BOX: Was steht in den neuen Tarifverträgen?

BOX: Was steht in den neuen Tarifverträgen?

20.10.2022 Eilmeldung

Liebe Mitglieder,

liebe Kolleginnen,

liebe Kollegen,

nach Ablauf der Erklärungsfrist möchten wir euch gerne über einzelne Inhalte der neuen, erstmaligen, Tarifverträge informieren.

Manteltarifvertrag MTV:

Unser Ziel war die Zusammenführung der jetzigen Rahmenverträge 1.6 und 1.7 mit deutlichen Verbesserungen. Folgende Punkte wurden umgesetzt:

 Schaffung einer einheitlichen vertraglichen Struktur für alle Mitarbeiter

 Dienstplanstabilität: mindestens 8 und bis zu 10 GDO pro Monat in Abhängigkeit von der Betriebszugehörigkeit (9 GDO nach acht und 10 GDO nach dreizehn Beschäftigungsjahren, Umsetzung zum 1.4.2023)

 Ab dem 01.66.2024 können bis zu zwei 4-GDO Blöcke requestet werden; auch zusammenhängend und monatsübergreifend

 Klare Regelungen zu Dienstplan-änderungen und dienstliche Erreichbarkeit mit dienstlichem Handy für alle

 zwei pauschale Diensttage für z.B. Pelesys Schulungen

 nach fünf Jahren Betriebs-zugehörigkeit 41 Urlaubstage und ab zehn Jahren Betriebszugehörigkeit 42 Urlaubstage

 Berücksichtigung der Zulagen bei der Urlaubsvergütung (Durchschnitt der vorangegangenen drei Monate)

 eine zusätzliche Urlaubsperiode H5 ab Urlaubsjahr 2024

 jeweils ein geplanter GDO vor und nach jeder Urlaubsperiode auch schon für 2023

 Einführung Anspruch Sonder-urlaubstage

 Festschreibung der Krankheits-vergütung von bis zu sechs Monaten und Berücksichtigung der Zulagen und DDC´s

Der MTV hat eine Laufzeit bis zum 31.12.2025

Vergütungstarifvertag VTV:

Unser Ziel war hier eine signifikante Ver-besserung der Einkommensstruktur im Bereich FO/SFO und eine Anpassung aller Einkommensgruppen an die derzeit steigenden Lebenshaltungskosten. Das hier haben wir erzielen können:

 Schaffung einer einheitlichen und transparenten Struktur für alle Pilotinnen und Piloten

 Schaffung einer neuen Vergütungsstruktur mit eigenständiger SFO Tabelle

 Umwandlung des variablen Jahresbonus in die Monatsgrund-vergütung

 zusätzliche signifikante Erhöhung der Vergütung der FOs zwischen 13,8% und 24,6% in zwei Schritten zum 1.10.2022 und 1.4.2023

 zusätzliche signifikante Erhöhung der Vergütung der SFOs zwischen 11,6% und 20,7% in zwei Schritten zum 1.10.2022 und 1.4.2023

 zusätzliche Erhöhung der Vergütung der CPT um 8,5% in zwei Schritten zum 1.10.2022 und 1.4.2023

 Wegfall der Type-Rating-Kosten

 einheitliche Vergütung bzw. Regelung für einen Einsatz aus der Freizeit

 Festschreibung der zusätzlichen Schichtzulage von 20% der Monatsgrundvergütung

Der VTV hat eine Laufzeit bis zum 31.12.2023.

Alterssicherung:

Unser Ziel war hier die erstmalige Etablierung einer betrieblichen Altersversorgung und Übergangs-versorgung. Hierzu wurde eine grundsätzliche Übereinkunft erzielt:

Dafür konnte ein arbeitgeberseitiges Volumen in Höhe von insgesamt 3% bezogen auf das Bruttogrundgehalt inkl. Schichtzulage und eine arbeitnehmerseitige Beteiligung in Höhe von 1,5% vereinbart werden.

Die strukturelle und tarifvertragliche Ausgestaltung wird in den nächsten Monaten unter Hinzuziehung von Experten erfolgen. Dieses sehr komplexe Thema bedarf noch genauerer Betrachtung um ein gutes Ergebnis zu erzielen. .

Was noch zu sagen ist…:

Liebe Mitglieder, liebe Kolleginnen und Kollegen,

mit dem dargestellten Tarifpaket haben wir den erstmaligen Abschluss von Tarifverträgen für uns im Cockpit der AeroLogic erreicht. Dabei konnten wir – in nicht immer einfachen – jedoch stets konstruktiven – Verhandlungen, deutliche Verbesserungen für unsere Arbeits- und Einkommensbedingungen erzielen. Tarifverträge schützen und nützen! Wir haben eine gute Basis für die Zukunft geschaffen. Am 28. Oktober wollen wir mit der Arbeitgeberseite den letzten redaktionellen „Feinschliff“ von MTV und VTV besprechen, damit wir euch diese Tarifverträge in Gänze inkl. der zugehörigen Vergütungstabellen und aller Tarifvertragstexte vorstellen können.

Für die tarifvertragliche Ausgestaltung der Alterssicherung haben wir bereits zwei weitere Termine im November vereinbart.

Durch die kurze Laufzeit bei der Vergütung und der Alterssicherung können wir gemeinsam schon Ende des kommenden Jahres in neue Verhandlungen starten. Das ist besonders bei der anhaltenden hohen Inflation besonders wichtig. Außerdem haben wir uns mit der Arbeitgeberseite darauf verständigt, dass wir im kommenden Jahr Tarifverhandlungen zum Themenblock Teilzeit aufnehmen um die Möglichkeiten der Lebensgestaltung noch besser regeln zu können.

Der Anfang ist gemacht – und aus unserer Sicht gelungen. Wir danken für Euer Vertrauen und setzen auf Eure weitere Unterstützung!

Viele Grüße

Eure Aerologic TK-Cockpit

Rudolf Bronheim, Sven Hannemann,

Sven Weigelt und Holger Rößler (ver.di)

EWG: Starke Kritik an Eurowings Personalpolitik

EWG: Starke Kritik an Eurowings Personalpolitik

15.09.2022 Eilmeldung

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

auf den vergangenen Personalversammlungen der Kabine verkündete die Arbeitgeberseite in Zukunft Personal für die Eurowings GmbH im Ausland rekrutieren zu wollen. Deutschkenntnisse sollen dabei nicht mehr als Voraussetzung gelten.

Mit Blick auf andere Mitbewerber, die einen ähnlichen Weg gegangen sind, sehen wir durch dieses Vorhaben tarifierte Arbeitsbedingungen in Kabine und Cockpit langfristig bedroht. Deswegen positioniert sich ver.di klar gegen diesen einseitigen Vorstoß der Arbeitgeberseite, der weder mit den Tarifpartnern, noch mit den betrieblichen Mitbestimmungsgremien abgesprochen ist.

Möchte sich Eurowings damit ein Beispiel an Ryanair und Co. nehmen? Konkurrierende Airlines auf dem europäischen Markt haben diese Praxis bereits für sich entdeckt und perfektioniert: Gezielt wird in krisengebeutelten Ländern mit einer hohen Jugendarbeitslosigkeit nach Menschen gesucht, die in ihrer Heimat oftmals kaum noch Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt geboten bekommen. Diese missliche Situation wird im Anschluss von den Airlines (aus-)genutzt, um genau dort neue Beschäftigte für ihre Basen in wirtschaftlich stärkeren Ländern zu rekrutieren und sie zu meist prekären Bedingungen einzustellen und Tarifverträge im Anschluss mithilfe von Leiharbeitsunternehmen zu unterlaufen.

Die Folge dessen ist ein Druckaufbau auf die „teurere“, meist ältere Bestandsbelegschaft, die zu tarifierten, besseren Arbeitsbedingungen angestellt ist. Die Durchsetzbarkeit von guten Arbeitsbedingungen in Tarifverträgen bröckelt und eine Spirale der Abwertungen und Absenkungen wird ausgelöst, denn die neu rekrutierten Kolleginnen und Kollegen sind aufgrund ihrer misslichen und abhängigen Situation oftmals nicht in der Lage gegen schlechte Bedingungen zu protestieren.

Das werden wir nicht akzeptieren und deshalb gilt es diesen möglichen Prozess bereits im Anfangsstadium zu kritisieren und zu stoppen.

Doch selbst, wenn die beschriebene Situation nicht die Intention der aktuellen Geschäftsführung ist, dann wäre durch die neuen Voraussetzungen zukünftigen Akteuren auf Arbeitgeberseite Tür und Tor dafür geöffnet.

Viele andere Punkte sprechen aus unserer Sicht gegen die Rekrutierung im Ausland:

– Die Arbeitssprache würde sich ändern. Dies hätte Auswirkungen auf Arbeitsprozesse an Bord, beim Briefing und auf die Zusammenarbeit und das soziale Miteinander der Crews.

– Trainings müssten grundsätzlich verändert werden und an Trainer würden deutlich höhere Erwartungen gestellt werden. Wir halten es auch aus Sicherheitsaspekten weiterhin für richtig, wenn Trainings in der Muttersprache der mehrheitlich deutschsprechenden Crews stattfinden.

– An unterschiedlichsten Stellen würde es durch diese Veränderung zu einer Mehrbelastung für Beschäftigte kommen. Lediglich Purser müssten künftig die deutsche Sprache beherrschen. Der überwiegende Teil unserer Passagiere möchte und wird auch in Zukunft an Bord mit uns deutsch sprechen wollen. Wenn im ungünstigsten Fall alle FBs an Bord nur Englisch sprechen, dann werden allein Purser die Kommunikation und Betreuung der Passagiere übernehmen müssen.

– Wir sehen darin jedoch auch einen Qualitätsverlust unseres Produktes ggü. unseren Passagieren. Sie erwarten von der Marke Eurowings deutschsprechendes Personal, mit dem sie barrierefrei kommunizieren können. Dadurch heben wir uns von Wettbewerbern wie Ryanair und ähnlichen ab. Ein starkes Argument für Eurowings. An dieser Stelle befürchten wir auch wirtschaftliche Auswirkungen aufgrund dieser Entscheidung.

Als ver.di stehen wir für eine starke und selbstbewusste Eurowings GmbH im Lufthansa Konzern. Das haben wir mit unseren Tarifkommissionen bereits in der Vergangenheit bewiesen als andere Gewerkschaften ein Wachstum bei EWG aufgrund ihrer Konzernpolitik zulasten hunderter Kolleginnen und Kollegen aus Cockpit und Kabine verhindern wollten. Ohne unser klares Bekenntnis zur starken EWG im Konzern und der daraus abgeleiteten Tarifarbeit und -Abschlüssen hätten viele Kolleginnen und Kollegen aus Cockpit und Kabine, z.B. aus der Air Berlin, keine berufliche Perspektive in der Eurowings gefunden.

Auch diese Herausforderung und damit die Absicherung von tarifierten Arbeitsplätzen in Deutschland können wir als Kabine und Cockpit nur gemeinsam bewältigen. Die Antworten auf mangelnde Bewerberzahlen in Deutschland können nur tariflich durch bessere und attraktive Vergütungs- und Arbeitsbedingungen geschaffen werden. Dann wird ein Personalwachstum mit neuen sowie berufserfahrenen Kolleginnen und Kollegen vom lokalen Arbeitsmarkt möglich sein. Lasst uns dafür solidarisch zusammenstehen und aktiv werden. Wir informieren in Kürze zu unserem weiteren Vorgehen diesbezüglich.

Da wir u.a. solche strategischen Ausrichtungen der Unternehmensführung im Sinne der Beschäftigten wirtschaftlich kompetent hinterfragen möchten, treten wir als Gewerkschaft mit einem geschulten Team aus dem Luftverkehr bei der Aufsichtsratswahl als „ver.di“-Liste an. Daneben können wir euch die betriebliche Arbeitnehmerliste „Kabine & Cockpit ver.eint!“ ans Herz legen, die die gleichen Ziele verfolgt.

Wir wollen die Belegschaften der Kabine und des Cockpits der Eurowings mit ihren Interessen im Aufsichtsrat in den Mittelpunkt stellen. Keine Konzernpolitik zulasten unserer EWG, sondern gemeinsames Eintreten für eine starke, selbstbewusste Eurowings. Diese Haltung ist wählbar. Wir freuen uns, wenn du uns bei der Aufsichtsratswahl mit deiner Stimme unterstützt.

DLH: Solidarität mit den streikenden Pilotinnen und Piloten bei Lufthansa und Lufthansa Cargo 

DLH: Solidarität mit den streikenden Pilotinnen und Piloten bei Lufthansa und Lufthansa Cargo 

02.09.2022 Eilmeldung

Liebe Kolleginnen und Kollegen des Flight Decks der Lufthansa und Lufthansa Cargo,

liebe Kolleginnen und Kollegen der Vereinigung Cockpit,

lieber Stefan,

die ver.di-Bundesfachgruppe Luftverkehr und Maritime Wirtschaft und die Aircrew Alliance senden Euch unsere Solidarität für den heutigen Streik. Es ist wichtig, dass Ihr dieses Zeichen setzt und mit Eurem Ausstand der Lufthansa-Geschäftsführung signalisiert, dass der Umgang mit Euch und den Anliegen der Pilotinnen und Piloten nicht haltbar ist. Die VC hat alles getan, um Eure Anliegen am Verhandlungstisch zu klären. – Zur Klärung nicht bereit war die Lufthansa. Für diesen Streik trägt die Lufthansa deshalb die alleinige Verantwortung.

In diesen Zeiten ist es besonders wichtig, dass wir gemeinsam für jede und jeden einzelnen Beschäftigten einstehen. Wir wünschen Euch viel Kraft und Durchhaltevermögen für die kommenden Verhandlungen und ggf. weitere Arbeitskämpfe. Wir fordern gleichzeitig die Lufthansa Geschäftsführung auf, Euch ein verhandlungsfähiges und vernünftiges Angebot vorzulegen sowie von der Verzögerungstaktik und der Geringschätzung die sie den Beschäftigten entgegenbringt Abstand zu nehmen.

 

Solidarische Grüße

Christine Behle

stellvertretende ver.di-Vorsitzende – Bundesfachbereichsleiterin Öffentliche und private Dienstleistungen, Sozialversicherungen und Verkehr

Dennis Dacke

Gewerkschaftssekretär der Aircrew Alliance

TUI Tarifverhandlungen aufgenommen – ver.di TKen beraten Forderungen und weiteres Vorgehen

TUI Tarifverhandlungen aufgenommen – ver.di TKen beraten Forderungen und weiteres Vorgehen

22.07.2022 Eilmeldung

am 4. Juli 2022 haben in Hannover Tarifverhandlungen zu dem Thema Altersteilzeit begonnen. In den Verhandlungen zu der Krisenvereinbarung Anfang 2021 hatten wir eine Fortführung der Altersteilzeitregelungen gemäß den Tarifverträgen für Kabine und Boden bei der TUI Fly gefordert. Die entsprechenden Tarifverträge sind bereits Ende 2020 ausgelaufen und nicht mehr verlängert worden. Damals wurden diese Forderungen von TUI Fly abgelehnt.

Über den Konzernbetriebsrat der TUI AG konnten jetzt neue Regelungen zur Altersteilzeit erreicht werden. Da diese Regelungen bei der TUI Fly in Tarifverträgen vereinbart waren sind wir jetzt wieder in Verhandlungen.

Schon bei Beginn der Verhandlungen wurde deutlich, dass der Arbeitgeber kaum dazu bereit ist, von der Rahmenvereinbarung im Konzern abzuweichen. Zu den notwendigen spezifischen Tarifregelungen für die TUI Fly gehört für uns zunächst der Anspruch der einzelnen Kolleg*innen auf Altersteilzeit. Nach Arbeitgebersicht soll dieser sich nach dem Prinzip der „doppelten Freiwilligkeit“ richten, d.h. das Unternehmen kann einseitig und ohne Begründung – damit willkürlich – Anträge auf Altersteilzeit ablehnen. Dieser Arbeitgeberwillkür werden wir in einem Tarifvertrag nicht zustimmen.

Auch die Frage der Berechnungsgrundlagen für das Altersteilzeitentgelt muss bei der TUI Fly anders geregelt werden. Hier geht es insbesondere um die variablen Zulagen und Zuschläge, die in der Kabine im Jahresverlauf bis zu 50, am Boden bis zu 30 Prozent der Monatsvergütung betragen können. Dazu gehören zum Beispiel die Vergütung von Mehrflugstunden oder die Schichtzulagen am Boden. Altersteilzeit müssen sich die Kolleg*innen auch leisten können ohne Altersarmut zu riskieren.

Zu beiden strittigen Themen hatten die ausgelaufenen Tarifverträge praktikable Regelungen, die so fortgeführt werden können.

Darüber hinaus beinhaltete der in der Kabine ausgelaufene Tarifvertrag weitere Angebote auch für jüngere Beschäftigte. Dazu gehörten zum Beispiel Ausbildungs- und Studienzuschüsse. Auch diese wollen wir für die Kabine – und künftig dann auch am Boden – weiterführen.

Insbesondere die Altersteilzeit hilft bei der Entlastung der älteren Kolleg*innen und gibt diesen eine vorzeitige Ausstiegsperspektive. Entlastung die angesichts der großen Belastung aller Beschäftigten bei der TUI Fly dringend geboten ist.

Aber auch die anhaltend hohe Inflation belastet uns Alle zunehmend. Angesichts eines „Einfrierens“ der Vergütungen im Rahmen der Krisenvereinbarung bis 2024 (Kabine) ist es für Viele kaum vorstellbar, wie Gasrechnungen, Tanken und insgesamt der Lebensunterhalt bestritten werden können. Die Auszahlung einer Corona-Prämie Anfang dies Jahres war dabei allerhöchstens ein „sehr kleiner Tropfen auf einem sehr heißen Stein“.

Auch wenn wir – anders als bei den Themen Altersteilzeit, Ausbildungs- und Studienzuschüsse – zur Vergütung nicht streiken dürfen (sogenannte „Friedenspflicht“) werden wir das Thema in den Verhandlungen aufgreifen. Andere Unternehmen haben aktuell gleichfalls bei laufenden Vergütungstarifverträgen einer Anhebung der Vergütungen zugestimmt und – zumindest teilweise – einen Inflationsausgleich gewährt. Dazu gehören zum Beispiel Fraground, Gate Gourmet oder die Condor.

Wir erwarten die Fortsetzung der Verhandlungen in den nächsten Wochen und werden weiter berichten.

Eure

ver.di Tarifkommissionen

TUI Fly Boden & Kabine

BOX Substantielle Fortschritte in den Tarifverhandlungen

BOX Substantielle Fortschritte in den Tarifverhandlungen

15.07.2022 Eilmeldung

wir haben unsere Tarifverhandlungen am 12. und 13. Juli fortgesetzt. Wir konnten in den Verhandlungen substantielle Fortschritte erzielen.

Über die Regelungen in einem Manteltarifvertrag, wie zum Beispiel zu Urlaub, Sonderurlaub, freien Tage, Entgelt-fortzahlung, konnten wir eine grundsätzliche Einigung erzielen. Diese Einigung wird jetzt redaktionell ausgearbeitet. Diese redaktionelle Arbeit wird im September erledigt sein. Anschließend werden wir euch umfangreich und detailliert informieren.

Darüber hinaus sind wir vertieft in die Gespräche zu einem künftigen Vergütungstarifvertrag und insbesondere dessen Tabellenstruktur für unser bestehendes Einsatztagemodell eingestiegen. In diesem Themengebiet haben wir die wesentlichen Eckpunkte dazu besprochen. Auch hier folgen die Details zeitnah.

Demnächst werden wir, so wie vereinbart, auch in die Gespräche über die Alterssicherung einsteigen.

Die nächsten Verhandlungstermine sind für den September festgelegt.

Viele Grüße

Eure Aerologic TK-Cockpit

DHA: Update bargaining committee and next steps

DHA: Update bargaining committee and next steps

28.05.2022 Eilmeldung

Dear Colleagues,

We would like to give you an update regarding of our actual situation.

After few months working behind the scenes, setting up the legal aspects to create a new union in this new company, here comes the time to notify the DHA management that ver.di is representing the trade union interests of its members and ask for an initial meeting together with your former CC representatives.

In the meantime, we are also preparing the set up for the election of a so-called “ver.di Tarifkommission” (Bargaining committee)

In order to be prepared for future negotiations. The union bargaining committee has the following tasks:

  • establishment of claims for collective bargaining
  • negotiating collective agreements
  • acceptance or rejection of negotiation results
  • declaring the failure of negotiations
  • cancellation of existing collective agreements
  • application for industrial action measures to the ver.di Federal Executive Board
  • Conclusion of collective agreements

The bargaining committee will elected by all ver.di-members only.

As already mentioned in our March update, there is a dual system of corporate advocacy in Germany. A bargaining committee does not replace a Works Council that is responsible for the „daily things“ and has enshrined co-determination rights. The establishment of a Works Council should then be the logical further step.

As you know, this is the time we need to be united in order to maintain what we brought from our past and change the rest for good. The stronger we are, the more we can achieve together! So, if you would like to join ver.di, becoming a member is very easy, have a look at our page translated in many languages!

Best regards

Elisabetta Nobili, Pieter Deridder and Holger Rößler (ver.di)

EZY: shame on you!

EZY: shame on you!

25.05.2022 Eilmeldung

Your way is wrong #easyjet

As a crew, we do our good and important work every day. We ensure security and profit. We went through the Corona crisis with the company. Are we supposed to be bleeding out again? Shame on you! Be ashamed of the announcement that you want to terminate up to 275 colleagues. Be ashamed of further reducing our base at BER. Shame on you for treating your loyal employees like that.

We demand a rethink! We have fully booked aircraft. We have good booking numbers. We want a future with the company – and not be sacrificed for the company to save on fees.

Download our Poster: https://verkehr.verdi.de/++file++5f64dbf88048a8d50b42813d/download/Plakate.zip

#generationnotsoeasyjet

CFG: gemeinsamer Brief von UFO, VC und ver.di

Demonstrant mit Plakat Aufschrift "Mayday"

CFG: gemeinsamer Brief von UFO, VC und ver.di

25.05.2022 Eilmeldung

Gemeinsamer Brief der Gewerkschaften UFO, Vereinigung Cockpit und ver.di

Sehr geehrter Herr Teckentrup,

Sehr geehrter Herr Hundt,

Sehr geehrter Herr Schmitt,

Sehr geehrte Frau Weißmüller,

wenn Ihnen alle drei im Betrieb vertretenen Gewerkschaften in einem gemeinsamen Brief schreiben, ist Ihnen der Ernst der Lage sicherlich schon auf Grundlage des Formates bewusst.

Wir als Condor-Beschäftigte sind Leid gewohnt. Wir sind auch große Belastungen gewohnt. Wir waren bisher auch immer bereit zum Wohle der Firma und zum Erhalt unserer Arbeitsplätze viel zu investieren. Diesen Invest haben wir auf unser Vertrauen in die Firma gestützt. Im Gegenzug erwarten wir einen Umgang mit uns, der im Einklang mit unseren tariflichen und betrieblichen Mindeststandards steht. Wir erwarten, dass die Geschäftsleitung stets tarifkonform und stets nach unseren Betriebsvereinbarungen handelt. Alles andere ist nicht hinnehmbar.

Leider erleben wir derzeit bereichsübergreifend genau das Gegenteil. Die krisenangepassten Tarifvertragsreglungen von allen Gewerkschaften ermöglichen es der Condor uns als Crews – egal ob im Cockpit oder der Kabine erhöht und flexibler einzusetzen. Das dies für eine erhöhte Belastung sorgt ist selbsterklärend. – Das ist auch in der Geschichte mit TC Insolvenz, gescheitertem PGL Verkauf und Corona unser schmerzliches, aber zugleich auch wertschätzendes Zugeständnis an unsere Condor. Was wir der Condor nicht zugestehen ist all das, was darüber hinaus auf uns regelrecht einprasselt. Tägliche operative Veränderungen seitens der Firma, augenscheinliche Brüche von tariflichen oder betrieblichen Standards und die damit leider oft einhergehende Nichtkommunikation sind unhaltbar und verärgern uns.

Der Sommer wird der wichtigste in der Geschichte unserer Condor – das ist uns allen bewusst. Nichtsdestotrotz sind wir in der Kabine, Flight Deck aber auch in OPS und Technik diejenigen die diesen Sommer gemeinsam stemmen müssen. Dafür brauchen wir Ihre Zusage, dass Sie sich an das halten, was die Gewerkschaften und die Personalvertretung mit Ihnen vereinbart haben.

Wir halten uns an unsere Regelungen, Abläufe und gesetzlichen Vorschriften. Wir erwarten dies auch von unserer Arbeitgeberin. Wir erwarten zeitgleich kein sprichwörtliches Katz- und Maus-Spiel im Einsatz oder kreative Auslegungen der Mindeststandards. Sie tragen Verantwortung für jede und jeden einzelnen von uns. Die Herren Teckentrup, Hundt, Schmitt und Frau Weißmüller – nehmen Sie diese Verantwortung ernst.

Der Sommer wird hart, dass zeigt sich jetzt schon in personalmangelbedingten Annullierungen und der Masse an Flugstunden die sich anhäufen. Viele von uns stehen schon jetzt an der individuellen Belastungsgrenze. Das sorgt nicht nur für Frust, sondern auch für Wut und Unmut von vielen. Das kann nicht das Ziel von Condor sein. Die Fatigue-Reporte der letzten Monate sprechen hier exemplarische Bände.

Wir erleben Kolleginnen und Kollegen die in Tränen ausbrechen, Bange haben zu verschlafen, oder ihrer Familie bzw. ihren Kindern nicht mehr gerecht zu werden. Wir erleben, dass viele regelrechte Furcht haben, durch AOGs irgendwo zu stranden. Auch das kann nicht das Ziel von Condor sein.

Wir erleben Angst-Situationen, beispielsweise wegen der Aufhebung der Freiwilligkeit bei China und ISU-OPS. Wir lesen täglich Nachrichten von Kolleginnen und Kollegen die Angst haben Flüge durchzuführen – Kolleginnen und Kollegen die die Belastung regelrecht auffrisst. Kolleginnen und Kollegen die nichtsdestotrotz ihren Dienst tun und für die Firma alles geben. Doch wie lange noch? Was glauben Sie wie lange diese Kolleginnen und Kollegen das noch aushalten? Was wird Condor tun, wenn wir mit noch größeren Krankheitsquoten konfrontiert werden? Wollen Sie dann „den Rest“ noch mehr belasten, bis auch diese Menschen ausbrennen? Wir nehmen im Moment war, dass diese Missstände ausgesessen werden. Auch das ist untragbar.

Kolleginnen und Kollegen der Kabine verstehen beispielsweise nicht, warum Arbeitsabläufe beinahe täglich umgestellt und oftmals kleinteiliger werden. Oder auch die desaströsen Testläufe der reservierbaren Overhead Compartments. Unsere Kolleginnen und Kollegen aus dem Cockpit verstehen u.a. nicht mehr warum immer mehr Zusatzarbeiten ohne Arbeitszeiterfassung erledigt werden müssen. Unglaublich viele Amendments und eine sicherheitsrelevante Informationsflut ohne klare Struktur entnervt selbst Piloten.

Zusammengefasst kann dieser wichtige Sommer nur gelingen, wenn sich alle an die Spielregeln halten und keiner beginnt Regeln zu dehnen, auszusetzen oder mit Druck auf eine Freiwilligkeit zu pochen. Wir sind gegenseitig voneinander abhängig, wir haben das gleiche Ziel, wir haben gemeinsame Spielregeln – lassen Sie uns nach diesen Spielregeln spielen.

Nur gemeinsam werden wir in eine erfolgreiche Zukunft blicken können. Nur gemeinsam werden wir das Ruder herumreißen. Nur gemeinsam werden wir unsere Condor voranbringen. Wir haben ein gemeinsames Ziel, lassen Sie uns gemeinsam und fair dieses Ziel erreichen.

Wir erwarten Ihre zeitnahe Antwort.

Unterschiften

Anja Bronstert – stv. Vorsitzende UFO

Stefan Herth – Präsident der VC

Holger Rößler – Gewerkschaftssekretär ver.di

CFG: EQH, LSW – oder wie die Condor der Kabine den Mathe-Unterricht ins Arbeitsleben bringt

CFG: EQH, LSW – oder wie die Condor der Kabine den Mathe-Unterricht ins Arbeitsleben bringt

28.04.2022 Eilmeldung

wir haben uns erneut mit dem Arbeitgeber zum Thema „Umrechnung von EQH in LSW“ ausgetauscht und möchten Euch heute die abgestimmten Werte für die hinterlegten LSW mitteilen.

Vorab noch einmal die Erinnerung, dass die LSW-Flugstunden in den heutigen Dienstplänen weder über das OPS-PORTAL, noch über CUBE gepflegt werden. Daher ist derzeit leider jede und jeder selbst verantwortlich, seine bzw. ihre individuellen Werte zu ermitteln. Das ist nicht schön, aber leider noch immer nicht anders darstellbar. Unbürokratische Lösungen konnten trotz unseres steten Nachbohrens noch nicht umgesetzt werden. Um sicherzustellen, dass die höchstmögliche Flugstundengrenze nicht überschritten wird. Condor kann euch bitten, diese Grenze zu überschreiten, dies beruht jedoch auf Freiwilligkeit und kann ausschließlich individuell geregelt werden. Wir raten auch grundsätzlich davon ab, noch mehr freiwillig zu arbeiten.

Nun nochmal zu den Details: In einem Monat mit 31 Kalendertagen beträgt die max. monatliche Flugzeit 98 LSW Stunden. In einem Monat mit 30 oder weniger Kalendertagen beträgt die max. monatliche Flugzeit 95 LSW Stunden.

Grundsätzlich werden die LSW für alle Management Tätigkeiten sowie ST.BY und Bodendienste für alle Mitarbeiter halbiert!

Die Reduzierung der LSW hat keine Auswirkungen auf die bezahlungswirksamen Stunden!

Nun im Einzelnen auf die unterschiedlichen Manteltarifverträge (MTV).

MTV 7

  • stand by/RES 2 LSW
  • Krankheit 2,5 LSW
  • Urlaub 2,5 LSW
  • Teilzeit 3,1 LSW
  • by AUS 4,0 LSW
  • Bodenereignisse: Bei einer Dauer des Bodenereignisses, welches 4:00 Stunden oder länger ist werden 2 LSW berechnet. Bei einer Dauer des Bodenereignisses bis 3:59 Stunden. wird 1 LSW berechnet.

Abweichend vom MTV 7 gelten für die folgenden Ereignisse im MTV 2a

  • Urlaub 2,67 LSW
  • Krankheit 3,0 LSW
  • by AUS 4,0 LSW

Wir empfehlen euch dringlichst, auch im Hinblick auf den Eigenschutz, diesen zusätzlichen Check mit dem Dienstplan durchzuführen und, solltet ihr Fehler seitens der

Planung entdecken, diese umgehend anzuzeigen. Wir erleben, gerade durch gehäufte E-Mails und Kontakte eurerseits, dass hier sehr vieles unrund läuft. Das kann und darf kein Dauerzustand werden.

Uns ist bewusst, dass dieses Umrechnen mühevoll ist, aber nur so haben wir als ver.di-Mitglieder die Garantie, dass wir im anstehenden Flugplan nicht verloren gehen und nicht noch mehr belastet werden. Es ist wichtig, dass wir unseren einseitigen Krisenbeitrag nicht weiter einseitig aufweichen. – Trotz aller Umstände und strukturellen Probleme der Firma. Dieses Rechnen ist der einzige Garant, der uns erlaubt, wie viele Flugstunden individuell abgeleistet werden müssen, wenn in dem betrachteten Monat TZ, U, ST.BY, K oder Bodenereignisse auftreten.

Zur Vollständigkeit noch der Hinweis, dass bei Aktivierung aus ST.BY/RES die LSW Stunden gegen die tatsächlich erbrachten Flugstunden ersetzt werden.

Wie bereits anfangs erläutert, müssen ver.di-Mitglieder ab der 95. bzw. 98. LSW befragt werden. Dazu ist es weiterhin wichtig, dass Ihr Euch diesbezüglich dem Einsatz gegenüber als Mitglied der Gewerkschaft ver.di meldet. Die Firma wendet diese, für uns günstigeren Regluarien nur an, wenn wir uns als ver.di Mitglied zu erkennen geben. Dies muss auch schriftlich erfolgen an Agnes Bernz (agnes.bernz@condor.com) Es gibt hier das klare Bekenntnis, seitens der Condor, dass nach dieser Mail die ver.di-Tarifverträge umgesetzt werden.

Wir sind bezüglich der LSW für Bodenereignisse weiterhin in Gesprächen, möchten Euch aber noch um etwas Geduld bitten, bis wir die unterschiedliche Sichtweise mit dem Arbeitgeber abschließend klären konnten.

Solltet Ihr Fragen zu dieser Thematik haben, dann schreibt uns gerne unter tk.condor@verdi.org.

 

Viele Grüße

Eure ver.di-Condor-Tarifkommissionen Kabine

Mitglied werden ist ganz einfach… Überzeuge Dich gerne mit mindestens zehn guten Gründen für ver.di und ihre Aircrew Alliance

 

 

EZY: letter from the ePG to Stephen Hester and the Board of Directors

EZY: letter from the ePG to Stephen Hester and the Board of Directors

06.04.2022 Eilmeldung

Dear Colleagues, Dear ver.di-members,

Please find enclosed the letter which got sent to the easyJet Chair of the Board, Mr Stephen Hester, and our Board of Directors on Tuesday, 05th April.

It is a joint communication signed by Trade Unions across the network and clearly expresses the worrying concerns these unions have regarding the ability of easyjet to cope with the challenges of the upcoming summer season.

It is the unions‘ firm belief that network-wide, crewing levels have been eroded and are thus insufficient to allow for a stable and profitable operation during the summer months.

ver.di and other unions strongly believe that instead of trying to second crew to other bases or activating the “Willing to Fly”-button e.g. in Germany, it would much rather be appropriate to return to more conservative crewing levels – e.g. offer additional pilots a return to full-time and increase efforts to hire additional cabin staff.

The 2022 summer season will inevitably be crucial for the long-term development and profitability of this company and should not be put at risk following an intention to “over-optimize” the business.

Kind regards

Your TK Cockpit