir Piloten geschlossen diesen Forderungen Nachdruck verleihen müssen, ist noch nicht vom Tisch!

Über weitere Themen, wie z.B. der Doppelswap (Langstrecke) wurde diskutiert, Abstandsgebote bei Off Requesten (z.B. nach Urlauben) von uns in Frage gestellt. Über weitere Grundsatzfragen wie Crewscheduling, Proceedingzulagen und Krankheits- bzw. Urlaubsdurchschnittsberechnungen, wurde diskutiert.
Erfreulich ist, dass schon bereits jetzt mit dem AG vereinbaren konnten, dass die Möglichkeit bestehen wird, über Entgeltumwandlung ein Dienstfahrrad (Elektro) zu erwerben. Diese Regelung tritt bereits heute in Kraft.


Wir ALLE müssen geschlossen hinter unseren Forderungen stehen!
Nur gemeinsam sind wir stark!

Eure Ver.di Tarifkommission
Karsten, Martin, Giulia und Holger (ver.di)



Dear colleagues,

The rostering of the EAT pilots was again the main topic of the negotiations. As already mentioned in the last roundmail for the meeting on 24.09., the employer (AG) made an unacceptable offer on the table, which seemed to become the basis for negotiations of the AG again at the beginning of these talks. We could not share the concerns that another arrangement would not be feasible for cost reasons. However, we made our position clear once again and insisted that our minimum demand would remain, that longer OFF periods and further „blocking“ of the roster would have to be implemented. The top priority must be to ensure that our EAT pilots have an attractive job for years to come and that the burdens caused by night work are minimised to a level that is acceptable to everyone.

On the second day, the working party approached us with better proposals for improvements to the rostering, but this proposal will still require further fine-tuning and will have to be discussed in greater depth at the next meeting on Tuesday 6 October. A 7/6 6/5 5/5 roster is under discussion, but the fact that we pilots must unanimously emphasise these demands is not yet off the table! Other topics such as double swap (long distance) were discussed, and we questioned the distance requirements for off requests (e.g. after holidays). Other fundamental issues such as crew scheduling, processing allowances and sickness and holiday averages were discussed. It is pleasing that we have already been able to agree with the AG that it will be possible to acquire a company bicycle (electric) by means of deferred compensation. This regulation already comes into force today.

We must all stand united behind our demands! Only together are we strong!

EAT/DHL-Pilots Information

EAT/DHL-Pilots Information

27.09.2020 Eilmeldung

Liebe Mitglieder,

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wie angekündigt hatten wir am 24.09.2020 einen weiteren Termin mit dem Arbeitgeber um den Manteltarifvertrag (MTV) zu verhandeln. Wie erwartet wurden bei diesem recht kurzen Termin keine großen Schritte gemacht. Hauptsächlich wurde über das Thema Day-Night-Swop gesprochen, da vor allem unsere A330 Kollegen ein großes Interesse haben diesen Punkt zu klären. Wir konnten einer Lösung wieder ein Stück näherkommen. Eine endgültige Lösung kann es jedoch nur dann geben, wenn der Arbeitgeber sich auch in den anderen Themen (z.B Rostering) auf uns zubewegt. Dies hat er in diesem Termin leider wiederum kaum für nötig gehalten!

Wir schauen daher bereits auf unseren nächsten Verhandlungstermin am 30.9./01.10.. Hier erwarten wir einen Durchbruch beim Thema Rostering. Sollte dieser ausbleiben werden wir nicht länger ruhig mitspielen können.

Wir brauchen eure Unterstützung!

Nur gemeinsam sind wir stark!

Eure Ver.di Tarifkommission

Karsten, Martin, Giulia und Holger (ver.di)

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Dear members,

Dear Colleagues,

as announced another appointment with the employer to negotiate the collective wage agreement (MTV) took place on September 24th. As expected, no great strides were made in this rather short appointment. The main topic of discussion was day-night swop. As our A330 colleagues in particular are very interested in clarifying this point. We were able to come a closer to a solution. However, there can only be a final solution if the employer moves towards us on other topics (e.g. Rostering). Unfortunately, he hardly considered this necessary at this time!

We are therefore already looking at our next negotiation date on September 30th / October 1st. Here we expect a breakthrough in the Rostering issue. If this does not happen, we can‘t no longer play along.

We need your support!

Only together we are strong.

Your Ver.di Tariff Commission

Karsten, Martin, Giulia and Holger (ver.di)

Eurowings Aktuell

Eurowings Aktuell

25.09.2020 Eilmeldung

Nach zahlreichen Verhandlungsterminen und einer harten Auseinandersetzung wurde in der Eurowings Kabine ein Krisenpaket final verhandelt, das zumutbare Krisenbeiträge der Beschäftigten, im Gegenzug aber einen echten und starken Beschäftigungsschutz mit dem Ausschluss von betriebsbedingten Kündigungen bis Mitte 2023 beinhaltete. Die Geschäftsführung der Eurowings stimmte diesem Ergebnis zu, wurde jedoch von den Verantwortlichen des Lufthansa-Konzerns am Tarifabschluss gehindert. Somit gibt es zum heutigen Stand keinen Tarifabschluss und auch keine neuen Vorschläge der Arbeitgeberseite, wie es doch noch zu einer gemeinsamen Einigung kommen kann. Für die ver.di Tarifkommission ist jedoch eins klar: Es gibt keinen Kompromiss zulasten des Beschäftigungsschutzes, denn der unzureichende UFO-Kündigungsschutz aus der LH Kabine, der auch zuletzt wieder vom Arbeitgeber eingebracht wurde, stellt für die Tarifkommission keine Alternative dar.

Im Anschluss an das Veto zum Krisenpaket wurden direkt die nächsten Verhandlungen seitens der Tarifkommission zum Tarifvertrag Kurzarbeit aufgenommen, denn dieser läuft Ende September aus. Die Tarifkommission hat sich in den Verhandlungen für eine weiterhin 90%ige Aufstockung sowie einen Beschäftigungsschutz eingesetzt. Bislang steht der Tarifabschluss noch aus.

In der Germanwings Kabine sind die Verhandlungen zu einem betrieblichen Interessenausgleich und Sozialplan zur Betriebsschließung fortgeschritten. Durch die Verschärfung der Krise gibt es heute nach Aussage der Geschäftsführungen keine Weiterbeschäftigungsmöglichkeiten im Konzern für die Kolleginnen und Kollegen der GWI Kabine.

In diesem Sommer hat die ver.di Tarifkommission der Eurowings Kabine unter den Vorzeichen des Wachstums noch über ein tarifliches Wechselpapier verhandelt, damit Kolleginnen und Kollegen, die in ihrem alten Flugbetrieb von Arbeitsplatzabbau bedroht sind, unkomplizierter in der EWG eingestellt werden können und z.B. nicht in Gehaltsstufe 1 anfangen müssen. Diese Verhandlungen wurden auf Wunsch der Arbeitgeberseite gestoppt, da aus Arbeitgebersicht ein Wachstum der EWG aktuell aufgrund der Buchungslage sowie der fehlenden Einigung mit der Vereinigung Cockpit im Konzern nicht in Sicht ist.

Infomail easyJet – peaceful loud protest 24th of September

Infomail easyJet – peaceful loud protest 24th of September

21.09.2020 Eilmeldung

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wie ihr aus den Veröffentlichungen eurer PV wisst, will easyJet auch weiterhin einen schnellen Personalabbau mit Kündigungen durchsetzen. Wie ihr auch wisst, haben wir als Gewerkschaft easyJet zu Tarifverhandlungen zur Beschäftigungssicherung aufgefordert. Wir wollen die Arbeitsplätze schützen und das Unternehmen muss seine Mitarbeiter mit durch die Krise nehmen! Dazu stehen Instrumente wie z.B. die Kurzarbeit zur Verfügung. Die deutsche Regierung hat dafür den Weg bis Ende 2021 frei gemacht.

Nach dem „stillen“ Protest auf der Betriebsversammlung ist es nun an der Zeit, den Protest laut und öffentlich zu machen. Damit unsere Position und die Position der PV gestärkt werden!

Wir rufen deshalb alle Beschäftigte von easyJet in Tegel und Schönefeld zu einer Protestkundgebung am Donnerstag, den 24.9.2020 von 9:00 bis 11:00 vor dem Intercity-Hotel in Schönefeld (Am Seegraben 2, B96a) auf!

Durch zahlreiche Teilnahme können wir dem Management zeigen was wir von ihren Abbauplänen halten.

Wir bitten euch, die derzeit geltenden Hygieneregelungen bei Demonstrationen in Brandenburg zu beachten (Abstand und Mund-Nase-Schutz). Eine zahlenmäßige Beschränkung gibt es im Land Brandenburg nicht.

Dear Colleagues,

As you will know from the updates from your PV, it looks like easyJet intends to continue its plans to make redundancies and reduce the number of employees in Berlin. Ver.di members will also be aware that we have called for the company to conduct talks with the union, with the aim to save as many jobs as possible, it’s our opinion that easyJet has the chance and responsibility to help keep its people in employment through the crisis. There are various mechanisms in place to help achieve this, primarily the KuG scheme which the German government have already extended until the end of next year. But easyJet have to be willing to accept their responsibility.

After our silent protest during the Works Assemblies, now is the time get loud in a public display of protest, not only against easyJet’s failure to act and take any responsibility for the welfare of its employees thus far, but also to show support and solidarity for the endeavours of our PV and TK reps and show the company we stand behind them.

We now call on ALL Berlin based crew, to gather in peaceful loud protest in front of the:

Intercity-Hotel in Schönefeld (Am Seegraben 2, B96a) Thursday the 24th of September from 09:00 until 11:00.

This is our opportunity to let management know in no uncertain terms, what we think of their plans to reduce the workforce in the Berlin bases.

Maximum attendance is crucial to get our message across and in Brandenburg there is no current restrictions on numbers for outdoor gatherings. However we ask that all those attending abide by the social distancing regulations and wear suitable mouth and nose coverings.

Eurowings: Voraussetzungen für Wachstum schaffen – Versetzungsabfrage

Demonstrant mit Plakat Aufschrift "Mayday"

Eurowings: Voraussetzungen für Wachstum schaffen – Versetzungsabfrage

18.09.2020 Eilmeldung

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

in den vergangenen Wochen haben wir euch alle befragt, um zu erfahren, welche Voraussetzungen für euch erfüllt sein sollten, um über eine Tarifvereinbarung zu Neueinstellungen verhandeln zu können. An dieser Befragung haben sich hunderte Kolleginnen und Kollegen beteiligt, herzlichen Dank dafür.

Die Befragung hat ergeben, dass euch folgende Themen wichtig sind:

  • keine Anerkennung von Betriebszugehörigkeit/Seniorität bei Neueinstellungen
  • vorherige Abfrage zu Arbeitszeiterhöhungen und -verkürzungen/Teilzeit
  • PU-Werdungen in der EWG
  • Freiwillige Versetzungen an bisherige und künftige Stationen bei Mitarbeiterwunsch, auch ehemalige GWI-Stationen

Zu allen vier Forderungen und zur allgemeinen Wechselvereinbarung werden wir in den kommenden Tagen die Verhandlungen aufnehmen.

Um einen Überblick über alle Kollegen zu bekommen, die gerne an eine andere heutige oder künftige Station wechseln wollen, möchten wir euch bitten, die folgenden Felder zu beantworten und bis zum 23.08. an marvin.reschinsky@verdi.de zu senden:

  • Name, Vorname:
  • Aktueller Stationierungsort:
  • Wunschstation:
  • Rang:
  • Voll- oder Teilzeit:

Teilzeitquote:

Bitte beachtet, dass wir anhand der zurückgemeldeten Zahlen und Personen mit der Arbeitgeberseite über die gewünschten Versetzungen verhandeln werden. Nachträgliche Rückmeldungen können ggf. nicht mehr berücksichtigt werden.

Veränderung in der Tarifkommission
Unsere TK-Kollegin Zübeyde Kenanoglu aus CGN verlässt die EWG in den nächsten Tagen und damit endet auch ihr Mandat in unserer Tarifkommission. Wir bedanken uns für dein Engagement in der Tarifkommission und wünschen dir, liebe Zübeyde, für deinen weiteren beruflichen sowie privaten Weg alles Gute.

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Kollegiale Grüße

Eure ver.di-Tarifkommission Eurowings Kabine

Katia Anastassopoulou, Dirk Berghoff, Viktoria Bicaj, Rene Creutz, Michelle Hammer, Christina Klein, Markus Laaks, Monika Ritz, Angelina Rybicki, Carola Werner, Sakine Yildiz-Bajcetic sowie Marvin Reschinsky (ver.di Verhandlungsführung)

Ryanair Group: Die Axt der Lüfte

Ryanair Group: Die Axt der Lüfte

16.09.2020 Eilmeldung

Ryanair kündigt in Deutschland Entlassungen an und versucht nochmals Arbeitsbedingungen zu verschlechtern Der Ryanair-Konzern agiert in Deutschland „wie die Axt im Walde“, sagt Sven Bergelin, zuständiger ver.di-Sekretär. Das Tochterunternehmen Laudamotion kündigte Mitte Juli die Schließung des Standortes Stuttgart an.

Nur wenig später zog die Ryanair-Tochter Malta Air nach. Betroffen sind die Standorte Hahn, Niederrhein (Weeze) und Berlin- Tegel mit etwa 350 Kabinenbeschäftigten. Auch die Tarifverhandlungen mit den Konzerntöchtern sind gescheitert. Bei Laudamotion hatte das Unternehmen eine massive Verschlechterung der Arbeitsbedingungen gefordert. Danach sollen die Kabinenbeschäftigten rund 20 Prozent, die Piloten mehr als 30 Prozent ihres Einkommens verlieren – ohne dafür jedwede Beschäftigungsgarantien zu erhalten. Malta Air fordert für fünf Jahre Lohnsenkungen bis zu 10 Prozent für das Kabinenpersonal und Teilzeitoptionen, die das Einkommen der Besatzungen darüber hinaus um mehr als 50 Prozent reduzieren könnten. Damit könnte das zu erzielende Einkommen unter dem zu beanspruchenden Arbeitslosengeld liegen. Der von ver.di geforderte Schutz vor betriebsbedingten Kündigungen wurde strikt verweigert. ver.di hatte mehrere Vorschläge vorgelegt, wie Malta Air Kosten senken und zugleich Arbeitsplätze und Einkommen der Beschäftigten sichern könnte. Diese wies die Ryanair-Tochter als nicht ausreichend zurück. Über den Bezug von Kurzarbeitergeld befindet sich das Unternehmen in gerichtlicher Auseinandersetzung mit der Bundesagentur für Arbeit. „Malta Air will das Kurzarbeitergeld dazu missbrauchen, seine Neupositionierung im deutschen Markt zu finanzieren. Ihnen geht es dabei weder um Beschäftigungsnoch Standortsicherung, den Zielsetzungen der Kurzarbeit“, sagt Bergelin.

Tui Fly: Das Prinzip Tönnies

Tui Fly: Das Prinzip Tönnies

16.09.2020 Eilmeldung

Mit dem Abbau von fast tausend Vollzeitstellen in Deutschland droht TUIfly zur Billigmarke zu werden

Noch im Februar hat die TUI AG ordentlich Dividende an ihre Aktionäre ausgeschüttet. „Da gab es schon die ersten Coronafälle“, sagt Marian Drews, zuständiger Konzernbetreuer für die TUIfly. Ohne Polster in die Krise – prompt war die TUI das erste große Unternehmen, das Staatskredite beantragen musste. 3 Milliarden Euro bislang. „Nun plant die Geschäftsführung mit diesen Geldern die große Umstrukturierung ihres Unternehmens – ausgerechnet auf dem Rücken der Beschäftigten“, so Drews.

Das Management will die Flotte der Konzerntochter TUIfly von derzeit 39 auf 17 Flugzeuge reduzieren. Das entspricht einem Abbau von insgesamt fast Tausend Vollzeitstellen in Deutschland – mehr als 400 in der Kabine, fast 300 am Boden und in der Technik sowie etwa 250 Stellen im Cockpit. „Diese Flottenreduzierung geht weit über das Maß hinaus, was infolge der Coronakrise nötig wäre. Und die Entlassungen am Boden gehen wiederum über das hinaus, was die Flottenreduzierung nötig machen würde“, analysiert Drews. Dahinter steht ein kostensparendes Kalkül: Künftig will TUIfly nur noch eine so genannte Winterflotte vorhalten und in der Hochsaison Subcharter buchen. „Das ist das Prinzip Tönnies, nur in der Luft“, erklärt Drews. Um Kosten zu drücken, will das Unternehmen Aufträge an ausländische Subunternehmer vergeben, die ihr Personal zu deutlich schlechteren Bedingungen beschäftigen. „Mit den Arbeitsbedingungen wird auch die Qualität für die Kunden leiden“, sagt Drews. Die TUI müsse sich entscheiden, ob sie eine zukunftsfähige
Airline erhalten, oder eine etablierte Marke in den Billigsektor abrutschen lassen wolle. Betriebsbedingte Kündigungen sind bei TUIfly bis 2021 ausgeschlossen. Auf der betrieblichen Ebene verhandeln die Kolleg*innen derzeit einen Sozialplan.
ver.di führt seit Mitte August Tarifverhandlungen mit dem Arbeitgeber. „Unser Ziel ist es, betriebsbedingte Kündigungen zu verhindern“, erklärt Drews. Wenn das gelingt, kann sich ver.di vorstellen, in konstruktive Verhandlungen über die Zukunft des Unternehmens zu gehen. „Das geht aber nur, wenn der Arbeitgeber von seinen Abbau-Plänen, Abstand nimmt.“

Atikel von: UTA VON SCHRENK

Das ist das Prinzip Tönnies, nur in der Luft! Marian Drews Gewerkschaftssekretär