EZY: Easyjet cabin crew warning strike tomorrow

EZY: Easyjet cabin crew warning strike tomorrow

09.06.2022 Pressemitteilung, Streikmeldung

ver.di is calling on the around 450 cabin crew members at easyjet Germany in Berlin to go on warning strike on Friday between 5:00 a.m. and 10:00 a.m. Passengers must expect numerous flight cancellations and delays.

The background to the warning strike is the ongoing negotiations for the employees wage-CLA of the cabin crew members. „The employers have not presented us with a new offer to increase remuneration and thus provoked the warning strike themselves,“ says Holger Rößler, ver.di negotiator at easyjet.

In the current collective bargaining negotiations, ver.di is demanding compensation for the current price increases, but at least a 5 percent increase in remuneration and a one-off payment in the amount of a monthly salary including shift and sector allowance. The term of the collective agreement should be until December 31, 2022.

„The exorbitantly increased prices and the large additional burden on board due to the chaotic restart phase of the entire industry show that our demands are more than justified. It is high time that the cabin crews were rewarded for this,” demands Rößler.

ver.di is the trade union responsible for all easyjet business areas in Germany. These include cabin, cockpit, technology and administration. The Berlin location is the only remaining base in Germany.

There is currently no new hearing date.

CFG: gemeinsamer Brief von UFO, VC und ver.di

Demonstrant mit Plakat Aufschrift "Mayday"

CFG: gemeinsamer Brief von UFO, VC und ver.di

25.05.2022 Eilmeldung

Gemeinsamer Brief der Gewerkschaften UFO, Vereinigung Cockpit und ver.di

Sehr geehrter Herr Teckentrup,

Sehr geehrter Herr Hundt,

Sehr geehrter Herr Schmitt,

Sehr geehrte Frau Weißmüller,

wenn Ihnen alle drei im Betrieb vertretenen Gewerkschaften in einem gemeinsamen Brief schreiben, ist Ihnen der Ernst der Lage sicherlich schon auf Grundlage des Formates bewusst.

Wir als Condor-Beschäftigte sind Leid gewohnt. Wir sind auch große Belastungen gewohnt. Wir waren bisher auch immer bereit zum Wohle der Firma und zum Erhalt unserer Arbeitsplätze viel zu investieren. Diesen Invest haben wir auf unser Vertrauen in die Firma gestützt. Im Gegenzug erwarten wir einen Umgang mit uns, der im Einklang mit unseren tariflichen und betrieblichen Mindeststandards steht. Wir erwarten, dass die Geschäftsleitung stets tarifkonform und stets nach unseren Betriebsvereinbarungen handelt. Alles andere ist nicht hinnehmbar.

Leider erleben wir derzeit bereichsübergreifend genau das Gegenteil. Die krisenangepassten Tarifvertragsreglungen von allen Gewerkschaften ermöglichen es der Condor uns als Crews – egal ob im Cockpit oder der Kabine erhöht und flexibler einzusetzen. Das dies für eine erhöhte Belastung sorgt ist selbsterklärend. – Das ist auch in der Geschichte mit TC Insolvenz, gescheitertem PGL Verkauf und Corona unser schmerzliches, aber zugleich auch wertschätzendes Zugeständnis an unsere Condor. Was wir der Condor nicht zugestehen ist all das, was darüber hinaus auf uns regelrecht einprasselt. Tägliche operative Veränderungen seitens der Firma, augenscheinliche Brüche von tariflichen oder betrieblichen Standards und die damit leider oft einhergehende Nichtkommunikation sind unhaltbar und verärgern uns.

Der Sommer wird der wichtigste in der Geschichte unserer Condor – das ist uns allen bewusst. Nichtsdestotrotz sind wir in der Kabine, Flight Deck aber auch in OPS und Technik diejenigen die diesen Sommer gemeinsam stemmen müssen. Dafür brauchen wir Ihre Zusage, dass Sie sich an das halten, was die Gewerkschaften und die Personalvertretung mit Ihnen vereinbart haben.

Wir halten uns an unsere Regelungen, Abläufe und gesetzlichen Vorschriften. Wir erwarten dies auch von unserer Arbeitgeberin. Wir erwarten zeitgleich kein sprichwörtliches Katz- und Maus-Spiel im Einsatz oder kreative Auslegungen der Mindeststandards. Sie tragen Verantwortung für jede und jeden einzelnen von uns. Die Herren Teckentrup, Hundt, Schmitt und Frau Weißmüller – nehmen Sie diese Verantwortung ernst.

Der Sommer wird hart, dass zeigt sich jetzt schon in personalmangelbedingten Annullierungen und der Masse an Flugstunden die sich anhäufen. Viele von uns stehen schon jetzt an der individuellen Belastungsgrenze. Das sorgt nicht nur für Frust, sondern auch für Wut und Unmut von vielen. Das kann nicht das Ziel von Condor sein. Die Fatigue-Reporte der letzten Monate sprechen hier exemplarische Bände.

Wir erleben Kolleginnen und Kollegen die in Tränen ausbrechen, Bange haben zu verschlafen, oder ihrer Familie bzw. ihren Kindern nicht mehr gerecht zu werden. Wir erleben, dass viele regelrechte Furcht haben, durch AOGs irgendwo zu stranden. Auch das kann nicht das Ziel von Condor sein.

Wir erleben Angst-Situationen, beispielsweise wegen der Aufhebung der Freiwilligkeit bei China und ISU-OPS. Wir lesen täglich Nachrichten von Kolleginnen und Kollegen die Angst haben Flüge durchzuführen – Kolleginnen und Kollegen die die Belastung regelrecht auffrisst. Kolleginnen und Kollegen die nichtsdestotrotz ihren Dienst tun und für die Firma alles geben. Doch wie lange noch? Was glauben Sie wie lange diese Kolleginnen und Kollegen das noch aushalten? Was wird Condor tun, wenn wir mit noch größeren Krankheitsquoten konfrontiert werden? Wollen Sie dann „den Rest“ noch mehr belasten, bis auch diese Menschen ausbrennen? Wir nehmen im Moment war, dass diese Missstände ausgesessen werden. Auch das ist untragbar.

Kolleginnen und Kollegen der Kabine verstehen beispielsweise nicht, warum Arbeitsabläufe beinahe täglich umgestellt und oftmals kleinteiliger werden. Oder auch die desaströsen Testläufe der reservierbaren Overhead Compartments. Unsere Kolleginnen und Kollegen aus dem Cockpit verstehen u.a. nicht mehr warum immer mehr Zusatzarbeiten ohne Arbeitszeiterfassung erledigt werden müssen. Unglaublich viele Amendments und eine sicherheitsrelevante Informationsflut ohne klare Struktur entnervt selbst Piloten.

Zusammengefasst kann dieser wichtige Sommer nur gelingen, wenn sich alle an die Spielregeln halten und keiner beginnt Regeln zu dehnen, auszusetzen oder mit Druck auf eine Freiwilligkeit zu pochen. Wir sind gegenseitig voneinander abhängig, wir haben das gleiche Ziel, wir haben gemeinsame Spielregeln – lassen Sie uns nach diesen Spielregeln spielen.

Nur gemeinsam werden wir in eine erfolgreiche Zukunft blicken können. Nur gemeinsam werden wir das Ruder herumreißen. Nur gemeinsam werden wir unsere Condor voranbringen. Wir haben ein gemeinsames Ziel, lassen Sie uns gemeinsam und fair dieses Ziel erreichen.

Wir erwarten Ihre zeitnahe Antwort.

Unterschiften

Anja Bronstert – stv. Vorsitzende UFO

Stefan Herth – Präsident der VC

Holger Rößler – Gewerkschaftssekretär ver.di

AeroLogic: Erfolgreiche Sondierungsgespräche – Aufnahme von Tarifverhandlungen

AeroLogic: Erfolgreiche Sondierungsgespräche – Aufnahme von Tarifverhandlungen

29.03.2022 Eilmeldung

Liebe Mitglieder,

liebe Kolleginnen,

liebe Kollegen,


heute haben wir Sondierungsg spräche über die Aufnahme von

Tarifverhandlungen für das Cockpitpersonal mit der Arbeitgeberseite geführt. Im Ergebnis sind wir übereingekommen, Verhandlungen zu folgenden Themen aufzunehmen:

– Manteltarifvertrag

– Vergütungstarifvertrag

– Tarifvertragliche Regelungen zur Alterssicherung

Gemeinsames Ziel ist es, diese Verhandlungen bis zum 30. September 2022 abzuschließen. Hierzu haben die Verhandlungsparteien eine Vereinbarung unterzeichnet. Uns ist bewusst, dass bei einem derartig großen Themenkomplex ein Abschluss bis Ende September sehr ambitioniert ist. Erste Verhandlungstermine sind für Ende April und Anfang Mai verabredet.

An dieser Stelle auch ein herzliches Dankeschön an alle Teilnehmenden unserer Umfrage.

Zeitnah werden wir euch die Ergebnisse und Erkenntnisse aus der Befragung mitteilen.


Eure Tarifkommission wird sich am 7./ 8. April intern zur weiteren inhaltlichen Vorbereitung unserer Verhandlungen treffen.


Kollegiale Grüße

Eure ver.di-AeroLogic-Tarifkommission

EWG: Nächste Tarifabschlüsse

EWG: Nächste Tarifabschlüsse

28.03.2022 Eilmeldung

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

in naher Zukunft werden weitere Kolleginnen und Kollegen aus dem Konzern oder ehemaligen Flugbetrieben des Konzerns bei uns eingestellt. Diese Kolleg*innen können aufgrund der PU-Ausschreibungen nun als PU eingestellt werden. Dies war im letzten Jahr nach Abschluss unseres Tarifvertrages Auswahl & Einstellung noch nicht möglich, da es keine externen PU-Stellenausschreibungen gab und zuerst intern PUs gefördert wurden. Dadurch

konnten ehemalige PU-Kolleg*innen nur als CAs eingestellt und maximal in Stufe 11 eingruppiert werden. Kurze Zeit später sind sie dann PUs geworden, jedoch in Stufe 11 geblieben. Kolleg*innen, die jetzt als PUs eingestellt werden, können bis Stufe 17 eingruppiert werden. Diese Ungleichbehandlung und vermeintlichen Vorteil für Kolleg*innen, die jetzt erst zu uns kommen, haben wir als Thema aufgegriffen und mit dem Arbeitgeber diskutiert.

Wir konnten uns nun mit Eurowings darauf einigen, dass die Kolleginnen und Kollegen, die bislang nach TV Auswahl und Einstellung eingestellt wurden und im vorherigen Flugbetrieb PU waren, erst als CA eingestellt wurden und inzwischen PUs sind, mit Einstellung des ersten PUs nach TV Auswahl und Einstellung finanziell so gestellt werden, als wären sie direkt als PUs eingestellt worden. Zwischenzeitliche, fiktive Stufensprünge finden dabei ebenfalls Berücksichtigung.


Beispiel:

Purser mit 15 vollendeten Jahren einschlägiger externer Berufserfahrung wird bei EW am 01.04.2021 als Flugbegleitender mit FB Stufe 11 eingestellt. Purserwerdung bei Eurowings erfolgreich absolviert und als Purser eingesetzt, Eingruppierung in PU Stufe 11, nächstes Vorrückdatum zum Stufensprung ist der 01.04.2022. Umstufung des internen Pursers in PU Stufe 15 zum 01.04.2022 (15 vollendete Jahre Berufserfahrung hätten zur Eingruppierung am 01.04.2021 in PU Stufe 14 geführt, Stufensprung am 01.04.2022 führt zur Einstufung in PU Stufe 15).


Wir freuen uns, dass durch diese Einigung nun zahlreiche Kolleginnen und Kollegen „korrekt“ eingruppiert werden. Dies ist ein weiterer Schritt für uns als ver.di und Aircrew Alliance in Richtung grundsätzliche finanzielle Anerkennung von Berufserfahrung in unserer Branche. Diese sollte unser aller Ziel sein, damit AOC-Schließungen und „Übergänge“ einfacher zu verkraften sind als sie es bislang waren.


Tarifvertrag Teilzeit

Auch beim Tarifvertrag Teilzeit konnten wir uns nun mit Eurowings einigen. Der Tarifvertrag soll noch im Laufe dieser Woche unterschrieben werden. Wir informieren euch im Anschluss über die Details des Tarifvertrages.


Vergütung von Ferry Flügen

Aufgrund der Streiks der Luftsicherheitskräfte ist es in den vergangenen Tagen vermehrt zu Ferry-Flügen gekommen. Jeder Dienst inkl. eines Ferry-Fluges wird nach unserem Tarifabschluss seit dem 1.1.2022 mit 35 € für CAs und SCAs vergütet. Bitte achtet daher auf die korrekte Abrechnung.


Vergütungserhöhung Januar

Wir alle bekommen es mit: Die Preise für Öl, Gas, Lebensmittel und vieles mehr steigen bereits seit längerer Zeit. Durch den Krieg in der Ukraine sind nochmals unerwartete Preissteigerungen zu erwarten. In „normalen“ Tarifabschlüssen mit +X % würde die aktuelle Situation wahrscheinlich zu einem Reallohnverlust führen. Durch unseren Inflationsausgleich sind wir bezüglich der unerwarteten Preissteigerungen

jedoch gut abgesichert, denn: Die Inflation/Preissteigerung aus diesem Jahr wird mit Wirkung ab 1.1.2023 komplett ausgeglichen – ohne wenn und aber. Der Arbeitgeber kann diese Erhöhung nicht durch ein Sonderkündigungsrecht verhindern. Dieses kann erst später genutzt werden.

Einige Prognosen sagen inzwischen, dass die diesjährige Inflation bei ca. 5% liegen wird. Das würde bedeuten, dass es 5% mehr Gehalt für uns ab 1.1.23 gibt.


Kollegiale Grüße

ver.di Tarifkommission Eurowings Kabine

DLH: Corona-Prämie JETZT! – Für alle Lufthansabeschäftigten am Boden und in der Kabine!

DLH: Corona-Prämie JETZT! – Für alle Lufthansabeschäftigten am Boden und in der Kabine!

04.02.2022 Eilmeldung

Liebe Mitglieder, liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

Ob massive Kurzarbeit oder Arbeit bis zum Umfallen – die Kolleginnen und Kollegen haben die Lufthansa durch die Krise gebracht. Dafür erwarten wir ein deutliches Zeichen der Wertschätzung.

Die Belastungen in über zwei Jahren der Krise waren und sind vielfältig: Angst vor Arbeitsplatzverlust, psychische Belastung bei Kurzarbeit, in vielen Bereichen enorme Überlastung und Arbeitsverdichtung, dazu diverse gesundheitliche Risiken und stundenlange körperliche Belastung mit Maske.

Wir verdienen mehr als warme Worte – die Corona Prämie ist überfällig. Ohne Wenn und Aber!

ver.di hat in tausenden Unternehmen diese Sonderzahlung vereinbart. Auch in Unternehmen des Luftverkehrs. Seit 2020 hat sich der Lufthansa Konzern hartnäckig, trotz vielfacher Aufforderung, geweigert den Kolleginnen und Kollegen die gleiche finanzielle Anerkennung zukommen zu lassen.  Dass es anders geht, zeigten vor wenigen Wochen die ver.di Kolleginnen und Kollegen bei der Eurowings Kabine. Dort konnte eine Prämie erstmals im Konzern durchgesetzt werden.

Bis März kann die steuerfreie Prämie noch gezahlt werden. 

Jetzt ist endlich Zeit für die Corona Prämie für alle Beschäftigten am Boden und in der Kabine! Ohne Wenn und Aber!

Kollegiale Grüße

Eure ver.di-Konzerntarifkommission

MAY: one special request from Malta…

MAY: one special request from Malta…

04.01.2022 Eilmeldung

Dear colleagues, dear cabin crew,


The Malta Air management approached us with the request to extend the short-time working. The management justifies this with the lower production figures of the Ryanair Group due to the COVID virus variant.


We have taken note of the request and, for our part, have sent a comprehensive questionnaire to the management today. For us, the desire for short-time work is currently incomprehensible. Among other things, we queried the actual production figures, sick leave, the use of temporary workers, irregularities in pay slips and overtime balances. We will review and assess the arguments after management has answered.

At this point we would like to ask you how you perceive the current workload. Please tell us your current assessment by 21 January at the latest at my-ryanair-union@verdi.de . You are welcome to write down wishes, thoughts and fears there. We would like to work with you to work on this request from the management. We will also inform your guardians in politics about this development and ask for comments.


Let’s get stronger together and stop being annoyed by management. As a cabin crew, we do a lot every day to ensure that the business works – we deserve respect and recognition for this.

Stay healthy, stay strong and above all stay brave!
Your
ver.di Bargaining Committee

TUI: Kein Weihnachtsgeld bei Aufhebungsvertrag?

TUI: Kein Weihnachtsgeld bei Aufhebungsvertrag?

03.12.2021 Eilmeldung

Das wäre nicht nur unrechtmäßig, sondern auch höchst schäbig!

Liebe Kolleginnen & Kollegen,

in den letzten Tagen haben sich bei uns einige Kolleg*innen gemeldet, dass sie dieses Jahr kein Weihnachtsgeld ausgezahlt bekommen haben. Es stellte sich dann heraus, dass das alles Kolleg*innen waren, die Aufhebungsverträge mit der Firma abgeschlossen haben und diejenigen, mit denen wir gesprochen haben, die das Weihnachtsgeld bekommen haben, sind ausnahmslos Kolleg*innen, die bleiben. Wir haben daher die ganz starke Vermutung, dass das System hat und möglicherweise allen Kolleg*innen mit Aufhebungsverträgen das Weihnachtsgeld vorenthalten wurde.

Sowohl unsere Tarifverträge als auch die geltende Rechtslage sind hier jedoch eindeutig!

Im §7 des VTV für den Boden als auch im §8 der beiden VTVs für die Kabine ist folgendes geregelt:

  1. Die Arbeitnehmer erhalten ein Weihnachtsgeld in Höhe 500,– € gemäß dem Beschäftigungsgrad des Jahres.
  2. Das Weihnachtsgeld wird im Monat November ausgezahlt.
  3. Arbeitnehmer, die später als zum 1. Januar eines Jahres ihren Dienst bei der TUlfly aufnehmen, erhalten das Weihnachtsgeld gezwölftelt nach der Zahl der Beschäftigungsmonate im Monat nach Beendigung der Probezeit. […]
  4. Anspruchsberechtigt sind die Mitarbeiter, die sich zum Zeitpunkt der Auszahlung in einem ungekündigten Arbeitsverhältnis befinden und deren Arbeitsverhältnis mindestens einen Monat bestanden hat. […]

Ein abgeschlossener Aufhebungsvertrag ist kein gekündigtes Arbeitsverhältnis, daher besteht unserer Meinung nach ein eindeutiger Rechtsanspruch auf die Zahlung!

So hat es im Übrigen auch das BAG (10 AZR 186/91) höchstrichterlich festgestellt: Macht eine tarifliche Regelung den Anspruch auf eine Jahreszahlung davon abhängig, daß das Arbeitsverhältnis an einem Stichtag “ungekündigt” ist, dann steht ein vor dem Stichtag abgeschlossener Aufhebungsvertrag einer Kündigung des Arbeitsverhältnisses nicht gleich.
Wenn auch den Kolleg*innen mit Änderungskündigungen ihr Weihnachtsgeld nicht ausgezahlt worden sein sollte, dann gilt unserer Ansicht nach hier das gleiche, denn eine Änderungskündigung ist noch keine Beendigungskündigung und so lange die nicht ausgesprochen ist, ist das Arbeitsverhältnis ungekündigt.

Wenn dieses Verhalten Methode hat und allen Kolleg*innen mit abgeschlossenen Aufhebungsverträgen das Weihnachtsgeld vorenthalten wurde, dann wäre das nicht nur ein unrechtmäßiges Vorgehen des Arbeitgebers, sondern in der derzeitigen Lage auch ein absolut schäbiges und fügt sich leider in ein Gesamtbild wie bei TUI fly derzeit vom Management mit den Mitarbeitern umgegangen wird.

Das Weihnachtsfest bietet dieses Jahr nicht nur wegen der Perspektive auf Arbeitslosigkeit im nächsten Jahr für viele Kolleg*innen, die das Unternehmen verlassen müssen, wenig üppige Aussichten. Wenn ihnen dann noch das ihnen zustehende Weihnachtsgeld verwehrt bleibt ist das nach vielen Schlägen in die Magengrube in den letzten anderthalb Jahren zum Abschluss noch eins mit der Rute.

So geht’s aber nicht!
Wir haben den Arbeitgeber daher heute schriftlich aufgefordert, unverzüglich die ausstehenden Weihnachtsgelder auszuzahlen und hier für Aufklärung zu sorgen!

Was könnt ihr jetzt tun?

Wir bitten Euch daher alle zu prüfen, ob ihr im November euer Weihnachtsgeld ausgezahlt bekommen habt.
Sollte der Arbeitgeber hier nicht unverzüglich Aufklärung leisten und das ausstehende Weihnachtsgeld auszahlen, dann kann und sollte jede*r Beschäftigte innerhalb der tarifvertraglichen Ausschlussfrist von sechs Monaten seinen tariflichen Anspruch auf das Weihnachtsgeld gegenüber dem Arbeitgeber schriftlich geltend machen. Die ver.di-Mitglieder können dies selbstverständlich über den gewerkschaftlichen Rechtsschutz machen.
Wir wünschen Euch, liebe Kolleg*innen, trotz allem einen schönen zweiten Advent!

Solidarische Grüße,
Eure ver.di Tarifkommission Boden & Kabine mit Marian Drews

DLH: Sondierungsgespräche mit Lufthansa

DLH: Sondierungsgespräche mit Lufthansa

04.10.2021 Eilmeldung

Liebe Mitglieder,

liebe Kolleginnen,

liebe Kollegen,

in den vergangenen Tagen haben wir eine Reihe von Terminen mit Lufthansa wahrgenommen, um auszuloten, wie die tarifliche Zukunft für die Lufthansa Kabine aussehen kann und um die größten Stolpersteine bei den unterschiedlichen Positionen zwischen LH und Tarifkommission identifizieren. Wie zu erwarten, wäre es der Lufthansa am liebsten gewesen, wenn wir einfach alle Tarifverträge der UFO nachzeichnen würden. Dies hätte aber bedeutet, dass wir auch alle Verschlechterungen der letzten Jahre akzeptiert hätten. Somit wäre aus Sicht des Managements Tarifeinheit und der Traum einer „heilen Welt“ nach dem BAG-Urteil geschaffen worden. So einfach ist das für uns keine Option.


Systemische Verschlechterungen sind ein Problem

Es ist z.B. kein Geheimnis, dass sich unsere Begeisterung in Grenzen hielt, als rückwirkend zu 2014 die neue Altersversorgung eingeführt wurde. Das hat zur Genüge inhaltliche Gründe, insbesondere wie damals handwerklich der Systemänderung vollzogen wurde. Unstrittig ist, dass es mit dem Wechsel Lufthansa gelang, schwindelerregende Geldsummen aus ihrer Bilanz zu streichen, die dort für unsere Altersversorgung hinterlegt waren. Wir stehen nun vor der Herausforderung, diese Auslagerung nachträglich verträglicher zu gestalten und gleichzeitig in eine neue Welt, also Tarifsystematik, einzubinden.

Auch im Bereich Vergütung und Arbeitsbedingungen, also MTV, VTV, Monitoring und Krisenbeitrag, sind in den letzten Jahren systemische Verschlechterungen etabliert worden, die wir nicht einfach so in einen Aircrew Alliance-Vertrag übernehmen wollen. Besonders schmerzhafte Punkte sind hier für uns zum Beispiel die Einführung des SMK und das Abschneiden der Gehälter auf niedrigem Niveau, den Eigenbeitrag zur Altersversorgung, der das Gehaltsniveau ab Stufe 4 wieder absenkt und die Kopplung des Tabellenwechsels an den SMP, den man in der Niedrigverdienstphase erstmal vollständig selbst finanziert.


Bitte alles kosteneutral…

Wie ein Schleier legt sich der immer wieder geäußerte Wunsch der LH, jegliche Veränderung kostenneutral zu gestalten, über die Gespräche. Ohne Zweifel hat das Management nachvollziehbar in der aktuellen Branchenlage ein großes Interesse daran, jegliche Art von Ausgaben/Kosten zu vermeiden.

So einfach wird es jedoch nicht sein. Die Belastung der Kabine steigt und gleichzeitig wurden bereits in den letzten Jahren, also vor der aktuellen Krise, durch Eingriffe in die Vergütung- und Versorgungsstrukturen an ver.di vorbei massive Kosteneinsparungen geschaffen. Deren Auswirkungen sollen wir nun kostenneutral heilen? Außerordentlich schwierig.

Nun könnt ihr Euch vorstellen, wie zäh die Gespräche verlaufen. Und so bewegen wir uns in kleinen Schritten aufeinander zu. Wir sind uns allerdings noch nicht sicher, ob das Management den Ernst der Lage schon ausreichend verstanden hat.


Zukunftssicherheit und attraktive Arbeitsplätze

Zur Familie der Lufthanseatinnen und Lufthanseaten zu gehören, ist für uns mit dem Anspruch verbunden, die Zukunftssicherheit zu erhalten, für die wir alle hart gearbeitet haben und einen Arbeitsplatz behalten zu können, der nicht künstlich unattraktiv gemacht wird. Das zu vermitteln wird uns gelingen, wenn wir noch mehr von den Kolleginnen und Kollegen unterstützt werden.


Der Neustart beginnt mit Dir

Lass uns konsequent sein und noch stärker werden.

Jedes Mitglied zählt. Der Neustart beginnt mit Dir!

EWG: Bitte schnallen Sie sich an, dieses Angebot verursacht Turbulenzen (und weitere Nullrunden)

EWG: Bitte schnallen Sie sich an, dieses Angebot verursacht Turbulenzen (und weitere Nullrunden)

27.09.2021 Eilmeldung

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

nach der ersten Verhandlung ohne Angebot des Arbeitgebers und der Absage des Verhandlungstermins seitens Eurowings in der letzten Woche, wurde für die heutigen Verhandlungen ein Angebot angekündigt.

Eurowings machte trotz aktuellem Gewinnkurs und weiteren hunderten Neueinstellungen in diesem Winter, die heute nochmals bestätigt wurden, dennoch kein Angebot zu unseren Forderungen. Auch eine finanzielle Aufwertung in mehreren, kleineren Schritten oder zu einem späteren Zeitpunkt wurden nicht in Betracht gezogen. Positive, für uns als Belegschaft sichere Erhöhungen sind – trotz Gewinn – bis Ende 2022 für Eurowings nicht vorstellbar. Das wären bei steigender Inflation 36 Nullmonate! Ein Schlag ins Gesicht und kein Zeichen der Wertschätzung an uns als Belegschaft, zumal viele bereits schon wieder weit in den MFS geplant werden. Mehr als 100 Stunden Block sind da keine Ausnahme!

Auch eine verlässliche finanzielle Bewertung unserer Forderungen konnte oder wollte Eurowings noch immer nicht erstellen. Wir erinnern uns: Die letzte Verhandlung wurde abgesagt, weil Eurowings diese Kalkulation noch erstellen wollte. Auch heute keine Bewertung vorliegen zu haben, lässt uns doch stark zweifeln, ob Eurowings uns als Kabine überhaupt ernstnimmt und uns auf Augenhöhe begegnet.

Eurowings präsentierte dann ihr eigenes Angebot als Alternative zu unseren Forderungen:

Beteiligung am Unternehmenserfolg, sofern vorhanden, in 2022

➤ bei 50 Millionen Gewinn 400 Euro (brutto) Einmalzahlung bei Vollzeit

➤ bei 100 Millionen Gewinn 800 Euro (brutto) Einmalzahlung bei Vollzeit

➤ Auszahlung in 2023

➤ weitere Zahlungen durch Produktivitätssteigerung

➤ Laufzeit des ansonsten unveränderten Vergütungstarifvertrages bis 31.12.2022

Wir haben Eurowings klar vermittelt, dass dieses Angebot keine Verhandlungsgrundlage für uns darstellt und auch nicht unsere Leistung in den vergangenen und den kommenden Monaten widerspiegelt, denn…

…keine unserer Forderungen wird berücksichtigt oder ansatzweise erfüllt.

…wir können den Unternehmenserfolg nur begrenzt beeinflussen. Das haben Projekte, wie die EW Langstrecke, die Millionen verschlungen haben, gezeigt. Auf solche

Managemententscheidungen, die zu Verlusten in den letzten Jahren führten, haben wir als Kabine keinen Einfluss.

…eine Einmalzahlung verpufft schnell. Sie hat keinen nachhaltigen Effekt und gibt keine positive Perspektive. Unsere Kosten steigen dennoch monatlich und haben durch die Nullmonate seit Januar 2020 bereits zu einem Reallohnverlust bei uns geführt.

…wir können uns keine Eingriffe in den MTV, die die Produktivität steigern würden, vorstellen. Durch die aktuellen Dienstpläne sind bereits viele am Limit oder schon darüber hinaus. Weitere Produktivitätssteigerungen auf unseren Schultern können wir nicht verkraften.

…die Höhe des Angebotes ist in Anbetracht unserer tagtäglichen Leistung zu gering. Bei einem Gewinn von 100 Millionen Euro möchte der Arbeitgeber lediglich 2-3% davon an die Belegschaft zurückgeben.

…während hunderte günstige Initials in den nächsten Wochen eingestellt werden sollen und unsere neuen Kolleginnen und Kollegen nach einiger Zeit ersetzen könnten, gibt es für unsere Kolleginnen und Kollegen der GWI, SXD und SN DUS keine sichere Perspektive.

Auch unsere eindringlichen Ausführungen, wie dieses Angebot bei uns in der Belegschaft ankommen wird, und welche Auswirkungen damit auf Eurowings zukommen werden, brachten die Arbeitgeberseite nicht zum Umdenken.

Wir haben eindringlich darauf gepocht, dass der Arbeitgeber nochmals in sich geht und wir zeitnah unsere Verhandlungen mit einem Angebot zu unseren Forderungen fortsetzen. Ob es dazu kommt, berät Eurowings nun intern.

Wir werden auch jetzt nicht aufgeben für die 4-Leg-Zulage, die finanzielle Aufwertungs-perspektive unserer Jobs und für eine Perspektive der neuen Kolleginnen und Kollegen zu kämpfen. Dabei brauchen wir all eure Unterstützung, um das hinzubekommen.

Wir halten euch, wie immer, auf dem Laufenden.

Kollegiale Grüße

ver.di Tarifkommission Eurowings Kabine

Sabrina Baderschneider, Dirk Berghoff, Britta Harder, Henrik Havighorst, Elisa Heine, Roman Hohn, Christina Klein, Tanja Kleinknecht, Julian Knops Michaela Lüdorf, Angelina Rybicki, Jens Schulz, Larissa Sternke, Sakine Yildiz-Bajcetic sowie Marvin Reschinsky (ver.di Verhandlungsführung)

EWG: Für das beste Team der Welt – Eurowings sagt Verhandlungen ab

EWG: Für das beste Team der Welt – Eurowings sagt Verhandlungen ab

19.09.2021

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

am späten Freitagabend erreichte uns eine Mail. In dieser sagt Eurowings, gegen unsere Abmachung, den für Montag angesetzten Verhandlungstermin ab und macht eine deutliche Ansage zu dem, was wir von Eurowings in den kommenden Verhandlungen erwarten können – nämlich sehr wenig.

Als Begründung für diese Absage nennt die Arbeitgeberseite die noch ausstehende finanzielle Bewertung unserer Forderung. Eurowings sei es bislang nicht möglich eine valide Berechnung vorzunehmen.

Ist das glaubwürdig? Nein. Seit Mai dieses Jahres liegen Eurowings unsere Forderungen, wie sie selbst in der Mail bestätigen, vor. Eine korrekte und verlässliche Bewertung dieser Forderungen bis heute nicht veranlasst und vorliegen zu haben, wäre unprofessionell und unglaubwürdig.

Die bisherige Bewertung der Forderungen macht uns als Tarifkommissionsmitglieder, die diesen Job im Gegensatz zum Arbeitgeber ehrenamtlich und unentgeltlich machen, aufgrund ihrer offensichtlichen Fehler sprachlos. Um ein Beispiel zu nennen: Die Kosten für die Forderung nach einer Nachtzulage werden durch eine weit verfehlte Berechnungsgrundlage um ein Vielfaches überteuert. So sollen nach Berechnung des Arbeitgebers 25% aller EWG Flüge Nachtflüge sein. Das würde bedeuten, dass jeder vierte Flug von uns nach 2:30 Uhr endet oder vor 4 Uhr beginnt. Sollen mit solchen „Tricks“ die Kosten unserer Forderungen bewusst in die Höhe gerechnet werden, damit wir, die wir eure Forderungen aus den Umfragen einbringen, als völlig gierig und die Forderungen als unverhältnismäßig dargestellt werden können? So scheint es aktuell zumindest.

Aber nicht nur das.

Eurowings versucht auch an anderer Stelle die Erwartungen zu dämpfen. Es ist die Rede von einem „moderaten Wachstum“ und dann von hohen Verlusten der letzten zwei Jahre.

Moderates Wachstum? Eurowings hat bereits über 350 Kabinenbeschäftigte dieses Jahr eingestellt und plant weitere 300-400 Einstellungen in der Kabine im Winter. Das ist eine Personalaufstockung von über 60%. Damit ist die Eurowings größer als die Germanwings und

Eurowings GmbH in 2019 zusammen. Auch eine deutliche Flottenerweiterung ist geplant. Das ist kein moderates Wachstum, sondern ein für diese Zeit riesiges Wachstum. Wachsen kann Eurowings, weil wir bereits wieder Gewinn einfahren. Einen Gewinn, den jeder von uns als Belegschaft tagtäglich und unter schwersten Bedingungen erwirtschaftet. Dafür steht uns eine Perspektive für bessere Vergütungen zu.

Eurowings hat die letzten Jahre Verluste erwirtschaftet. Richtig, aber wieso war das so? Wir als Kabine sind sicherlich die Letzten, die dafür verantwortlich waren. Viel mehr sind es doch Managemententscheidungen, die zu diesen Verlusten geführt haben. Zu viele AOCs unter der Marke Eurowings, das Langstreckenprojekt was nur Verluste eingefahren hat oder eine Operations, die zu Verspätungen und hohen Ausgleichszahlungen geführt hat.

Zu guter Letzt schreibt Eurowings im letzten Satz ihrer Mail „Derzeit müssen wir aber dauerhafte Gehaltssteigerungen ausschließen.“. Ist das schon die arbeitgeberseitige Beendigung unserer Verhandlungen? Ist das die Anerkennung für unsere Arbeit als „Bestes Team der Welt“?

Wir werden innerhalb der Tarifkommission nun diskutieren, wie wir darauf reagieren. Der nächste Verhandlungstermin ist dann der 27. September.

Unser ver.di Talk am morgigen Montag (20.09.) findet um 19 Uhr über Zoom statt. Wir werden dort mit euch über den Verhandlungsstand, unsere nächsten Schritte und euer Feedback bzw. eure Erwartungen zu den Verhandlungen sprechen. Die Einwahldaten:

(Link entfernt)

Wir halten euch auf dem Laufenden.

Kollegiale Grüße

ver.di Tarifkommission Eurowings Kabine

Sabrina Baderschneider, Dirk Berghoff, Britta Harder, Henrik Havighorst, Elisa Heine, Roman Hohn, Christina Klein, Tanja Kleinknecht, Julian Knops Michaela Lüdorf, Angelina Rybicki, Jens Schulz, Larissa Sternke, Sakine Yildiz-Bajcetic sowie Marvin Reschinsky (ver.di Verhandlungsführung)