EZY: Easyjet cabin crew warning strike tomorrow

EZY: Easyjet cabin crew warning strike tomorrow

09.06.2022 Pressemitteilung, Streikmeldung

ver.di is calling on the around 450 cabin crew members at easyjet Germany in Berlin to go on warning strike on Friday between 5:00 a.m. and 10:00 a.m. Passengers must expect numerous flight cancellations and delays.

The background to the warning strike is the ongoing negotiations for the employees wage-CLA of the cabin crew members. „The employers have not presented us with a new offer to increase remuneration and thus provoked the warning strike themselves,“ says Holger Rößler, ver.di negotiator at easyjet.

In the current collective bargaining negotiations, ver.di is demanding compensation for the current price increases, but at least a 5 percent increase in remuneration and a one-off payment in the amount of a monthly salary including shift and sector allowance. The term of the collective agreement should be until December 31, 2022.

„The exorbitantly increased prices and the large additional burden on board due to the chaotic restart phase of the entire industry show that our demands are more than justified. It is high time that the cabin crews were rewarded for this,” demands Rößler.

ver.di is the trade union responsible for all easyjet business areas in Germany. These include cabin, cockpit, technology and administration. The Berlin location is the only remaining base in Germany.

There is currently no new hearing date.

DHA: Update bargaining committee and next steps

DHA: Update bargaining committee and next steps

28.05.2022 Eilmeldung

Dear Colleagues,

We would like to give you an update regarding of our actual situation.

After few months working behind the scenes, setting up the legal aspects to create a new union in this new company, here comes the time to notify the DHA management that ver.di is representing the trade union interests of its members and ask for an initial meeting together with your former CC representatives.

In the meantime, we are also preparing the set up for the election of a so-called “ver.di Tarifkommission” (Bargaining committee)

In order to be prepared for future negotiations. The union bargaining committee has the following tasks:

  • establishment of claims for collective bargaining
  • negotiating collective agreements
  • acceptance or rejection of negotiation results
  • declaring the failure of negotiations
  • cancellation of existing collective agreements
  • application for industrial action measures to the ver.di Federal Executive Board
  • Conclusion of collective agreements

The bargaining committee will elected by all ver.di-members only.

As already mentioned in our March update, there is a dual system of corporate advocacy in Germany. A bargaining committee does not replace a Works Council that is responsible for the „daily things“ and has enshrined co-determination rights. The establishment of a Works Council should then be the logical further step.

As you know, this is the time we need to be united in order to maintain what we brought from our past and change the rest for good. The stronger we are, the more we can achieve together! So, if you would like to join ver.di, becoming a member is very easy, have a look at our page translated in many languages!

Best regards

Elisabetta Nobili, Pieter Deridder and Holger Rößler (ver.di)

CFG: gemeinsamer Brief von UFO, VC und ver.di

Demonstrant mit Plakat Aufschrift "Mayday"

CFG: gemeinsamer Brief von UFO, VC und ver.di

25.05.2022 Eilmeldung

Gemeinsamer Brief der Gewerkschaften UFO, Vereinigung Cockpit und ver.di

Sehr geehrter Herr Teckentrup,

Sehr geehrter Herr Hundt,

Sehr geehrter Herr Schmitt,

Sehr geehrte Frau Weißmüller,

wenn Ihnen alle drei im Betrieb vertretenen Gewerkschaften in einem gemeinsamen Brief schreiben, ist Ihnen der Ernst der Lage sicherlich schon auf Grundlage des Formates bewusst.

Wir als Condor-Beschäftigte sind Leid gewohnt. Wir sind auch große Belastungen gewohnt. Wir waren bisher auch immer bereit zum Wohle der Firma und zum Erhalt unserer Arbeitsplätze viel zu investieren. Diesen Invest haben wir auf unser Vertrauen in die Firma gestützt. Im Gegenzug erwarten wir einen Umgang mit uns, der im Einklang mit unseren tariflichen und betrieblichen Mindeststandards steht. Wir erwarten, dass die Geschäftsleitung stets tarifkonform und stets nach unseren Betriebsvereinbarungen handelt. Alles andere ist nicht hinnehmbar.

Leider erleben wir derzeit bereichsübergreifend genau das Gegenteil. Die krisenangepassten Tarifvertragsreglungen von allen Gewerkschaften ermöglichen es der Condor uns als Crews – egal ob im Cockpit oder der Kabine erhöht und flexibler einzusetzen. Das dies für eine erhöhte Belastung sorgt ist selbsterklärend. – Das ist auch in der Geschichte mit TC Insolvenz, gescheitertem PGL Verkauf und Corona unser schmerzliches, aber zugleich auch wertschätzendes Zugeständnis an unsere Condor. Was wir der Condor nicht zugestehen ist all das, was darüber hinaus auf uns regelrecht einprasselt. Tägliche operative Veränderungen seitens der Firma, augenscheinliche Brüche von tariflichen oder betrieblichen Standards und die damit leider oft einhergehende Nichtkommunikation sind unhaltbar und verärgern uns.

Der Sommer wird der wichtigste in der Geschichte unserer Condor – das ist uns allen bewusst. Nichtsdestotrotz sind wir in der Kabine, Flight Deck aber auch in OPS und Technik diejenigen die diesen Sommer gemeinsam stemmen müssen. Dafür brauchen wir Ihre Zusage, dass Sie sich an das halten, was die Gewerkschaften und die Personalvertretung mit Ihnen vereinbart haben.

Wir halten uns an unsere Regelungen, Abläufe und gesetzlichen Vorschriften. Wir erwarten dies auch von unserer Arbeitgeberin. Wir erwarten zeitgleich kein sprichwörtliches Katz- und Maus-Spiel im Einsatz oder kreative Auslegungen der Mindeststandards. Sie tragen Verantwortung für jede und jeden einzelnen von uns. Die Herren Teckentrup, Hundt, Schmitt und Frau Weißmüller – nehmen Sie diese Verantwortung ernst.

Der Sommer wird hart, dass zeigt sich jetzt schon in personalmangelbedingten Annullierungen und der Masse an Flugstunden die sich anhäufen. Viele von uns stehen schon jetzt an der individuellen Belastungsgrenze. Das sorgt nicht nur für Frust, sondern auch für Wut und Unmut von vielen. Das kann nicht das Ziel von Condor sein. Die Fatigue-Reporte der letzten Monate sprechen hier exemplarische Bände.

Wir erleben Kolleginnen und Kollegen die in Tränen ausbrechen, Bange haben zu verschlafen, oder ihrer Familie bzw. ihren Kindern nicht mehr gerecht zu werden. Wir erleben, dass viele regelrechte Furcht haben, durch AOGs irgendwo zu stranden. Auch das kann nicht das Ziel von Condor sein.

Wir erleben Angst-Situationen, beispielsweise wegen der Aufhebung der Freiwilligkeit bei China und ISU-OPS. Wir lesen täglich Nachrichten von Kolleginnen und Kollegen die Angst haben Flüge durchzuführen – Kolleginnen und Kollegen die die Belastung regelrecht auffrisst. Kolleginnen und Kollegen die nichtsdestotrotz ihren Dienst tun und für die Firma alles geben. Doch wie lange noch? Was glauben Sie wie lange diese Kolleginnen und Kollegen das noch aushalten? Was wird Condor tun, wenn wir mit noch größeren Krankheitsquoten konfrontiert werden? Wollen Sie dann „den Rest“ noch mehr belasten, bis auch diese Menschen ausbrennen? Wir nehmen im Moment war, dass diese Missstände ausgesessen werden. Auch das ist untragbar.

Kolleginnen und Kollegen der Kabine verstehen beispielsweise nicht, warum Arbeitsabläufe beinahe täglich umgestellt und oftmals kleinteiliger werden. Oder auch die desaströsen Testläufe der reservierbaren Overhead Compartments. Unsere Kolleginnen und Kollegen aus dem Cockpit verstehen u.a. nicht mehr warum immer mehr Zusatzarbeiten ohne Arbeitszeiterfassung erledigt werden müssen. Unglaublich viele Amendments und eine sicherheitsrelevante Informationsflut ohne klare Struktur entnervt selbst Piloten.

Zusammengefasst kann dieser wichtige Sommer nur gelingen, wenn sich alle an die Spielregeln halten und keiner beginnt Regeln zu dehnen, auszusetzen oder mit Druck auf eine Freiwilligkeit zu pochen. Wir sind gegenseitig voneinander abhängig, wir haben das gleiche Ziel, wir haben gemeinsame Spielregeln – lassen Sie uns nach diesen Spielregeln spielen.

Nur gemeinsam werden wir in eine erfolgreiche Zukunft blicken können. Nur gemeinsam werden wir das Ruder herumreißen. Nur gemeinsam werden wir unsere Condor voranbringen. Wir haben ein gemeinsames Ziel, lassen Sie uns gemeinsam und fair dieses Ziel erreichen.

Wir erwarten Ihre zeitnahe Antwort.

Unterschiften

Anja Bronstert – stv. Vorsitzende UFO

Stefan Herth – Präsident der VC

Holger Rößler – Gewerkschaftssekretär ver.di

CFG: EQH, LSW – oder wie die Condor der Kabine den Mathe-Unterricht ins Arbeitsleben bringt

CFG: EQH, LSW – oder wie die Condor der Kabine den Mathe-Unterricht ins Arbeitsleben bringt

28.04.2022 Eilmeldung

wir haben uns erneut mit dem Arbeitgeber zum Thema „Umrechnung von EQH in LSW“ ausgetauscht und möchten Euch heute die abgestimmten Werte für die hinterlegten LSW mitteilen.

Vorab noch einmal die Erinnerung, dass die LSW-Flugstunden in den heutigen Dienstplänen weder über das OPS-PORTAL, noch über CUBE gepflegt werden. Daher ist derzeit leider jede und jeder selbst verantwortlich, seine bzw. ihre individuellen Werte zu ermitteln. Das ist nicht schön, aber leider noch immer nicht anders darstellbar. Unbürokratische Lösungen konnten trotz unseres steten Nachbohrens noch nicht umgesetzt werden. Um sicherzustellen, dass die höchstmögliche Flugstundengrenze nicht überschritten wird. Condor kann euch bitten, diese Grenze zu überschreiten, dies beruht jedoch auf Freiwilligkeit und kann ausschließlich individuell geregelt werden. Wir raten auch grundsätzlich davon ab, noch mehr freiwillig zu arbeiten.

Nun nochmal zu den Details: In einem Monat mit 31 Kalendertagen beträgt die max. monatliche Flugzeit 98 LSW Stunden. In einem Monat mit 30 oder weniger Kalendertagen beträgt die max. monatliche Flugzeit 95 LSW Stunden.

Grundsätzlich werden die LSW für alle Management Tätigkeiten sowie ST.BY und Bodendienste für alle Mitarbeiter halbiert!

Die Reduzierung der LSW hat keine Auswirkungen auf die bezahlungswirksamen Stunden!

Nun im Einzelnen auf die unterschiedlichen Manteltarifverträge (MTV).

MTV 7

  • stand by/RES 2 LSW
  • Krankheit 2,5 LSW
  • Urlaub 2,5 LSW
  • Teilzeit 3,1 LSW
  • by AUS 4,0 LSW
  • Bodenereignisse: Bei einer Dauer des Bodenereignisses, welches 4:00 Stunden oder länger ist werden 2 LSW berechnet. Bei einer Dauer des Bodenereignisses bis 3:59 Stunden. wird 1 LSW berechnet.

Abweichend vom MTV 7 gelten für die folgenden Ereignisse im MTV 2a

  • Urlaub 2,67 LSW
  • Krankheit 3,0 LSW
  • by AUS 4,0 LSW

Wir empfehlen euch dringlichst, auch im Hinblick auf den Eigenschutz, diesen zusätzlichen Check mit dem Dienstplan durchzuführen und, solltet ihr Fehler seitens der

Planung entdecken, diese umgehend anzuzeigen. Wir erleben, gerade durch gehäufte E-Mails und Kontakte eurerseits, dass hier sehr vieles unrund läuft. Das kann und darf kein Dauerzustand werden.

Uns ist bewusst, dass dieses Umrechnen mühevoll ist, aber nur so haben wir als ver.di-Mitglieder die Garantie, dass wir im anstehenden Flugplan nicht verloren gehen und nicht noch mehr belastet werden. Es ist wichtig, dass wir unseren einseitigen Krisenbeitrag nicht weiter einseitig aufweichen. – Trotz aller Umstände und strukturellen Probleme der Firma. Dieses Rechnen ist der einzige Garant, der uns erlaubt, wie viele Flugstunden individuell abgeleistet werden müssen, wenn in dem betrachteten Monat TZ, U, ST.BY, K oder Bodenereignisse auftreten.

Zur Vollständigkeit noch der Hinweis, dass bei Aktivierung aus ST.BY/RES die LSW Stunden gegen die tatsächlich erbrachten Flugstunden ersetzt werden.

Wie bereits anfangs erläutert, müssen ver.di-Mitglieder ab der 95. bzw. 98. LSW befragt werden. Dazu ist es weiterhin wichtig, dass Ihr Euch diesbezüglich dem Einsatz gegenüber als Mitglied der Gewerkschaft ver.di meldet. Die Firma wendet diese, für uns günstigeren Regluarien nur an, wenn wir uns als ver.di Mitglied zu erkennen geben. Dies muss auch schriftlich erfolgen an Agnes Bernz (agnes.bernz@condor.com) Es gibt hier das klare Bekenntnis, seitens der Condor, dass nach dieser Mail die ver.di-Tarifverträge umgesetzt werden.

Wir sind bezüglich der LSW für Bodenereignisse weiterhin in Gesprächen, möchten Euch aber noch um etwas Geduld bitten, bis wir die unterschiedliche Sichtweise mit dem Arbeitgeber abschließend klären konnten.

Solltet Ihr Fragen zu dieser Thematik haben, dann schreibt uns gerne unter tk.condor@verdi.org.

 

Viele Grüße

Eure ver.di-Condor-Tarifkommissionen Kabine

Mitglied werden ist ganz einfach… Überzeuge Dich gerne mit mindestens zehn guten Gründen für ver.di und ihre Aircrew Alliance

 

 

EZY: letter from the ePG to Stephen Hester and the Board of Directors

EZY: letter from the ePG to Stephen Hester and the Board of Directors

06.04.2022 Eilmeldung

Dear Colleagues, Dear ver.di-members,

Please find enclosed the letter which got sent to the easyJet Chair of the Board, Mr Stephen Hester, and our Board of Directors on Tuesday, 05th April.

It is a joint communication signed by Trade Unions across the network and clearly expresses the worrying concerns these unions have regarding the ability of easyjet to cope with the challenges of the upcoming summer season.

It is the unions‘ firm belief that network-wide, crewing levels have been eroded and are thus insufficient to allow for a stable and profitable operation during the summer months.

ver.di and other unions strongly believe that instead of trying to second crew to other bases or activating the “Willing to Fly”-button e.g. in Germany, it would much rather be appropriate to return to more conservative crewing levels – e.g. offer additional pilots a return to full-time and increase efforts to hire additional cabin staff.

The 2022 summer season will inevitably be crucial for the long-term development and profitability of this company and should not be put at risk following an intention to “over-optimize” the business.

Kind regards

Your TK Cockpit

CFG: Corona-Bonus und andere Neuigkeiten

CFG: Corona-Bonus und andere Neuigkeiten

29.03.2022 Eilmeldung

Liebe Kolleginnen und Kollegen,


die wirtschaftliche Lage der Condor ist immer noch geprägt vom Schutzschirmverfahren, Corona und hohen Kerosinpreisen wegen des Krieges in der Ukraine.

Dennoch haben wir eine Initiative bezüglich der Zahlung eines Corona-Bonus als Anerkennung für die Leistung der Condorianer und als Motivation gegenüber der Geschäftsführung gemacht. Es gibt jetzt eine kurzfristige Einigung:

Alle Vollzeitbeschäftigten erhalten € 330 netto! Teilzeitbeschäftigte anteilig.

Das ist zumindest ein Dankeschön. Die Zahlung wird noch im März angewiesen.

Die Mittel stammen zum Teil aus dem von uns im Rahmen der KUG-Vereinbarung gebildeten nicht vollständig verbrauchten „Härtefallfonds“.

In weiteren Gesprächen mit der Geschäftsleitung haben wir auf teilweise unhaltbare Zustände bei Standby/Reserve hingewiesen. Es wurde uns dargelegt, dass nunmehr alle Mitarbeiter*innen in den Neuregelungen geschult seien. Auch das mit zunehmender Normalisierung des Flugplans und Rückgang der coronabedingten Ausfälle Stabilität einkehren wird. Wir werden das, zusammen mit unseren PV-Vertreterinnen, insbesondere im Hinblick auf den bevorstehenden Sommer monitoren.

Gemeinsam wurde auch beraten, wie der EDV-basierte Teilzeitrequest verbessert werden kann. Hoffen wir, dass es dieses Jahr besser wird!

Aktuell sind wir noch in Tarifgesprächen zu Altersversorgungsregelungen. Dabei handelt es sich nicht um aktuell bestehende Altersversorgungen, sondern um Neuregelungen für ab dem 1.1.2022 neu eingestellte Kolleginnen und Kollegen sowie um neu abzuschliessende Entgeltumwandlungen („Privatrente“), da für diesen Personenkreis die Pensionskassenregelungen nicht greifen können. In den Gesprächen können wir auf externe starke Expertise setzen. Die Gespräche laufen konstruktiv und werden im Mai fortgesetzt. Ziel ist eine Lösung bis Mitte des Jahres zu finden.

Zum Schluss haben wir solidarisch zustimmend zur Kenntnis genommen, dass Condor versucht, Kolleginnen und Kollegen der Ukraine International Airline zu unterstützen. Wir haben unsere politische Unterstützung selbstverständlich versichert!

Eure ver.di-Tarifkommissionen

AeroLogic: Erfolgreiche Sondierungsgespräche – Aufnahme von Tarifverhandlungen

AeroLogic: Erfolgreiche Sondierungsgespräche – Aufnahme von Tarifverhandlungen

29.03.2022 Eilmeldung

Liebe Mitglieder,

liebe Kolleginnen,

liebe Kollegen,


heute haben wir Sondierungsg spräche über die Aufnahme von

Tarifverhandlungen für das Cockpitpersonal mit der Arbeitgeberseite geführt. Im Ergebnis sind wir übereingekommen, Verhandlungen zu folgenden Themen aufzunehmen:

– Manteltarifvertrag

– Vergütungstarifvertrag

– Tarifvertragliche Regelungen zur Alterssicherung

Gemeinsames Ziel ist es, diese Verhandlungen bis zum 30. September 2022 abzuschließen. Hierzu haben die Verhandlungsparteien eine Vereinbarung unterzeichnet. Uns ist bewusst, dass bei einem derartig großen Themenkomplex ein Abschluss bis Ende September sehr ambitioniert ist. Erste Verhandlungstermine sind für Ende April und Anfang Mai verabredet.

An dieser Stelle auch ein herzliches Dankeschön an alle Teilnehmenden unserer Umfrage.

Zeitnah werden wir euch die Ergebnisse und Erkenntnisse aus der Befragung mitteilen.


Eure Tarifkommission wird sich am 7./ 8. April intern zur weiteren inhaltlichen Vorbereitung unserer Verhandlungen treffen.


Kollegiale Grüße

Eure ver.di-AeroLogic-Tarifkommission

EWG: Nächste Tarifabschlüsse

EWG: Nächste Tarifabschlüsse

28.03.2022 Eilmeldung

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

in naher Zukunft werden weitere Kolleginnen und Kollegen aus dem Konzern oder ehemaligen Flugbetrieben des Konzerns bei uns eingestellt. Diese Kolleg*innen können aufgrund der PU-Ausschreibungen nun als PU eingestellt werden. Dies war im letzten Jahr nach Abschluss unseres Tarifvertrages Auswahl & Einstellung noch nicht möglich, da es keine externen PU-Stellenausschreibungen gab und zuerst intern PUs gefördert wurden. Dadurch

konnten ehemalige PU-Kolleg*innen nur als CAs eingestellt und maximal in Stufe 11 eingruppiert werden. Kurze Zeit später sind sie dann PUs geworden, jedoch in Stufe 11 geblieben. Kolleg*innen, die jetzt als PUs eingestellt werden, können bis Stufe 17 eingruppiert werden. Diese Ungleichbehandlung und vermeintlichen Vorteil für Kolleg*innen, die jetzt erst zu uns kommen, haben wir als Thema aufgegriffen und mit dem Arbeitgeber diskutiert.

Wir konnten uns nun mit Eurowings darauf einigen, dass die Kolleginnen und Kollegen, die bislang nach TV Auswahl und Einstellung eingestellt wurden und im vorherigen Flugbetrieb PU waren, erst als CA eingestellt wurden und inzwischen PUs sind, mit Einstellung des ersten PUs nach TV Auswahl und Einstellung finanziell so gestellt werden, als wären sie direkt als PUs eingestellt worden. Zwischenzeitliche, fiktive Stufensprünge finden dabei ebenfalls Berücksichtigung.


Beispiel:

Purser mit 15 vollendeten Jahren einschlägiger externer Berufserfahrung wird bei EW am 01.04.2021 als Flugbegleitender mit FB Stufe 11 eingestellt. Purserwerdung bei Eurowings erfolgreich absolviert und als Purser eingesetzt, Eingruppierung in PU Stufe 11, nächstes Vorrückdatum zum Stufensprung ist der 01.04.2022. Umstufung des internen Pursers in PU Stufe 15 zum 01.04.2022 (15 vollendete Jahre Berufserfahrung hätten zur Eingruppierung am 01.04.2021 in PU Stufe 14 geführt, Stufensprung am 01.04.2022 führt zur Einstufung in PU Stufe 15).


Wir freuen uns, dass durch diese Einigung nun zahlreiche Kolleginnen und Kollegen „korrekt“ eingruppiert werden. Dies ist ein weiterer Schritt für uns als ver.di und Aircrew Alliance in Richtung grundsätzliche finanzielle Anerkennung von Berufserfahrung in unserer Branche. Diese sollte unser aller Ziel sein, damit AOC-Schließungen und „Übergänge“ einfacher zu verkraften sind als sie es bislang waren.


Tarifvertrag Teilzeit

Auch beim Tarifvertrag Teilzeit konnten wir uns nun mit Eurowings einigen. Der Tarifvertrag soll noch im Laufe dieser Woche unterschrieben werden. Wir informieren euch im Anschluss über die Details des Tarifvertrages.


Vergütung von Ferry Flügen

Aufgrund der Streiks der Luftsicherheitskräfte ist es in den vergangenen Tagen vermehrt zu Ferry-Flügen gekommen. Jeder Dienst inkl. eines Ferry-Fluges wird nach unserem Tarifabschluss seit dem 1.1.2022 mit 35 € für CAs und SCAs vergütet. Bitte achtet daher auf die korrekte Abrechnung.


Vergütungserhöhung Januar

Wir alle bekommen es mit: Die Preise für Öl, Gas, Lebensmittel und vieles mehr steigen bereits seit längerer Zeit. Durch den Krieg in der Ukraine sind nochmals unerwartete Preissteigerungen zu erwarten. In „normalen“ Tarifabschlüssen mit +X % würde die aktuelle Situation wahrscheinlich zu einem Reallohnverlust führen. Durch unseren Inflationsausgleich sind wir bezüglich der unerwarteten Preissteigerungen

jedoch gut abgesichert, denn: Die Inflation/Preissteigerung aus diesem Jahr wird mit Wirkung ab 1.1.2023 komplett ausgeglichen – ohne wenn und aber. Der Arbeitgeber kann diese Erhöhung nicht durch ein Sonderkündigungsrecht verhindern. Dieses kann erst später genutzt werden.

Einige Prognosen sagen inzwischen, dass die diesjährige Inflation bei ca. 5% liegen wird. Das würde bedeuten, dass es 5% mehr Gehalt für uns ab 1.1.23 gibt.


Kollegiale Grüße

ver.di Tarifkommission Eurowings Kabine

DLH: Corona-Prämie JETZT! – Für alle Lufthansabeschäftigten am Boden und in der Kabine!

DLH: Corona-Prämie JETZT! – Für alle Lufthansabeschäftigten am Boden und in der Kabine!

04.02.2022 Eilmeldung

Liebe Mitglieder, liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

Ob massive Kurzarbeit oder Arbeit bis zum Umfallen – die Kolleginnen und Kollegen haben die Lufthansa durch die Krise gebracht. Dafür erwarten wir ein deutliches Zeichen der Wertschätzung.

Die Belastungen in über zwei Jahren der Krise waren und sind vielfältig: Angst vor Arbeitsplatzverlust, psychische Belastung bei Kurzarbeit, in vielen Bereichen enorme Überlastung und Arbeitsverdichtung, dazu diverse gesundheitliche Risiken und stundenlange körperliche Belastung mit Maske.

Wir verdienen mehr als warme Worte – die Corona Prämie ist überfällig. Ohne Wenn und Aber!

ver.di hat in tausenden Unternehmen diese Sonderzahlung vereinbart. Auch in Unternehmen des Luftverkehrs. Seit 2020 hat sich der Lufthansa Konzern hartnäckig, trotz vielfacher Aufforderung, geweigert den Kolleginnen und Kollegen die gleiche finanzielle Anerkennung zukommen zu lassen.  Dass es anders geht, zeigten vor wenigen Wochen die ver.di Kolleginnen und Kollegen bei der Eurowings Kabine. Dort konnte eine Prämie erstmals im Konzern durchgesetzt werden.

Bis März kann die steuerfreie Prämie noch gezahlt werden. 

Jetzt ist endlich Zeit für die Corona Prämie für alle Beschäftigten am Boden und in der Kabine! Ohne Wenn und Aber!

Kollegiale Grüße

Eure ver.di-Konzerntarifkommission

EWG: Großer Erfolg für Eurowings Kabine: ver.di setzt Tarifeinigung mit deutlichen Reallohnzuwächsen durch

EWG: Großer Erfolg für Eurowings Kabine: ver.di setzt Tarifeinigung mit deutlichen Reallohnzuwächsen durch

26.01.2022 Pressemitteilung

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und die Lufthansa-Tochter Eurowings haben sich gestern (25. Januar 2022) nach schwierigen, monatelangen Tarifverhandlungen und einem Arbeitskampf im Oktober auf einen neuen Vergütungstarifvertrag für die Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter verständigt.

Danach erhalten die über 1.500 Kabinenbeschäftigten der Fluggesellschaft während der Laufzeit des Tarifvertrages die kommenden inflationsbedingten Preissteigerungen durch dauerhafte, monatliche Vergütungserhöhungen ausgeglichen. Darüber hinaus sieht das Tarifergebnis die Einführung neuer Zulagen und bis zu 75-prozentigen Erhöhungen bisheriger Zulagen vor, die einen großen Teil des Monatseinkommens eines Flugbegleiters ausmachen. Im März 2022 erhalten die Beschäftigten zusätzlich eine steuerfreie Corona-Prämie in Höhe von 400 Euro. Mit einem Bonusmodell werden die Kabinenmitarbeiter künftig mit bis zu 200 Euro pro Quartal an der Produktivität des Unternehmens beteiligt.

Von dem Tarifabschluss profitieren auch hunderte ehemalige Beschäftigte der Flugbetriebe Germanwings, SunExpress Deutschland und Brussels Airlines Düsseldorf, die nach den jeweiligen Betriebsschließungen durch einen ver.di-Tarifvertrag eine berufliche Perspektive in der Eurowings gefunden haben, jedoch bislang befristet beschäftigt waren. Diese Beschäftigten erhalten durch das Tarifergebnis unbefristete Arbeitsverträge und damit eine sichere berufliche Perspektive in der noch immer andauernden Krise.

Marvin Reschinsky, ver.di-Verhandlungsführer dazu: „Die Einkommen werden trotz hoher Inflation so angehoben, dass es zu einem Reallohnzuwachs und einer echten Aufwertung kommt. Dieser Tarifabschluss, der nebenbei noch hunderte befristet Beschäftigte entfristet, ist in der krisengezeichneten Airline-Branche ein Riesenerfolg, der seinesgleichen sucht.“

Eurowings ist im Portfolio der Lufthansa Group auf preiswerte Direktflüge für Urlaubs- und Geschäftsreisende spezialisiert. Die Airline ist Marktführer an den Flughäfen Düsseldorf, Hamburg, Berlin, Stuttgart und Köln/Bonn. Mit einer Flotte von aktuell 100 Flugzeugen beschäftigt Eurowings derzeit rund 3.000 Beschäftigte am Boden und in der Luft.