BOX: Was steht in den neuen Tarifverträgen?

BOX: Was steht in den neuen Tarifverträgen?

20.10.2022 Eilmeldung

Liebe Mitglieder,

liebe Kolleginnen,

liebe Kollegen,

nach Ablauf der Erklärungsfrist möchten wir euch gerne über einzelne Inhalte der neuen, erstmaligen, Tarifverträge informieren.

Manteltarifvertrag MTV:

Unser Ziel war die Zusammenführung der jetzigen Rahmenverträge 1.6 und 1.7 mit deutlichen Verbesserungen. Folgende Punkte wurden umgesetzt:

 Schaffung einer einheitlichen vertraglichen Struktur für alle Mitarbeiter

 Dienstplanstabilität: mindestens 8 und bis zu 10 GDO pro Monat in Abhängigkeit von der Betriebszugehörigkeit (9 GDO nach acht und 10 GDO nach dreizehn Beschäftigungsjahren, Umsetzung zum 1.4.2023)

 Ab dem 01.66.2024 können bis zu zwei 4-GDO Blöcke requestet werden; auch zusammenhängend und monatsübergreifend

 Klare Regelungen zu Dienstplan-änderungen und dienstliche Erreichbarkeit mit dienstlichem Handy für alle

 zwei pauschale Diensttage für z.B. Pelesys Schulungen

 nach fünf Jahren Betriebs-zugehörigkeit 41 Urlaubstage und ab zehn Jahren Betriebszugehörigkeit 42 Urlaubstage

 Berücksichtigung der Zulagen bei der Urlaubsvergütung (Durchschnitt der vorangegangenen drei Monate)

 eine zusätzliche Urlaubsperiode H5 ab Urlaubsjahr 2024

 jeweils ein geplanter GDO vor und nach jeder Urlaubsperiode auch schon für 2023

 Einführung Anspruch Sonder-urlaubstage

 Festschreibung der Krankheits-vergütung von bis zu sechs Monaten und Berücksichtigung der Zulagen und DDC´s

Der MTV hat eine Laufzeit bis zum 31.12.2025

Vergütungstarifvertag VTV:

Unser Ziel war hier eine signifikante Ver-besserung der Einkommensstruktur im Bereich FO/SFO und eine Anpassung aller Einkommensgruppen an die derzeit steigenden Lebenshaltungskosten. Das hier haben wir erzielen können:

 Schaffung einer einheitlichen und transparenten Struktur für alle Pilotinnen und Piloten

 Schaffung einer neuen Vergütungsstruktur mit eigenständiger SFO Tabelle

 Umwandlung des variablen Jahresbonus in die Monatsgrund-vergütung

 zusätzliche signifikante Erhöhung der Vergütung der FOs zwischen 13,8% und 24,6% in zwei Schritten zum 1.10.2022 und 1.4.2023

 zusätzliche signifikante Erhöhung der Vergütung der SFOs zwischen 11,6% und 20,7% in zwei Schritten zum 1.10.2022 und 1.4.2023

 zusätzliche Erhöhung der Vergütung der CPT um 8,5% in zwei Schritten zum 1.10.2022 und 1.4.2023

 Wegfall der Type-Rating-Kosten

 einheitliche Vergütung bzw. Regelung für einen Einsatz aus der Freizeit

 Festschreibung der zusätzlichen Schichtzulage von 20% der Monatsgrundvergütung

Der VTV hat eine Laufzeit bis zum 31.12.2023.

Alterssicherung:

Unser Ziel war hier die erstmalige Etablierung einer betrieblichen Altersversorgung und Übergangs-versorgung. Hierzu wurde eine grundsätzliche Übereinkunft erzielt:

Dafür konnte ein arbeitgeberseitiges Volumen in Höhe von insgesamt 3% bezogen auf das Bruttogrundgehalt inkl. Schichtzulage und eine arbeitnehmerseitige Beteiligung in Höhe von 1,5% vereinbart werden.

Die strukturelle und tarifvertragliche Ausgestaltung wird in den nächsten Monaten unter Hinzuziehung von Experten erfolgen. Dieses sehr komplexe Thema bedarf noch genauerer Betrachtung um ein gutes Ergebnis zu erzielen. .

Was noch zu sagen ist…:

Liebe Mitglieder, liebe Kolleginnen und Kollegen,

mit dem dargestellten Tarifpaket haben wir den erstmaligen Abschluss von Tarifverträgen für uns im Cockpit der AeroLogic erreicht. Dabei konnten wir – in nicht immer einfachen – jedoch stets konstruktiven – Verhandlungen, deutliche Verbesserungen für unsere Arbeits- und Einkommensbedingungen erzielen. Tarifverträge schützen und nützen! Wir haben eine gute Basis für die Zukunft geschaffen. Am 28. Oktober wollen wir mit der Arbeitgeberseite den letzten redaktionellen „Feinschliff“ von MTV und VTV besprechen, damit wir euch diese Tarifverträge in Gänze inkl. der zugehörigen Vergütungstabellen und aller Tarifvertragstexte vorstellen können.

Für die tarifvertragliche Ausgestaltung der Alterssicherung haben wir bereits zwei weitere Termine im November vereinbart.

Durch die kurze Laufzeit bei der Vergütung und der Alterssicherung können wir gemeinsam schon Ende des kommenden Jahres in neue Verhandlungen starten. Das ist besonders bei der anhaltenden hohen Inflation besonders wichtig. Außerdem haben wir uns mit der Arbeitgeberseite darauf verständigt, dass wir im kommenden Jahr Tarifverhandlungen zum Themenblock Teilzeit aufnehmen um die Möglichkeiten der Lebensgestaltung noch besser regeln zu können.

Der Anfang ist gemacht – und aus unserer Sicht gelungen. Wir danken für Euer Vertrauen und setzen auf Eure weitere Unterstützung!

Viele Grüße

Eure Aerologic TK-Cockpit

Rudolf Bronheim, Sven Hannemann,

Sven Weigelt und Holger Rößler (ver.di)

DLH – Die Kabine schaut mal wieder in die Röhre? Das muss nicht sein!

DLH – Die Kabine schaut mal wieder in die Röhre? Das muss nicht sein!

10.08.2022

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

seit Wochen und Monaten herrscht im Luftverkehr eine Situation, die besonders für uns Beschäftigte fordernd oder teils überfordernd ist. Denn Airlines stellen Flüge ins Programm, für welche die während der Coronapandemie geschrumpften Personalkörper am Boden und in der Luft nicht mehr stark genug aufgestellt sind.

Das hindert Unternehmen wie die Lufthansa jedoch nicht daran, die Belastungsgrenzen von uns Beschäftigten tagtäglich weiter auszutesten. ver.di hat dazu öffentlich, auf der politischen Ebene und im Aufsichtsrat scharfe Kritik geäußert.


Mit unseren ver.di Tarifkommissionen im Luftverkehr haben wir in der Krise auf kurzfristige, schnell endende Krisenbeiträge gesetzt, die einen sicheren Kündigungsschutz boten. So konnten wir die aktuelle Situation an zahlreichen Stellen inzwischen nutzen, um nachhaltige Verbesserungen für unsere Mitglieder wie zuletzt beim LH Boden, aber auch in der Kabine und im Cockpit in anderen Airlines, wie Eurowings, easyJet oder Condor, tariflich zu vereinbaren. Konkrete Beispiele dafür haben wir euch untenstehend zusammengefasst.


Vor diesem Hintergrund ist die tarifliche Situation der Lufthansa Kabine umso ernüchternder: Der weiterhin laufende Krisen-Tarifvertrag, keine Streikmöglichkeit, große offene Baustellen wie die Überführung der SMK-Kolleg*innen, der Wunsch der LH, den gesamten Personalkörper zu saisonlisieren sowie ein offener MTV, fehlende Transparenz und unzureichende Kommunikation zu Verhandlungen und Druck auf die Arbeitsbedingungen durch untarifierte, neue AOCs im Konzern – all das sind keine positiven Aussichten.

Eine Gewerkschaft muss in der Lage sein, transparente, schlüssige und in der Belegschaft akzeptierte tarifliche Antworten auf diese Herausforderungen geben zu können: Wieso werden weiterhin Krisenbeiträge gezahlt, obwohl LH wieder Gewinne schreibt? Wie schafft man eine nachhaltige Sicherung der Arbeitsbedingungen und Arbeitsplätze, wenn der Konzern Dumping-AOCs aufbaut? Wie werden die Vergütungen dauerhaft erhöht, um die hohe Inflation auszugleichen? Wieso soll die LH Kabine immer weiter geben, indem Arbeitsbedingungen abgesenkt werden (sollen)?


Gleichzeitig erleben wir, wie unersetzlich eine politisch durchsetzungsstarke Lobby für Beschäftigte im Luftverkehr ist, denn in den Unternehmen gibt es eben nicht nur tariflich und betrieblich offene Themen und Herausforderungen, sondern auch Themen, die sich nur politisch wirkungsvoll lösen lassen. Die Diskussionen rund um Klimaschutz und Nachhaltigkeit müssen mit den Interessen der Beschäftigten, auch unserer Kabine, verbunden werden. Gelingt das nicht, stehen Arbeitsplätze und Arbeitsbedingungen auf dem Spiel.


Vor dieser Gesamtsituation möchten wir euch als ver.di mit unserer Aircrew Alliance anbieten, die tarifliche und politische Vertretung der Lufthansa Kabine zu übernehmen.

Wir stehen für Transparenz, offene Strukturen und echte Beteiligung. Tarifverhandlungen hinter geschlossenen Türen mit Tarifergebnissen, die so undurchsichtig sind, dass sie kaum jemand versteht, lehnen wir ab. Ehrliche Diskussionen und Bewertungen von Verhandlungsergebnissen sind der bessere Weg.

Um diese Rolle in Zukunft übernehmen zu können, brauchen wir den Rückhalt aus der Belegschaft, also von euch. Denn eine Gewerkschaft ist nur durchsetzungsfähig und -stark, wenn sie eine starke Mitgliederbasis hat.


Erfreulicherweise starten wir hier nicht bei null. Hunderte Kolleginnen und Kollegen sind bereits seit Jahren, viele weitere Hunderte seit einigen Monaten Mitglied in ver.di und der Aircrew Alliance.


Uns fehlen nur noch 800 weitere Kolleginnen und Kollegen, um die Rolle der Mehrheitsgewerkschaft in der Lufthansa Kabine übernehmen zu können.

Wenn auch du findest, dass es einen tariflichen Neustart für die Lufthansa Kabine braucht, dann werde ver.di- und damit Aircrew Alliance Mitglied unter https://aircrewalliance.com/mitglied-werden/ .


Wir sind bereit! Bist du es auch?


P.S.: Gewerkschaftsmitglieder, die von einer anderen Gewerkschaft zu ver.di und der Aircrew Alliance wechseln möchten, zahlen bis zum Ablauf der gekündigten, vorherigen Mitgliedschaft nur 2,50 Euro/Monat ver.di & Aircrew Alliance-Mitgliedsbeitrag, damit eine finanzielle Doppelbelastung nicht eintritt. Für weitere Fragen dazu, melde dich gerne bei uns unter emilio.rezzonico@verdi.de oder klicke hier für den WhatsApp-Kontakt.

Eure ver.di & Aircrew Alliance Kolleginnen und Kollegen



ver.di Tarifabschlüsse im Luftverkehr

Lufthansa Boden:

– 200€ mehr monatlich ab 1.7.22

– weitere 2,5% monatl. mehr, mind. aber 125€ ab 1.1.23

– weitere 2,5% monatl. mehr ab 1.7.23

– (Krisenbeiträge bereits beendet)


Eurowings Kabine:

– dauerhafte Erhöhung der Vergütungen in Höhe der Jahresinflation 2022 ab 1.1.23

– dauerhafte Erhöhung der Vergütungen in Höhe der Durchschnittsinflation Jan-Okt 2023 ab 1.12.23

– sofortige Einführung einer 4-Leg-Zulage in Höhe von 50€ pro Dienst mit vier Legs

– zusätzlicher Corona-Bonus in Höhe von 400€

– sofortige Erhöhung der Mehrflugstundenvergütung von Pauschalbetrag zu individuellen Stundenvergütungen

– sofortige Einführung einer Nachtflugzulage in Höhe von 35€/Dienst

– sofortige Einführung einer Ferry-Zulage in Höhe von 35€/Dienst

– (Krisenbeiträge bereits beendet)


Condor Kabine (Tarifabschluss innerhalb Friedenspflicht):

– Erhöhung der Vergütungen um 4% zum 1.1.23

– Erhöhung der Vergütungen zum 1.1.24 in Höhe der Inflation, mind. aber 3%


EasyJet Kabine:

– Einmalzahlung in Höhe von 4.000-4.500 Euro

– Erhöhung der Vergütungen um 5% zum 1.10.22

– Erhöhung der Vergütungen um weitere 3,2% zum 1.4.23


FraGround:

– Erhöhung der Stundenlöhne um 12,6-12,9 Prozent zum 1.7.22

– Sommerprämie in Höhe von 700€


AHS DUS & CGN:

– Erhöhung der Stundenlöhne um 2,52€ bis 2,79€ in zwei Schritten = 17,24-25,91% Erhöhung


Aviapartner:

– Erhöhung der Monatseinkommen um 300 Euro zum 1.7.22

EZY: Easyjet cabin crew warning strike tomorrow

EZY: Easyjet cabin crew warning strike tomorrow

09.06.2022 Pressemitteilung, Streikmeldung

ver.di is calling on the around 450 cabin crew members at easyjet Germany in Berlin to go on warning strike on Friday between 5:00 a.m. and 10:00 a.m. Passengers must expect numerous flight cancellations and delays.

The background to the warning strike is the ongoing negotiations for the employees wage-CLA of the cabin crew members. „The employers have not presented us with a new offer to increase remuneration and thus provoked the warning strike themselves,“ says Holger Rößler, ver.di negotiator at easyjet.

In the current collective bargaining negotiations, ver.di is demanding compensation for the current price increases, but at least a 5 percent increase in remuneration and a one-off payment in the amount of a monthly salary including shift and sector allowance. The term of the collective agreement should be until December 31, 2022.

„The exorbitantly increased prices and the large additional burden on board due to the chaotic restart phase of the entire industry show that our demands are more than justified. It is high time that the cabin crews were rewarded for this,” demands Rößler.

ver.di is the trade union responsible for all easyjet business areas in Germany. These include cabin, cockpit, technology and administration. The Berlin location is the only remaining base in Germany.

There is currently no new hearing date.

CFG: gemeinsamer Brief von UFO, VC und ver.di

Demonstrant mit Plakat Aufschrift "Mayday"

CFG: gemeinsamer Brief von UFO, VC und ver.di

25.05.2022 Eilmeldung

Gemeinsamer Brief der Gewerkschaften UFO, Vereinigung Cockpit und ver.di

Sehr geehrter Herr Teckentrup,

Sehr geehrter Herr Hundt,

Sehr geehrter Herr Schmitt,

Sehr geehrte Frau Weißmüller,

wenn Ihnen alle drei im Betrieb vertretenen Gewerkschaften in einem gemeinsamen Brief schreiben, ist Ihnen der Ernst der Lage sicherlich schon auf Grundlage des Formates bewusst.

Wir als Condor-Beschäftigte sind Leid gewohnt. Wir sind auch große Belastungen gewohnt. Wir waren bisher auch immer bereit zum Wohle der Firma und zum Erhalt unserer Arbeitsplätze viel zu investieren. Diesen Invest haben wir auf unser Vertrauen in die Firma gestützt. Im Gegenzug erwarten wir einen Umgang mit uns, der im Einklang mit unseren tariflichen und betrieblichen Mindeststandards steht. Wir erwarten, dass die Geschäftsleitung stets tarifkonform und stets nach unseren Betriebsvereinbarungen handelt. Alles andere ist nicht hinnehmbar.

Leider erleben wir derzeit bereichsübergreifend genau das Gegenteil. Die krisenangepassten Tarifvertragsreglungen von allen Gewerkschaften ermöglichen es der Condor uns als Crews – egal ob im Cockpit oder der Kabine erhöht und flexibler einzusetzen. Das dies für eine erhöhte Belastung sorgt ist selbsterklärend. – Das ist auch in der Geschichte mit TC Insolvenz, gescheitertem PGL Verkauf und Corona unser schmerzliches, aber zugleich auch wertschätzendes Zugeständnis an unsere Condor. Was wir der Condor nicht zugestehen ist all das, was darüber hinaus auf uns regelrecht einprasselt. Tägliche operative Veränderungen seitens der Firma, augenscheinliche Brüche von tariflichen oder betrieblichen Standards und die damit leider oft einhergehende Nichtkommunikation sind unhaltbar und verärgern uns.

Der Sommer wird der wichtigste in der Geschichte unserer Condor – das ist uns allen bewusst. Nichtsdestotrotz sind wir in der Kabine, Flight Deck aber auch in OPS und Technik diejenigen die diesen Sommer gemeinsam stemmen müssen. Dafür brauchen wir Ihre Zusage, dass Sie sich an das halten, was die Gewerkschaften und die Personalvertretung mit Ihnen vereinbart haben.

Wir halten uns an unsere Regelungen, Abläufe und gesetzlichen Vorschriften. Wir erwarten dies auch von unserer Arbeitgeberin. Wir erwarten zeitgleich kein sprichwörtliches Katz- und Maus-Spiel im Einsatz oder kreative Auslegungen der Mindeststandards. Sie tragen Verantwortung für jede und jeden einzelnen von uns. Die Herren Teckentrup, Hundt, Schmitt und Frau Weißmüller – nehmen Sie diese Verantwortung ernst.

Der Sommer wird hart, dass zeigt sich jetzt schon in personalmangelbedingten Annullierungen und der Masse an Flugstunden die sich anhäufen. Viele von uns stehen schon jetzt an der individuellen Belastungsgrenze. Das sorgt nicht nur für Frust, sondern auch für Wut und Unmut von vielen. Das kann nicht das Ziel von Condor sein. Die Fatigue-Reporte der letzten Monate sprechen hier exemplarische Bände.

Wir erleben Kolleginnen und Kollegen die in Tränen ausbrechen, Bange haben zu verschlafen, oder ihrer Familie bzw. ihren Kindern nicht mehr gerecht zu werden. Wir erleben, dass viele regelrechte Furcht haben, durch AOGs irgendwo zu stranden. Auch das kann nicht das Ziel von Condor sein.

Wir erleben Angst-Situationen, beispielsweise wegen der Aufhebung der Freiwilligkeit bei China und ISU-OPS. Wir lesen täglich Nachrichten von Kolleginnen und Kollegen die Angst haben Flüge durchzuführen – Kolleginnen und Kollegen die die Belastung regelrecht auffrisst. Kolleginnen und Kollegen die nichtsdestotrotz ihren Dienst tun und für die Firma alles geben. Doch wie lange noch? Was glauben Sie wie lange diese Kolleginnen und Kollegen das noch aushalten? Was wird Condor tun, wenn wir mit noch größeren Krankheitsquoten konfrontiert werden? Wollen Sie dann „den Rest“ noch mehr belasten, bis auch diese Menschen ausbrennen? Wir nehmen im Moment war, dass diese Missstände ausgesessen werden. Auch das ist untragbar.

Kolleginnen und Kollegen der Kabine verstehen beispielsweise nicht, warum Arbeitsabläufe beinahe täglich umgestellt und oftmals kleinteiliger werden. Oder auch die desaströsen Testläufe der reservierbaren Overhead Compartments. Unsere Kolleginnen und Kollegen aus dem Cockpit verstehen u.a. nicht mehr warum immer mehr Zusatzarbeiten ohne Arbeitszeiterfassung erledigt werden müssen. Unglaublich viele Amendments und eine sicherheitsrelevante Informationsflut ohne klare Struktur entnervt selbst Piloten.

Zusammengefasst kann dieser wichtige Sommer nur gelingen, wenn sich alle an die Spielregeln halten und keiner beginnt Regeln zu dehnen, auszusetzen oder mit Druck auf eine Freiwilligkeit zu pochen. Wir sind gegenseitig voneinander abhängig, wir haben das gleiche Ziel, wir haben gemeinsame Spielregeln – lassen Sie uns nach diesen Spielregeln spielen.

Nur gemeinsam werden wir in eine erfolgreiche Zukunft blicken können. Nur gemeinsam werden wir das Ruder herumreißen. Nur gemeinsam werden wir unsere Condor voranbringen. Wir haben ein gemeinsames Ziel, lassen Sie uns gemeinsam und fair dieses Ziel erreichen.

Wir erwarten Ihre zeitnahe Antwort.

Unterschiften

Anja Bronstert – stv. Vorsitzende UFO

Stefan Herth – Präsident der VC

Holger Rößler – Gewerkschaftssekretär ver.di

AeroLogic: Erfolgreiche Sondierungsgespräche – Aufnahme von Tarifverhandlungen

AeroLogic: Erfolgreiche Sondierungsgespräche – Aufnahme von Tarifverhandlungen

29.03.2022 Eilmeldung

Liebe Mitglieder,

liebe Kolleginnen,

liebe Kollegen,


heute haben wir Sondierungsg spräche über die Aufnahme von

Tarifverhandlungen für das Cockpitpersonal mit der Arbeitgeberseite geführt. Im Ergebnis sind wir übereingekommen, Verhandlungen zu folgenden Themen aufzunehmen:

– Manteltarifvertrag

– Vergütungstarifvertrag

– Tarifvertragliche Regelungen zur Alterssicherung

Gemeinsames Ziel ist es, diese Verhandlungen bis zum 30. September 2022 abzuschließen. Hierzu haben die Verhandlungsparteien eine Vereinbarung unterzeichnet. Uns ist bewusst, dass bei einem derartig großen Themenkomplex ein Abschluss bis Ende September sehr ambitioniert ist. Erste Verhandlungstermine sind für Ende April und Anfang Mai verabredet.

An dieser Stelle auch ein herzliches Dankeschön an alle Teilnehmenden unserer Umfrage.

Zeitnah werden wir euch die Ergebnisse und Erkenntnisse aus der Befragung mitteilen.


Eure Tarifkommission wird sich am 7./ 8. April intern zur weiteren inhaltlichen Vorbereitung unserer Verhandlungen treffen.


Kollegiale Grüße

Eure ver.di-AeroLogic-Tarifkommission

EWG: Nächste Tarifabschlüsse

EWG: Nächste Tarifabschlüsse

28.03.2022 Eilmeldung

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

in naher Zukunft werden weitere Kolleginnen und Kollegen aus dem Konzern oder ehemaligen Flugbetrieben des Konzerns bei uns eingestellt. Diese Kolleg*innen können aufgrund der PU-Ausschreibungen nun als PU eingestellt werden. Dies war im letzten Jahr nach Abschluss unseres Tarifvertrages Auswahl & Einstellung noch nicht möglich, da es keine externen PU-Stellenausschreibungen gab und zuerst intern PUs gefördert wurden. Dadurch

konnten ehemalige PU-Kolleg*innen nur als CAs eingestellt und maximal in Stufe 11 eingruppiert werden. Kurze Zeit später sind sie dann PUs geworden, jedoch in Stufe 11 geblieben. Kolleg*innen, die jetzt als PUs eingestellt werden, können bis Stufe 17 eingruppiert werden. Diese Ungleichbehandlung und vermeintlichen Vorteil für Kolleg*innen, die jetzt erst zu uns kommen, haben wir als Thema aufgegriffen und mit dem Arbeitgeber diskutiert.

Wir konnten uns nun mit Eurowings darauf einigen, dass die Kolleginnen und Kollegen, die bislang nach TV Auswahl und Einstellung eingestellt wurden und im vorherigen Flugbetrieb PU waren, erst als CA eingestellt wurden und inzwischen PUs sind, mit Einstellung des ersten PUs nach TV Auswahl und Einstellung finanziell so gestellt werden, als wären sie direkt als PUs eingestellt worden. Zwischenzeitliche, fiktive Stufensprünge finden dabei ebenfalls Berücksichtigung.


Beispiel:

Purser mit 15 vollendeten Jahren einschlägiger externer Berufserfahrung wird bei EW am 01.04.2021 als Flugbegleitender mit FB Stufe 11 eingestellt. Purserwerdung bei Eurowings erfolgreich absolviert und als Purser eingesetzt, Eingruppierung in PU Stufe 11, nächstes Vorrückdatum zum Stufensprung ist der 01.04.2022. Umstufung des internen Pursers in PU Stufe 15 zum 01.04.2022 (15 vollendete Jahre Berufserfahrung hätten zur Eingruppierung am 01.04.2021 in PU Stufe 14 geführt, Stufensprung am 01.04.2022 führt zur Einstufung in PU Stufe 15).


Wir freuen uns, dass durch diese Einigung nun zahlreiche Kolleginnen und Kollegen „korrekt“ eingruppiert werden. Dies ist ein weiterer Schritt für uns als ver.di und Aircrew Alliance in Richtung grundsätzliche finanzielle Anerkennung von Berufserfahrung in unserer Branche. Diese sollte unser aller Ziel sein, damit AOC-Schließungen und „Übergänge“ einfacher zu verkraften sind als sie es bislang waren.


Tarifvertrag Teilzeit

Auch beim Tarifvertrag Teilzeit konnten wir uns nun mit Eurowings einigen. Der Tarifvertrag soll noch im Laufe dieser Woche unterschrieben werden. Wir informieren euch im Anschluss über die Details des Tarifvertrages.


Vergütung von Ferry Flügen

Aufgrund der Streiks der Luftsicherheitskräfte ist es in den vergangenen Tagen vermehrt zu Ferry-Flügen gekommen. Jeder Dienst inkl. eines Ferry-Fluges wird nach unserem Tarifabschluss seit dem 1.1.2022 mit 35 € für CAs und SCAs vergütet. Bitte achtet daher auf die korrekte Abrechnung.


Vergütungserhöhung Januar

Wir alle bekommen es mit: Die Preise für Öl, Gas, Lebensmittel und vieles mehr steigen bereits seit längerer Zeit. Durch den Krieg in der Ukraine sind nochmals unerwartete Preissteigerungen zu erwarten. In „normalen“ Tarifabschlüssen mit +X % würde die aktuelle Situation wahrscheinlich zu einem Reallohnverlust führen. Durch unseren Inflationsausgleich sind wir bezüglich der unerwarteten Preissteigerungen

jedoch gut abgesichert, denn: Die Inflation/Preissteigerung aus diesem Jahr wird mit Wirkung ab 1.1.2023 komplett ausgeglichen – ohne wenn und aber. Der Arbeitgeber kann diese Erhöhung nicht durch ein Sonderkündigungsrecht verhindern. Dieses kann erst später genutzt werden.

Einige Prognosen sagen inzwischen, dass die diesjährige Inflation bei ca. 5% liegen wird. Das würde bedeuten, dass es 5% mehr Gehalt für uns ab 1.1.23 gibt.


Kollegiale Grüße

ver.di Tarifkommission Eurowings Kabine

DLH: Corona-Prämie JETZT! – Für alle Lufthansabeschäftigten am Boden und in der Kabine!

DLH: Corona-Prämie JETZT! – Für alle Lufthansabeschäftigten am Boden und in der Kabine!

04.02.2022 Eilmeldung

Liebe Mitglieder, liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

Ob massive Kurzarbeit oder Arbeit bis zum Umfallen – die Kolleginnen und Kollegen haben die Lufthansa durch die Krise gebracht. Dafür erwarten wir ein deutliches Zeichen der Wertschätzung.

Die Belastungen in über zwei Jahren der Krise waren und sind vielfältig: Angst vor Arbeitsplatzverlust, psychische Belastung bei Kurzarbeit, in vielen Bereichen enorme Überlastung und Arbeitsverdichtung, dazu diverse gesundheitliche Risiken und stundenlange körperliche Belastung mit Maske.

Wir verdienen mehr als warme Worte – die Corona Prämie ist überfällig. Ohne Wenn und Aber!

ver.di hat in tausenden Unternehmen diese Sonderzahlung vereinbart. Auch in Unternehmen des Luftverkehrs. Seit 2020 hat sich der Lufthansa Konzern hartnäckig, trotz vielfacher Aufforderung, geweigert den Kolleginnen und Kollegen die gleiche finanzielle Anerkennung zukommen zu lassen.  Dass es anders geht, zeigten vor wenigen Wochen die ver.di Kolleginnen und Kollegen bei der Eurowings Kabine. Dort konnte eine Prämie erstmals im Konzern durchgesetzt werden.

Bis März kann die steuerfreie Prämie noch gezahlt werden. 

Jetzt ist endlich Zeit für die Corona Prämie für alle Beschäftigten am Boden und in der Kabine! Ohne Wenn und Aber!

Kollegiale Grüße

Eure ver.di-Konzerntarifkommission

MAY: one special request from Malta…

MAY: one special request from Malta…

04.01.2022 Eilmeldung

Dear colleagues, dear cabin crew,


The Malta Air management approached us with the request to extend the short-time working. The management justifies this with the lower production figures of the Ryanair Group due to the COVID virus variant.


We have taken note of the request and, for our part, have sent a comprehensive questionnaire to the management today. For us, the desire for short-time work is currently incomprehensible. Among other things, we queried the actual production figures, sick leave, the use of temporary workers, irregularities in pay slips and overtime balances. We will review and assess the arguments after management has answered.

At this point we would like to ask you how you perceive the current workload. Please tell us your current assessment by 21 January at the latest at my-ryanair-union@verdi.de . You are welcome to write down wishes, thoughts and fears there. We would like to work with you to work on this request from the management. We will also inform your guardians in politics about this development and ask for comments.


Let’s get stronger together and stop being annoyed by management. As a cabin crew, we do a lot every day to ensure that the business works – we deserve respect and recognition for this.

Stay healthy, stay strong and above all stay brave!
Your
ver.di Bargaining Committee

TUI: Kein Weihnachtsgeld bei Aufhebungsvertrag?

TUI: Kein Weihnachtsgeld bei Aufhebungsvertrag?

03.12.2021 Eilmeldung

Das wäre nicht nur unrechtmäßig, sondern auch höchst schäbig!

Liebe Kolleginnen & Kollegen,

in den letzten Tagen haben sich bei uns einige Kolleg*innen gemeldet, dass sie dieses Jahr kein Weihnachtsgeld ausgezahlt bekommen haben. Es stellte sich dann heraus, dass das alles Kolleg*innen waren, die Aufhebungsverträge mit der Firma abgeschlossen haben und diejenigen, mit denen wir gesprochen haben, die das Weihnachtsgeld bekommen haben, sind ausnahmslos Kolleg*innen, die bleiben. Wir haben daher die ganz starke Vermutung, dass das System hat und möglicherweise allen Kolleg*innen mit Aufhebungsverträgen das Weihnachtsgeld vorenthalten wurde.

Sowohl unsere Tarifverträge als auch die geltende Rechtslage sind hier jedoch eindeutig!

Im §7 des VTV für den Boden als auch im §8 der beiden VTVs für die Kabine ist folgendes geregelt:

  1. Die Arbeitnehmer erhalten ein Weihnachtsgeld in Höhe 500,– € gemäß dem Beschäftigungsgrad des Jahres.
  2. Das Weihnachtsgeld wird im Monat November ausgezahlt.
  3. Arbeitnehmer, die später als zum 1. Januar eines Jahres ihren Dienst bei der TUlfly aufnehmen, erhalten das Weihnachtsgeld gezwölftelt nach der Zahl der Beschäftigungsmonate im Monat nach Beendigung der Probezeit. […]
  4. Anspruchsberechtigt sind die Mitarbeiter, die sich zum Zeitpunkt der Auszahlung in einem ungekündigten Arbeitsverhältnis befinden und deren Arbeitsverhältnis mindestens einen Monat bestanden hat. […]

Ein abgeschlossener Aufhebungsvertrag ist kein gekündigtes Arbeitsverhältnis, daher besteht unserer Meinung nach ein eindeutiger Rechtsanspruch auf die Zahlung!

So hat es im Übrigen auch das BAG (10 AZR 186/91) höchstrichterlich festgestellt: Macht eine tarifliche Regelung den Anspruch auf eine Jahreszahlung davon abhängig, daß das Arbeitsverhältnis an einem Stichtag “ungekündigt” ist, dann steht ein vor dem Stichtag abgeschlossener Aufhebungsvertrag einer Kündigung des Arbeitsverhältnisses nicht gleich.
Wenn auch den Kolleg*innen mit Änderungskündigungen ihr Weihnachtsgeld nicht ausgezahlt worden sein sollte, dann gilt unserer Ansicht nach hier das gleiche, denn eine Änderungskündigung ist noch keine Beendigungskündigung und so lange die nicht ausgesprochen ist, ist das Arbeitsverhältnis ungekündigt.

Wenn dieses Verhalten Methode hat und allen Kolleg*innen mit abgeschlossenen Aufhebungsverträgen das Weihnachtsgeld vorenthalten wurde, dann wäre das nicht nur ein unrechtmäßiges Vorgehen des Arbeitgebers, sondern in der derzeitigen Lage auch ein absolut schäbiges und fügt sich leider in ein Gesamtbild wie bei TUI fly derzeit vom Management mit den Mitarbeitern umgegangen wird.

Das Weihnachtsfest bietet dieses Jahr nicht nur wegen der Perspektive auf Arbeitslosigkeit im nächsten Jahr für viele Kolleg*innen, die das Unternehmen verlassen müssen, wenig üppige Aussichten. Wenn ihnen dann noch das ihnen zustehende Weihnachtsgeld verwehrt bleibt ist das nach vielen Schlägen in die Magengrube in den letzten anderthalb Jahren zum Abschluss noch eins mit der Rute.

So geht’s aber nicht!
Wir haben den Arbeitgeber daher heute schriftlich aufgefordert, unverzüglich die ausstehenden Weihnachtsgelder auszuzahlen und hier für Aufklärung zu sorgen!

Was könnt ihr jetzt tun?

Wir bitten Euch daher alle zu prüfen, ob ihr im November euer Weihnachtsgeld ausgezahlt bekommen habt.
Sollte der Arbeitgeber hier nicht unverzüglich Aufklärung leisten und das ausstehende Weihnachtsgeld auszahlen, dann kann und sollte jede*r Beschäftigte innerhalb der tarifvertraglichen Ausschlussfrist von sechs Monaten seinen tariflichen Anspruch auf das Weihnachtsgeld gegenüber dem Arbeitgeber schriftlich geltend machen. Die ver.di-Mitglieder können dies selbstverständlich über den gewerkschaftlichen Rechtsschutz machen.
Wir wünschen Euch, liebe Kolleg*innen, trotz allem einen schönen zweiten Advent!

Solidarische Grüße,
Eure ver.di Tarifkommission Boden & Kabine mit Marian Drews

DLH: Sondierungsgespräche mit Lufthansa

DLH: Sondierungsgespräche mit Lufthansa

04.10.2021 Eilmeldung

Liebe Mitglieder,

liebe Kolleginnen,

liebe Kollegen,

in den vergangenen Tagen haben wir eine Reihe von Terminen mit Lufthansa wahrgenommen, um auszuloten, wie die tarifliche Zukunft für die Lufthansa Kabine aussehen kann und um die größten Stolpersteine bei den unterschiedlichen Positionen zwischen LH und Tarifkommission identifizieren. Wie zu erwarten, wäre es der Lufthansa am liebsten gewesen, wenn wir einfach alle Tarifverträge der UFO nachzeichnen würden. Dies hätte aber bedeutet, dass wir auch alle Verschlechterungen der letzten Jahre akzeptiert hätten. Somit wäre aus Sicht des Managements Tarifeinheit und der Traum einer „heilen Welt“ nach dem BAG-Urteil geschaffen worden. So einfach ist das für uns keine Option.


Systemische Verschlechterungen sind ein Problem

Es ist z.B. kein Geheimnis, dass sich unsere Begeisterung in Grenzen hielt, als rückwirkend zu 2014 die neue Altersversorgung eingeführt wurde. Das hat zur Genüge inhaltliche Gründe, insbesondere wie damals handwerklich der Systemänderung vollzogen wurde. Unstrittig ist, dass es mit dem Wechsel Lufthansa gelang, schwindelerregende Geldsummen aus ihrer Bilanz zu streichen, die dort für unsere Altersversorgung hinterlegt waren. Wir stehen nun vor der Herausforderung, diese Auslagerung nachträglich verträglicher zu gestalten und gleichzeitig in eine neue Welt, also Tarifsystematik, einzubinden.

Auch im Bereich Vergütung und Arbeitsbedingungen, also MTV, VTV, Monitoring und Krisenbeitrag, sind in den letzten Jahren systemische Verschlechterungen etabliert worden, die wir nicht einfach so in einen Aircrew Alliance-Vertrag übernehmen wollen. Besonders schmerzhafte Punkte sind hier für uns zum Beispiel die Einführung des SMK und das Abschneiden der Gehälter auf niedrigem Niveau, den Eigenbeitrag zur Altersversorgung, der das Gehaltsniveau ab Stufe 4 wieder absenkt und die Kopplung des Tabellenwechsels an den SMP, den man in der Niedrigverdienstphase erstmal vollständig selbst finanziert.


Bitte alles kosteneutral…

Wie ein Schleier legt sich der immer wieder geäußerte Wunsch der LH, jegliche Veränderung kostenneutral zu gestalten, über die Gespräche. Ohne Zweifel hat das Management nachvollziehbar in der aktuellen Branchenlage ein großes Interesse daran, jegliche Art von Ausgaben/Kosten zu vermeiden.

So einfach wird es jedoch nicht sein. Die Belastung der Kabine steigt und gleichzeitig wurden bereits in den letzten Jahren, also vor der aktuellen Krise, durch Eingriffe in die Vergütung- und Versorgungsstrukturen an ver.di vorbei massive Kosteneinsparungen geschaffen. Deren Auswirkungen sollen wir nun kostenneutral heilen? Außerordentlich schwierig.

Nun könnt ihr Euch vorstellen, wie zäh die Gespräche verlaufen. Und so bewegen wir uns in kleinen Schritten aufeinander zu. Wir sind uns allerdings noch nicht sicher, ob das Management den Ernst der Lage schon ausreichend verstanden hat.


Zukunftssicherheit und attraktive Arbeitsplätze

Zur Familie der Lufthanseatinnen und Lufthanseaten zu gehören, ist für uns mit dem Anspruch verbunden, die Zukunftssicherheit zu erhalten, für die wir alle hart gearbeitet haben und einen Arbeitsplatz behalten zu können, der nicht künstlich unattraktiv gemacht wird. Das zu vermitteln wird uns gelingen, wenn wir noch mehr von den Kolleginnen und Kollegen unterstützt werden.


Der Neustart beginnt mit Dir

Lass uns konsequent sein und noch stärker werden.

Jedes Mitglied zählt. Der Neustart beginnt mit Dir!