Liebe Mitglieder,
liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,
die meisten von Euch sollten in der zweiten Dezemberhälfte einen Brief von der ALBATROS Unterstützungskasse erhalten haben. Wir möchten an dieser Stelle dazu eine kurze Erläuterung liefern:
Durch den Konkurs von TC waren wir Ende 2019 gezwungen, die bisherige Betriebsrente abzulösen. Der PSV (Pensionssicherungsverein) hat die bis dahin aufgelaufenen Beträge der einzelnen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter übernommen. Hier nochmal der klare Hinweis: Davon betroffenen sind alle Kolleginnen und Kollegen der Kabine, die vor dem 31.01.2005 eingestellt worden sind sowie alle Kolleginnen und Kollegen am Boden die bis 31.12.2004 eingestellt worden sind. Alle bis einschließlich November 2019 angefallenen Beträge wurden somit vom PSV übernommen, der aufgeführte Betrag auf dem Informationsschreiben der U-Kasse aus 2020 wurde somit „eingefroren“ und wird sich nicht mehr verändern. Der Beitrag Dezember 2019 wurde mit dem Gehalt Juli 2020 ausgezahlt.
In intensiven Verhandlungen konnte ver.di erreichen, dass Condor (und nicht wir als Beschäftigte) für jeden aus der eben genannten Mitarbeitergruppe 5,5 Prozent des Jahresbruttogehaltes (Grundvergütung) in die „neue“ Betriebsrente ab Januar 2020 einzahlt. Über eben diesen bisher erreichten Leistungsausweis habt Ihr kürzlich die Info der Alabatros erhalten. Sobald die Betriebsrente (mit dem Erreichen der gesetzl. Altersgrenze und Ausscheiden bei Condor) ausgezahlt wird, erhaltet Ihr zukünftig somit 2 Betriebsrenten. Eine vom PSV, die andere von Condor.
Wir verweisen noch einmal auf die dazu in der Cube veröffentlichten Tarifverträge „Condor Betriebsrente 2 für das Kabinen bzw. Bodenpersonal“
Solltet Ihr Fragen zu dieser Thematik haben, dann schreibt uns gerne unter tk.condor@verdi.org bzw. wendet euch arbeitgeberseitig an Alexander Steiger.
Viele Grüße, Eure Condor-Tarifkommissionen Boden und Kabine
Dear colleagues, dear cabin crew,
The Malta Air management approached us with the request to extend the short-time working. The management justifies this with the lower production figures of the Ryanair Group due to the COVID virus variant.
We have taken note of the request and, for our part, have sent a comprehensive questionnaire to the management today. For us, the desire for short-time work is currently incomprehensible. Among other things, we queried the actual production figures, sick leave, the use of temporary workers, irregularities in pay slips and overtime balances. We will review and assess the arguments after management has answered.
At this point we would like to ask you how you perceive the current workload. Please tell us your current assessment by 21 January at the latest at my-ryanair-union@verdi.de . You are welcome to write down wishes, thoughts and fears there. We would like to work with you to work on this request from the management. We will also inform your guardians in politics about this development and ask for comments.
Let’s get stronger together and stop being annoyed by management. As a cabin crew, we do a lot every day to ensure that the business works – we deserve respect and recognition for this.
Stay healthy, stay strong and above all stay brave!
Your
ver.di Bargaining Committee
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
wir wünschen euch allen ein gutes, gesundes und erfolgreiches neues Jahr.
In den letzten Wochen konnten wir sie wieder auf jedem Sender finden: Die Jahresrückblicke. Wir möchten diese Info zum Anlass nehmen, um auf das Tarifjahr 2021 in der Kabine der Eurowings zurückzublicken, aber gleichzeitig auch einen Ausblick auf 2022 zu geben und die nächsten Schritte zum VTV Verhandlungsergebnis anzusprechen.
2021 – kein Jahr zum Durchatmen!
Viele hatten gehofft, dass die Corona-Krise bereits 2020 erfolgreich bekämpft wird und die Luftverkehrsbranche schnell Erholung findet. Dem war leider nicht so. Im Januar des vergangenen Jahres habt ihr als ver.di Mitglieder in der EW Kabine mit 94,16% dem verhandelten Krisenpaket zugestimmt. Trotz höherer und unsicherer Krisenpakete im Konzern konnten wir ein Krisenpaket verhandeln, das bis heute den geringsten Krisenbeitrag im ganzen Luftverkehr hat und dennoch einen echten Beschäftigungsschutz bietet. Dass ein echter Beschäftigungsschutz dringend nötig war, zeigt sich heute. Die Beschäftigten der LH Kabine haben bereits auf große Teile der Beiträge zur Altersvorsorge, Stufensteigerungen, Vergütungsverhandlungen bis 31.12.23 und ab diesem Monat auf monatlich 7,14% Gehalt verzichtet. Der dafür von einer anderen Gewerkschaft vereinbarte „Beschäftigungsschutz“ kann allerdings jederzeit vom Arbeitgeber gekündigt werden. Beides zusammen führt heute zu einer Situation, in der Lufthansa Arbeitsplätze in der Kabine abbauen will und weitere finanzielle Zugeständnisse der Belegschaft einfordert und verhandelt.
Das haben wir bei Eurowings mit unserem Krisenpaket verhindert. Zusammen mit der Verlängerung der Aufstockung zum Kurzarbeitergeld auf 90% gelang es uns unsere Arbeitsplätze erfolgreich zu sichern, soziale und finanzielle Härten in der Krise abzumildern und Perspektiven zu schaffen.
Neue Perspektiven für unsere Kolleg*innen, deren Arbeitsplätze im Konzern nicht gesichert wurden, das war unser nächstes großes Ziel. Einige von uns Tarifkommissionsmitgliedern, aber auch hunderte (heutige) EW Kolleg*innen kennen die Situation vor der die Kolleg*innen der GWI, SXD und SN standen. Wir haben uns an die Arbeit gemacht und anschließend nach kurzen Verhandlungen mitten in der Krise ein gutes Ergebnis mit dem TV Auswahl & Einstellung erzielt: Hunderte Einstellungen aus den genannten AOCs, finanzielle Anerkennung der Berufserfahrung, keine Probezeit, Einstellung auf Wunsch in Teilzeit. Als erste Gewerkschaft im LH Konzern haben wir damit eine Vereinbarung abgeschlossen, die berufliche Perspektiven und eine finanzielle Anerkennung von vorheriger Berufserfahrung für von Arbeitslosigkeit bedrohte Konzern-Kolleg*innen vorsieht. Noch immer profitieren Kolleg*innen von diesem Tarifabschluss, der noch bis zum 30.06.2022 gilt. Aber auch das „alte“ Bestandspersonal profitierte von dem Tarifabschluss. Zahlreiche FBs wurden PUs, langersehnte Versetzungen an andere Stationen folgten und die Arbeitszeiten konnten auf Wunsch erhöht werden. Kurze Zeit später wurden dann auch viele der neuen Kolleg*innen PUs.
Im August konnten wir mit dem TV Tz-Verhandlungsergebnis dann noch ein weiteres Tarifprojekt zufriedenstellend bewegen. Dieses sieht zahlreiche Verbesserungen vor: Neue Tz-Modelle (Mini-Modell/6E, Study & fly), Stundendeckel bei Tz, Vergütungsgrundlage auf Basis Gesamtvergütung = mehr Geld, Öffnung von bislang gesperrten Tz-Modellen, etc.. Den TV Tz werden wir in den kommenden Wochen final mit Eurowings ausformulieren. Die wichtigen Themen, wie Altersteilzeit und Sabbatical, sehen wir auch weiterhin auf der Tagesordnung, jedoch sind sie so detailliert und umfangreich, dass sie es wert sind, entkoppelt vom TV Tz in einem gesonderten Tarifvertrag verhandelt zu werden.
Zum Jahresende sollte es dann immer noch nicht langweilig und ruhig werden. Wir hatten mit der VTV-Tarifrunde viel vor. Die Inflation stieg inzwischen stark an und wir machten uns gemeinsam auf den Weg, um trotz Krise Vergütungserhöhungen für uns als Kabine und Entfristungen für unsere neuen Kolleg*innen durchzusetzen. Das dies nicht einfach werden sollte, das wussten wir vorher und dennoch vertrauten wir auf euch und auf uns als TK-Team – mit Erfolg. Nach einem starken Streik mit über 90% Beteiligung haben wir nun ein Verhandlungsergebnis vorliegen, das in den nächsten Jahren trotz Inflation zu Reallohnzuwächsen führen wird und hunderten befristeten Kolleg*innen einen sichere Perspektive gibt.
Wie geht es damit nun weiter?
In den nächsten Tagen werden wir mit Eurowings die redaktionellen Verhandlungen aufnehmen, um das Ergebnis in einem Tarifvertragsentwurf zu verschriftlichen. Danach erhalten alle ver.di Mitglieder den ausformulierten Entwurf.
Laut Veröffentlichung des Arbeitgebers sind die Entfristungen, aber auch die Neueinstellungen (unbefristet mit Probezeit) und damit das weitere Wachstum der EWG abhängig von der Annahme des Verhandlungsergebnisses. Der Arbeitgeber will, wenn er entfristet und weiteres Wachstum in die EWG holt, keine anhaltende „Unruhe“ in einem nicht beendeten Tarifkonflikt. Deshalb halten wir es für unwahrscheinlich, dass es die Entfristungen oder unbefristeten Neueinstellungen in der EWG auch geben würde, wenn das Ergebnis abgelehnt wird. Über diesen Standpunkt der Arbeitgeberseite haben wir schließlich mehrere Tage und Nächte verhandelt und gerungen. Es wäre äußerst kurios, wenn es diese Leistung nun „umsonst“ gäbe, also ohne Tarifabschluss und der damit verbundenen vorübergehenden Ruhe. Aber andere nicht beteiligte Gewerkschaftsvertreter*innen wissen da vielleicht mal wieder mehr 😉 #fakenewsausdemall Ob das Ergebnis angenommen wird oder nicht, also ob es zu den Entfristungen und den anderen verhandelten Punkten kommt, entscheidet ihr als ver.di Mitglieder nach Beendigung der redaktionellen Verhandlungen. Die Mitgliederbefragung wird online stattfinden. Wir informieren die ver.di Mitglieder noch über den genauen Ablauf.
Wenn ihr noch nicht ver.di Mitglied seid, aber die Entscheidung beeinflussen wollt, weil euch Dinge aus dem verhandelten Ergebnis wichtig sind, dann könnt ihr selbstverständlich noch Mitglied werden. Meldet euch dazu einfach bei einem von uns oder bei Marvin (0175-9722674 oder marvin.reschinsky@verdi.de). Wir machen euch innerhalb von fünf Minuten zum ver.di Mitglied. Ihr könnt aber auch direkt online eintreten unter: diesem Link
Wir wollen auch in diesem Jahr gemeinsam mit euch gute Arbeitsbedingungen in der EW Kabine verhandeln. Wir liefern Ergebnisse und reden nicht nur. Das Geheimrezept unseres Erfolges? Das seid ihr. Gemeinsam haben wir an einem Strang gezogen, uns gegenseitig vertraut, uns nicht verrückt machen oder spalten lassen. Ihr wisst: Wir können nur erfolgreich sein, wenn wir zusammen in ver.di für unsere Interessen kämpfen. Für all den Support danken wir euch.
Kollegiale Grüße
ver.di Tarifkommission Eurowings Kabine
Sabrina Baderschneider, Dirk Berghoff, Britta Harder, Henrik Havighorst, Elisa Heine, Roman Hohn, Christina Klein, Tanja Kleinknecht, Julian Knops Michaela Lüdorf, Angelina Rybicki, Jens Schulz, Larissa Sternke, Sakine Yildiz-Bajcetic sowie Marvin Reschinsky (ver.di Verhandlungsführung)
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
in langen und mühsamen Tarifverhandlungen haben wir nach zahlreichen durchverhandelten Tagen und Nächten heute ein Verhandlungsergebnis mit Eurowings in der Vergütungs-tarifrunde erzielt. Das Ergebnis sieht vor:
Teilzeit entsprechend des Teilzeitfaktors angepasst.
Entfristungen
Darüber hinaus umfasst das Verhandlungspaket ein pauschales Entfristungsangebot für alle Kolleginnen und Kollegen, die vorher bei anderen Airlines des LH Konzerns beschäftigt waren und über unseren Tarifvertrag „TV Auswahl & Einstellung“ eingestellt wurden. Ab Februar 2022 kann dieses Entfristungsangebot über einen längeren Zeitraum in Anspruch genommen werden. Der verlängerte Zeitraum führt dazu, dass ehemalige Kolleginnen und Kollegen der SXD flexibel entscheiden können, ob und wann sie entfristet werden wollen, damit es zu keinen Problemen bei ihrer Abfindung kommt. Kolleg*innen, die vorher bei konzernexternen AOCs beschäftigt waren, werden nach positiver Leistungsbeurteilung entfristet.
Verhandlungsverpflichtung Dienstplanmodell
Die letzten Monate waren für uns alle anstrengend, oftmals wurde auch eine hohe Flexibilität von uns verlangt. Deshalb ist im Verhandlungsergebnis auch eine Verhandlungsverpflichtung zu einem zukunftsfähigen Dienstplanmodell vorgesehen für die der MTV nicht gekündigt werden muss.
TV Ergebnisbeteiligung
Der wenig bekannte und unbeliebte Tarifvertrag Ergebnisbeteiligung würde bei Annahme dieses Verhandlungsergebnisses auslaufen und nicht fortgesetzt.
Unsere Bewertung
Die Tarifkommission empfiehlt euch die Annahme des Verhandlungsergebnisses. Trotz weiter andauernder Krise haben wir erreicht, dass es in den nächsten Jahren zu keinem Reallohnverlust kommen wird, da die Inflation automatisch ausgeglichen wird. Darüber muss nicht verhandelt oder gestritten werden, sondern damit könnten wir heute schon planen. Zusätzlich zu diesem Ausgleich gibt es spürbare Erhöhungen bei der Mehrflugstunden-vergütung und auch eine steuerfreie, von euch stark gewünschte Corona-Prämie. Zu guter Letzt werden auch hunderte Kolleginnen und Kollegen entfristet, das gibt nicht nur ihnen eine Perspektive, sondern lässt die Eurowings deutlich nachhaltig wachsen. Das lässt zumindest vorerst das Schreckgespenst von Verlagerungen in andere AOCs wieder in der Flasche verschwinden. Unsere gemeinsamen Forderungen, die wir nun nicht durchgesetzt haben, können zu einem anderen Zeitpunkt wieder auf den Tisch gebracht werden.
Wie geht es jetzt weiter?
Die ver.di Mitglieder werden ab Anfang Januar über das Verhandlungsergebnis abstimmen. Wer mitbestimmen will und wem das Ergebnis wichtig ist, der ist oder wird ver.di Mitglied. Auch neue Mitglieder, die bis zum Startzeitpunkt der Befragung eintreten, können abstimmen. Nach positivem Ausgang der Befragung würde auch der von uns ausgehandelte TV Teilzeit vereinbart werden.
Wer hat anschließend einen Anspruch auf diese Inhalte?
Nach § 3 des Tarifvertragsgesetzes sind die Mitglieder der Tarifvertragspartei (in diesem Fall ver.di) an den Tarifvertrag gebunden und haben damit einen Rechtsanspruch auf diese Leistungen. Dies ist sicherlich eine wichtige Info für alle Kolleginnen und Kollegen, die aktuell noch befristet sind und keiner oder einer anderen Gewerkschaft angehören. Wir wissen, dass dieses Verhandlungsergebnis etwas komplizierter ist als vorherige Ergebnisse. Deshalb kommt immer gerne auf uns zu und löchert uns mit Fragen. Während andere noch fordern und bislang an keiner Stelle etwas durchsetzen konnten, haben wir nach harten Verhandlungen geliefert. Euer Rückhalt und Vertrauen in uns als Tarifkommission und in uns als Gewerkschaft hat das möglich gemacht. Lasst uns diesen geschlossenen, gemeinsamen Weg so fortsetzen, dann werden wir auch in Zukunft erfolgreich sein. Wir wünschen euch weiterhin eine besinnliche Weihnachtszeit, schöne Weihnachstage und einen guten und gesunden Start ins neue Jahr.
Kollegiale Grüße
ver.di Tarifkommission Eurowings Kabine
Sabrina Baderschneider, Dirk Berghoff, Britta Harder, Henrik Havighorst, Elisa Heine, Roman Hohn, Christina Klein, Tanja Kleinknecht, Julian Knops Michaela Lüdorf, Angelina Rybicki, Jens Schulz, Larissa Sternke, Sakine Yildiz-Bajcetic sowie Marvin Reschinsky (ver.di Verhandlungsführung)
Liebe Kolleginnen & Kollegen,
in den letzten Tagen haben sich bei uns einige Kolleg*innen gemeldet, dass sie dieses Jahr kein Weihnachtsgeld ausgezahlt bekommen haben. Es stellte sich dann heraus, dass das alles Kolleg*innen waren, die Aufhebungsverträge mit der Firma abgeschlossen haben und diejenigen, mit denen wir gesprochen haben, die das Weihnachtsgeld bekommen haben, sind ausnahmslos Kolleg*innen, die bleiben. Wir haben daher die ganz starke Vermutung, dass das System hat und möglicherweise allen Kolleg*innen mit Aufhebungsverträgen das Weihnachtsgeld vorenthalten wurde.
Sowohl unsere Tarifverträge als auch die geltende Rechtslage sind hier jedoch eindeutig!
Im §7 des VTV für den Boden als auch im §8 der beiden VTVs für die Kabine ist folgendes geregelt:
Ein abgeschlossener Aufhebungsvertrag ist kein gekündigtes Arbeitsverhältnis, daher besteht unserer Meinung nach ein eindeutiger Rechtsanspruch auf die Zahlung!
So hat es im Übrigen auch das BAG (10 AZR 186/91) höchstrichterlich festgestellt: Macht eine tarifliche Regelung den Anspruch auf eine Jahreszahlung davon abhängig, daß das Arbeitsverhältnis an einem Stichtag “ungekündigt” ist, dann steht ein vor dem Stichtag abgeschlossener Aufhebungsvertrag einer Kündigung des Arbeitsverhältnisses nicht gleich.
Wenn auch den Kolleg*innen mit Änderungskündigungen ihr Weihnachtsgeld nicht ausgezahlt worden sein sollte, dann gilt unserer Ansicht nach hier das gleiche, denn eine Änderungskündigung ist noch keine Beendigungskündigung und so lange die nicht ausgesprochen ist, ist das Arbeitsverhältnis ungekündigt.
Wenn dieses Verhalten Methode hat und allen Kolleg*innen mit abgeschlossenen Aufhebungsverträgen das Weihnachtsgeld vorenthalten wurde, dann wäre das nicht nur ein unrechtmäßiges Vorgehen des Arbeitgebers, sondern in der derzeitigen Lage auch ein absolut schäbiges und fügt sich leider in ein Gesamtbild wie bei TUI fly derzeit vom Management mit den Mitarbeitern umgegangen wird.
Das Weihnachtsfest bietet dieses Jahr nicht nur wegen der Perspektive auf Arbeitslosigkeit im nächsten Jahr für viele Kolleg*innen, die das Unternehmen verlassen müssen, wenig üppige Aussichten. Wenn ihnen dann noch das ihnen zustehende Weihnachtsgeld verwehrt bleibt ist das nach vielen Schlägen in die Magengrube in den letzten anderthalb Jahren zum Abschluss noch eins mit der Rute.
So geht’s aber nicht!
Wir haben den Arbeitgeber daher heute schriftlich aufgefordert, unverzüglich die ausstehenden Weihnachtsgelder auszuzahlen und hier für Aufklärung zu sorgen!
Wir bitten Euch daher alle zu prüfen, ob ihr im November euer Weihnachtsgeld ausgezahlt bekommen habt.
Sollte der Arbeitgeber hier nicht unverzüglich Aufklärung leisten und das ausstehende Weihnachtsgeld auszahlen, dann kann und sollte jede*r Beschäftigte innerhalb der tarifvertraglichen Ausschlussfrist von sechs Monaten seinen tariflichen Anspruch auf das Weihnachtsgeld gegenüber dem Arbeitgeber schriftlich geltend machen. Die ver.di-Mitglieder können dies selbstverständlich über den gewerkschaftlichen Rechtsschutz machen.
Wir wünschen Euch, liebe Kolleg*innen, trotz allem einen schönen zweiten Advent!
Solidarische Grüße,
Eure ver.di Tarifkommission Boden & Kabine mit Marian Drews
Uns erreichen derzeit vermehrt Anfragen zum Urlaubs-Request in den Sommermonaten für Teilzeiten, die größer als 7 Tage sind. Mit dieser Info wollen wir auf diese individuellen Anfragen eingehen.
Wir möchten an dieser Stelle festhalten, dass entgegen der uns zugetragenen Aussage, ver.di nicht für die Verteilung des Urlaubs und die Neuregelung auf der betrieblichen Seite zuständig ist. Nicht weil wir es nicht wollen, sondern weil der Gesetzgeber ein anderes Verfahren beschreibt.
Die betriebliche Ausgestaltung der Urlaubsvergabe obliegt einzig und allein den betrieblichen Sozialpartnern Personalvertretung und Geschäftsleitung. Vereinfacht gesagt sind wir als Gewerkschaft für die Anzahl der Tage durch Tarifverträge oberhalb des gesetzlichen Mindesturlaubs zuständig. Die tatsächliche Vergabe und deren Kriterien obliegt immer dem Betrieb unter Beachtung der rechtlichen Regelungen. sie müssen diskriminierungsfrei sein und soziale Gesichtspunkte berücksichtigen. Der Urlaub ist zusammenhängend zu gewähren, es sei denn, dass dringende betriebliche Gründe oder in der Person des Arbeitnehmers oder der Arbeitnehmerin liegende Gründe eine Teilung des Urlaubs erforderlich machen. In dem Fall muss einer der Urlaubsteile mindestens zwei Wochen umfassen.
Ob die Regelungen bei der Condor den rechtlichen Anforderungen entsprechen, können wir an dieser Stelle nicht abschließend bewerten, da keine eindeutige Rechtsprechung dazu vorliegt. Eine solche Bewertung wäre Sache der Arbeitsgerichtsbarkeit. Eine Arbeitnehmerin oder ein Arbeitnehmer kann einen abgelehnten Urlaubswunsch individual-rechtlich gerichtlich prüfen lassen. Dabei unterstützen unsere ver.di-Teams Beratung und Recht zusammen mit unserem DGB-Rechtsschutz.
Kann ein Urlaubswunsch, wie wohl bei den o.g. Teilzeiten, nicht in das betriebliche Request-System eingegeben werden, so empfehlen wir den / die Urlaubswünsche schriftlich an die Condor zu stellen (bitte den Zugang quittieren lassen bzw. Einschreiben mit Rückschein).
Auch ist es möglich, bei einem abgelehnten Urlaubswunsch vor dem gerichtlichen Weg das Beschwerderecht an die Personalvertretung zu nutzen.
Viele Grüße
Eure Condor-Tarifkommissionen
Boden und Kabine
NEU: Eure Tarifkommissionen Boden und Kabine sind jetzt auch direkt per Mail erreichbar. Unser Funktionspostfach findet ihr unter: tk.condor@verdi.org
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
inzwischen sind seit dem Ende unserer Befragung zum Verhandlungsstand bereits ein paar Tage vergangen. Leider sind wir aufgrund der langen, auch nächtlichen Verhandlungen bislang nicht dazu gekommen, euch das Ergebnis der Befragung mitzuteilen. Dies möchten wir nun nachholen.
In der Befragung haben sich 89,4% der Kolleginnen und Kollegen für Variante B und damit gegen das Angebot des Arbeitgebers ausgesprochen. Mit diesem eindeutigen Votum und Auftrag haben wir in den vergangenen Tagen die Verhandlungen mit Eurowings fortgesetzt. Leider gibt es noch immer kein Ergebnis, die Verhandlungen dauern weiterhin an. Beide Seiten ringen extrem hart um ein Ergebnis, der Ausgang ist zum aktuellen Zeitpunkt noch offen.
Wir sind jedoch noch nicht an dem Punkt die Verhandlungen für gescheitert zu erklären. Eine weitere Eskalation möchten auch wir vermeiden, dafür brauchen wir jedoch ein akzeptables Ergebnis mit dem wir euch überzeugt bekommen. Daran werden wir auch die nächsten Stunden wieder arbeiten. Deshalb heute mal eine kürzere Info.
Wir melden uns bei euch, sobald wir mehr sagen können. Danke, dass ihr uns auch in diesen Tagen so den Rücken stärkt!
Kollegiale Grüße
ver.di Tarifkommission Eurowings Kabine
Sabrina Baderschneider, Dirk Berghoff, Britta Harder, Henrik Havighorst, Elisa Heine, Roman Hohn, Christina Klein, Tanja Kleinknecht, Julian Knops Michaela Lüdorf, Angelina Rybicki, Jens Schulz, Larissa Sternke, Sakine Yildiz-Bajcetic sowie Marvin Reschinsky (ver.di Verhandlungsführung)
Liebe Mitglieder,
liebe Kolleginnen,
liebe Kollegen,
in den vergangenen Tagen haben wir eine Reihe von Terminen mit Lufthansa wahrgenommen, um auszuloten, wie die tarifliche Zukunft für die Lufthansa Kabine aussehen kann und um die größten Stolpersteine bei den unterschiedlichen Positionen zwischen LH und Tarifkommission identifizieren. Wie zu erwarten, wäre es der Lufthansa am liebsten gewesen, wenn wir einfach alle Tarifverträge der UFO nachzeichnen würden. Dies hätte aber bedeutet, dass wir auch alle Verschlechterungen der letzten Jahre akzeptiert hätten. Somit wäre aus Sicht des Managements Tarifeinheit und der Traum einer „heilen Welt“ nach dem BAG-Urteil geschaffen worden. So einfach ist das für uns keine Option.
Systemische Verschlechterungen sind ein Problem
Es ist z.B. kein Geheimnis, dass sich unsere Begeisterung in Grenzen hielt, als rückwirkend zu 2014 die neue Altersversorgung eingeführt wurde. Das hat zur Genüge inhaltliche Gründe, insbesondere wie damals handwerklich der Systemänderung vollzogen wurde. Unstrittig ist, dass es mit dem Wechsel Lufthansa gelang, schwindelerregende Geldsummen aus ihrer Bilanz zu streichen, die dort für unsere Altersversorgung hinterlegt waren. Wir stehen nun vor der Herausforderung, diese Auslagerung nachträglich verträglicher zu gestalten und gleichzeitig in eine neue Welt, also Tarifsystematik, einzubinden.
Auch im Bereich Vergütung und Arbeitsbedingungen, also MTV, VTV, Monitoring und Krisenbeitrag, sind in den letzten Jahren systemische Verschlechterungen etabliert worden, die wir nicht einfach so in einen Aircrew Alliance-Vertrag übernehmen wollen. Besonders schmerzhafte Punkte sind hier für uns zum Beispiel die Einführung des SMK und das Abschneiden der Gehälter auf niedrigem Niveau, den Eigenbeitrag zur Altersversorgung, der das Gehaltsniveau ab Stufe 4 wieder absenkt und die Kopplung des Tabellenwechsels an den SMP, den man in der Niedrigverdienstphase erstmal vollständig selbst finanziert.
Bitte alles kosteneutral…
Wie ein Schleier legt sich der immer wieder geäußerte Wunsch der LH, jegliche Veränderung kostenneutral zu gestalten, über die Gespräche. Ohne Zweifel hat das Management nachvollziehbar in der aktuellen Branchenlage ein großes Interesse daran, jegliche Art von Ausgaben/Kosten zu vermeiden.
So einfach wird es jedoch nicht sein. Die Belastung der Kabine steigt und gleichzeitig wurden bereits in den letzten Jahren, also vor der aktuellen Krise, durch Eingriffe in die Vergütung- und Versorgungsstrukturen an ver.di vorbei massive Kosteneinsparungen geschaffen. Deren Auswirkungen sollen wir nun kostenneutral heilen? Außerordentlich schwierig.
Nun könnt ihr Euch vorstellen, wie zäh die Gespräche verlaufen. Und so bewegen wir uns in kleinen Schritten aufeinander zu. Wir sind uns allerdings noch nicht sicher, ob das Management den Ernst der Lage schon ausreichend verstanden hat.
Zukunftssicherheit und attraktive Arbeitsplätze
Zur Familie der Lufthanseatinnen und Lufthanseaten zu gehören, ist für uns mit dem Anspruch verbunden, die Zukunftssicherheit zu erhalten, für die wir alle hart gearbeitet haben und einen Arbeitsplatz behalten zu können, der nicht künstlich unattraktiv gemacht wird. Das zu vermitteln wird uns gelingen, wenn wir noch mehr von den Kolleginnen und Kollegen unterstützt werden.
Der Neustart beginnt mit Dir
Lass uns konsequent sein und noch stärker werden.
Jedes Mitglied zählt. Der Neustart beginnt mit Dir!
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
nach unserem erfolgreichen Streik vom Freitag mit über 90% Beteiligung hat heute die nächste Verhandlungsrunde mit Eurowings stattgefunden. Weiterhin schließt die Arbeitgeberseite ein Angebot zu unseren Forderungen aus und ist uns nicht entgegengekommen. An dieser Stelle wiederholen wir nicht erneut unsere Argumentation zur Befürwortung unserer Forderungen oder die Argumentation des Arbeitgebers gegen die Forderungen. Diese konntet ihr den Veröffentlichungen der letzten Tage und Wochen entnehmen.
Der Arbeitgeber präsentierte ein neues Angebot:
Die Arbeitgeberseite zeigte Bereitschaft, auch über ähnliche Modelle zu verhandeln, wenn diese an entsprechende Kriterien (Unternehmenserfolg, Produktivität, Blockstunden, etc.) geknüpft werden. Einen Abschluss mit Garantie auf eine jetzt zu vereinbarende Forderung, wie z.B. eine Tabellenerhöhung oder eine 4-Leg-Zulage im nächsten Jahr, lehnt Eurowings jedoch vehement ab.
Deshalb sehen wir nun nur noch zwei Möglichkeiten:
Variante A: Wir nehmen das vorgestellte oder ein ähnliches Angebot an. Unsere Forderungen werden damit jedoch nicht erfüllt.
Variante B: Wir lehnen das Angebot ab und bestehen weiterhin auf unsere Forderungen bzw. Teile daraus. Bei einer Ablehnung können wir uns jedoch auf eine harte, längere Auseinandersetzung einstellen. Dabei reicht es möglicherweise nicht aus nur ein, zwei weitere Streiks durchzuführen. Für diese Variante braucht es einen großen Rückhalt und ein gutes Durchhaltevermögen von uns allen. Wir müssen uns dabei auf euch verlassen können, dass ihr auch weitere Streiks voll und ganz unterstützt. Um die weitere Richtung auszuloten, brauchen wir nun deine Rückmeldung. Welche Variante bevorzugst du? Variante A oder Variante B?
Sende deine Rückmeldung mit deinem Namen bis spätestens Mittwochabend 20 Uhr an marvin.reschinsky@verdi.de oder 0175-9722674.
Wir werden euch informieren, sobald es Neuigkeiten gibt.
Kollegiale Grüße
ver.di Tarifkommission Eurowings Kabine
Sabrina Baderschneider, Dirk Berghoff, Britta Harder, Henrik Havighorst, Elisa Heine, Roman Hohn, Christina Klein, Tanja Kleinknecht, Julian Knops Michaela Lüdorf, Angelina Rybicki, Jens Schulz, Larissa Sternke, Sakine Yildiz-Bajcetic sowie Marvin Reschinsky (ver.di Verhandlungsführung)
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
nach der ersten Verhandlung ohne Angebot des Arbeitgebers und der Absage des Verhandlungstermins seitens Eurowings in der letzten Woche, wurde für die heutigen Verhandlungen ein Angebot angekündigt.
Eurowings machte trotz aktuellem Gewinnkurs und weiteren hunderten Neueinstellungen in diesem Winter, die heute nochmals bestätigt wurden, dennoch kein Angebot zu unseren Forderungen. Auch eine finanzielle Aufwertung in mehreren, kleineren Schritten oder zu einem späteren Zeitpunkt wurden nicht in Betracht gezogen. Positive, für uns als Belegschaft sichere Erhöhungen sind – trotz Gewinn – bis Ende 2022 für Eurowings nicht vorstellbar. Das wären bei steigender Inflation 36 Nullmonate! Ein Schlag ins Gesicht und kein Zeichen der Wertschätzung an uns als Belegschaft, zumal viele bereits schon wieder weit in den MFS geplant werden. Mehr als 100 Stunden Block sind da keine Ausnahme!
Auch eine verlässliche finanzielle Bewertung unserer Forderungen konnte oder wollte Eurowings noch immer nicht erstellen. Wir erinnern uns: Die letzte Verhandlung wurde abgesagt, weil Eurowings diese Kalkulation noch erstellen wollte. Auch heute keine Bewertung vorliegen zu haben, lässt uns doch stark zweifeln, ob Eurowings uns als Kabine überhaupt ernstnimmt und uns auf Augenhöhe begegnet.
Eurowings präsentierte dann ihr eigenes Angebot als Alternative zu unseren Forderungen:
Beteiligung am Unternehmenserfolg, sofern vorhanden, in 2022
➤ bei 50 Millionen Gewinn 400 Euro (brutto) Einmalzahlung bei Vollzeit
➤ bei 100 Millionen Gewinn 800 Euro (brutto) Einmalzahlung bei Vollzeit
➤ Auszahlung in 2023
➤ weitere Zahlungen durch Produktivitätssteigerung
➤ Laufzeit des ansonsten unveränderten Vergütungstarifvertrages bis 31.12.2022
Wir haben Eurowings klar vermittelt, dass dieses Angebot keine Verhandlungsgrundlage für uns darstellt und auch nicht unsere Leistung in den vergangenen und den kommenden Monaten widerspiegelt, denn…
…keine unserer Forderungen wird berücksichtigt oder ansatzweise erfüllt.
…wir können den Unternehmenserfolg nur begrenzt beeinflussen. Das haben Projekte, wie die EW Langstrecke, die Millionen verschlungen haben, gezeigt. Auf solche
Managemententscheidungen, die zu Verlusten in den letzten Jahren führten, haben wir als Kabine keinen Einfluss.
…eine Einmalzahlung verpufft schnell. Sie hat keinen nachhaltigen Effekt und gibt keine positive Perspektive. Unsere Kosten steigen dennoch monatlich und haben durch die Nullmonate seit Januar 2020 bereits zu einem Reallohnverlust bei uns geführt.
…wir können uns keine Eingriffe in den MTV, die die Produktivität steigern würden, vorstellen. Durch die aktuellen Dienstpläne sind bereits viele am Limit oder schon darüber hinaus. Weitere Produktivitätssteigerungen auf unseren Schultern können wir nicht verkraften.
…die Höhe des Angebotes ist in Anbetracht unserer tagtäglichen Leistung zu gering. Bei einem Gewinn von 100 Millionen Euro möchte der Arbeitgeber lediglich 2-3% davon an die Belegschaft zurückgeben.
…während hunderte günstige Initials in den nächsten Wochen eingestellt werden sollen und unsere neuen Kolleginnen und Kollegen nach einiger Zeit ersetzen könnten, gibt es für unsere Kolleginnen und Kollegen der GWI, SXD und SN DUS keine sichere Perspektive.
Auch unsere eindringlichen Ausführungen, wie dieses Angebot bei uns in der Belegschaft ankommen wird, und welche Auswirkungen damit auf Eurowings zukommen werden, brachten die Arbeitgeberseite nicht zum Umdenken.
Wir haben eindringlich darauf gepocht, dass der Arbeitgeber nochmals in sich geht und wir zeitnah unsere Verhandlungen mit einem Angebot zu unseren Forderungen fortsetzen. Ob es dazu kommt, berät Eurowings nun intern.
Wir werden auch jetzt nicht aufgeben für die 4-Leg-Zulage, die finanzielle Aufwertungs-perspektive unserer Jobs und für eine Perspektive der neuen Kolleginnen und Kollegen zu kämpfen. Dabei brauchen wir all eure Unterstützung, um das hinzubekommen.
Wir halten euch, wie immer, auf dem Laufenden.
Kollegiale Grüße
ver.di Tarifkommission Eurowings Kabine
Sabrina Baderschneider, Dirk Berghoff, Britta Harder, Henrik Havighorst, Elisa Heine, Roman Hohn, Christina Klein, Tanja Kleinknecht, Julian Knops Michaela Lüdorf, Angelina Rybicki, Jens Schulz, Larissa Sternke, Sakine Yildiz-Bajcetic sowie Marvin Reschinsky (ver.di Verhandlungsführung)