Tarifabschluss: Perspektiven in der Eurowings Deutschland erzielt!

Tarifabschluss: Perspektiven in der Eurowings Deutschland erzielt!

04.02.2021 breaking news

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

heute können wir euch mitteilen, dass wir die Tarifverhandlungen zu einem Tarifvertrag „Auswahl und Einstellung“ bei der EWG abschlossen haben und dass das Tarifergebnis vor wenigen Stunden unterschrieben wurde. Das durchgesetzte Tarifergebnis im Detail:

➔ Berufserfahrung beim vorherigen Konzernarbeitgeber wird finanziell komplett ohne Einschränkungen oder Kappungen in der EWG VTV-Systematik anerkannt. Das bedeutet: Wenn man z.B. 15 Jahre beim vorherigen Arbeitgeber gearbeitet hat, dann wird man so in die VTV-Tabelle eingruppiert als hätte man diese 15 Jahre bei EWG gearbeitet. Auch die bereits finanziell anerkannte Berufserfahrung beim vorherigen Arbeitgeber bleibt erhalten.

➔ Einstellungen in Voll- und Teilzeit sind möglich. Es gelten die untermonatigen EWG-Teilzeitmodelle. Die Schulungsmaßnahmen erfolgen grundsätzlich in Vollzeit.

➔ Eine Probezeit haben wir verhindert. Eine Befristung konnte nicht verhindert werden. Es gibt jedoch die Verpflichtung, dass ver.di mit Eurowings spätestens im April 2022 über die Entfristungen verhandelt.

➔ Das Auswahlverfahren wurde massiv gekürzt. Es findet lediglich ein Bewerbungsgespräch statt. ACs sind nicht nötig.

➔ Der Tarifvertrag regelt nichts zur Abfindung aus vorherigem Arbeitsverhältnis. Die Ansprüche aus den jeweiligen IA/SPs bleiben erhalten.

➔ Es gibt keinen Schulungsvertrag mit prekären Bedingungen. Während der Kurzarbeit des Bestandspersonals beträgt die Vergütung des neuen Personals, wie beim Bestandspersonal, 90% der Gesamtvergütung.

➔ Für das neue Personal wird keine Absenkung in den Arbeitsbedingungen eingeführt. Alle EWG Beschäftigten, egal ob alt oder neu, fallen unter die gleichen (MTV-)Bedingungen.

➔ Die Mitbestimmung der PV wird ausgeweitet, eine Beteiligung am Auswahlverfahren wird gewährleistet.

➔ Einen Vorrang bei der Einstellung erhalten von Arbeitslosigkeit bedrohte oder bereits befindliche (Ex-)Konzernkollegen und SGB III-Leistungsempfänger, die zum 30.06.2020 im Konzern beschäftigt waren.

➔ Die Vereinbarung läuft bis zum 30.06.2022 und gilt für Einstellungen in dieser Zeit.

Das konzentrierte und ergebnisorientierte Verhandeln, um für eine berufliche Perspektive für hunderte betroffene Kolleginnen und Kollegen zu kämpfen, hat sich ausgezahlt. Als Aircrew Alliance in der ver.di haben wir unseren branchenweiten Anspruch „Vorherige Berufserfahrung muss finanziell anerkannt werden“ auch in diesen Verhandlungen unter harten Krisenbedingungen verteidigen können.

Als erste Gewerkschaft im Lufthansa Konzern haben wir mit diesem Ergebnis eine Vereinbarung abgeschlossen, die konzernübergreifend berufliche Perspektiven für bedrohte Kolleginnen und Kollegen schafft und gleichzeitig Berufserfahrung finanziell vollständig anerkennt. Dies ist besonders mit Blick auf die stark abweichende Herangehensweise im Konzern bei Ocean/Eurowings Discover hervorzuheben. Die Alternative ohne Verhandlungsergebnis wäre bei Neueinstellung ein Start in Stufe 1 mit Probezeit gewesen. Das und viele weitere Dinge konnten verhindert werden.

Nun startet zeitnah der Recruitingprozess für die ersten zu besetzenden Stellen. Eine schriftliche Bewerbung wird dabei von Eurowings erwartet. Dazu haben wir vielen von euch bereits Hilfestellung durch unsere Bewerbungstrainings gegeben. Darüber hinaus checken wir gerne nochmal die schriftliche Bewerbung für unsere ver.di Mitglieder durch Experten, die regelmäßig Bewerbungsseminare geben. Um den Bewerbungscheck zu nutzen, sende uns deine Bewerbung an luftverkehr@verdi.de mit dem Betreff „[Bewerbungs-Check]“. Du erhältst anschließend Feedback und Hinweise zu deiner Bewerbung.

Als Gewerkschaft der EWG Kabine möchten wir auch in Zukunft gute Arbeitsbedingungen in der EWG durchsetzen. Unsere Mitglieder sind es, die diese Verhandlungen und dieses Verhandlungsergebnis ermöglicht haben. Ohne sie hätten viele in die Röhre geschaut und der Konzern hätte seine Ambitionen ungebremst durchziehen können. Ihr Handeln und ihre Aktivität ist gelebte Solidarität! Solidarität ist keine Einbahnstraße: Zeigt auch ihr Solidarität in Richtung der EWGler, indem ihr die Kabinenvertretung der EWG unterstützt. Solche Signale und Handlungen werden auch in der Belegschaft zu einem positiveren Bild und einer herzlichen Willkommenskultur führen! Einen Rechtsanspruch auf tarifvertragliche Leistungen, wie aus diesem Tarifvertrag, haben grundsätzlich die Mitglieder der abschließenden Tarifvertragspartei, in diesem Fall ver.di (nachzulesen im Tarifvertragsgesetz §3).

Wir setzen uns auch weiterhin auf jeder Ebene für unsere Mitglieder und ihre Interessen ein.

Über unseren WhatsApp-Verteiler halten wir euch weiterhin auf dem Laufenden zu den Ausschreibungen und dem weiteren Verlauf. Weiterhin stehen dir unsere Tarifberater, die EWG Tarifkommission oder unser Verhandlungsführer Marvin Reschinsky (0175-9722674) für Fragen zur Seite.

Wir wünschen euch allen viel Erfolg im Bewerbungs- und Auswahlprozess!

ver.di Tarifkommission Eurowings Kabine

Dirk Berghoff, Rene Creutz, Britta Harder, Elisa Heine, Christina Klein, Tanja Kleinknecht, Michaela Lüdorf, Alida Pontani, Angelina Rybicki, Jens Schulz, Larissa Sternke sowie Marvin Reschinsky (ver.di Verhandlungsführung)

EWG: Krisenpaket angenommen

EWG: Krisenpaket angenommen

23.01.2021 breaking news

Liebe Kolleginnen und Kollegen,    

 

heute Nacht endete die ver.di Mitgliederbefragung zum Verhandlungsergebnis Krise.

Ihr habt entschieden: 94,16% der ver.di Mitglieder haben sich für Annahme des Krisenpaketes entschieden. Wir bedanken uns für eure Teilnahme an dieser wichtigen Abstimmung.

In den kommenden Tagen werden wir in die redaktionelle Umsetzung des Verhandlungsergebnisses mit dem Arbeitgeber einsteigen.

 

Eure ver.di-Tarifkommission Eurowings Kabine

Dirk Berghoff, Rene Creutz, Britta Harder, Elisa Heine, Christina Klein, Tanja Kleinknecht, Michaela Lüdorf, Alida Pontani, Angelina Rybicki, Jens Schulz, Larissa Sternke sowie Marvin Reschinsky (ver.di Verhandlungsführung)

GWI: Einsatz für starke Forderungen und Perspektiven

GWI: Einsatz für starke Forderungen und Perspektiven

23.01.2021 breaking news

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

                                                         

wir bedanken uns für den konstruktiven und guten Austausch mit insgesamt über 150 Kolleginnen und Kollegen der GWI in unserem heutigen ver.di Talk. Wir hoffen, dass wir mit unseren konkreten und ehrlichen Antworten für möglichst viele von euch einen tieferen, transparenten Einblick in die laufenden Verhandlungen zwischen ver.di und Eurowings GmbH zu beruflichen Perspektiven in der EWG schaffen konnten.

 

Uns ist an dieser Stelle wichtig, dass ihr nochmals schwarz auf weiß nachlesen könnt, für was wir stehen und was wir in den aktuellen Verhandlungen fordern:

 

  • Finanzielle Anerkennung der Berufserfahrung im Konzern. Heißt z.B.: Bei 15 Jahren in der GWI soll bei EWG so eingruppiert werden als hätte man diese beispielhaften 15 Jahre von Beginn an in der EWG gearbeitet. Ohne Kappung bei höheren Stufen und inkl. der bereits finanziell anerkannten Berufserfahrung (z.B. Ex-AB bei GWI).
  • Angebot eines untermonatigen Teilzeitmodells aus der EWG-Systematik.
  • Keine Abgabe der GWI Abfindung, da Seniorität/Betriebszugehörigkeit nicht anerkannt wird.
  • Einschränkung bei Probezeit und Befristung.
  • Keine Einstellung nach Seniorität. Größtmögliche Chancengleichheit für alle.
  • Bewerbungsverfahren ohne große Hürden. Kein erneutes Assessmentcenter für Flugbegleiter. Die Einstellung/Auswahl von PUs regelt eine Betriebsvereinbarung.
  • Beteiligung der EWG Personalvertretung an Auswahlgesprächen und im Einstellungsprozess.

 

All das ist nicht selbstverständlich, zumindest nicht für einen Arbeitgeber, der sich zudem auch noch mitten in der Krise befindet. Um diese Forderungen durchgesetzt zu bekommen, braucht es euren Rückhalt und eure Unterstützung! Unter https://aircrewalliance.com/mitglied-werden/ kannst du Mitglied werden.

Du möchtest dich noch stärker als Tarifberater für ein gutes Ergebnis einbringen? Zusammen besprechen die Tarifberater und die EWG Tarifkommission regelmäßig die nächsten Schritte, das Feedback aus der GWI und die laufenden Verhandlungen. Melde dich gerne bei einem von uns.

Da zumindest ein kurzes Auswahlverfahren in Form eines Gespräches gesetzlich vorgeschrieben ist und auch eine Bewerbung bei EWG erwartet wird, laden wir alle Interessierten zu einem Bewerbungstraining ein. Das Bewerbungstraining Teil I findet am Montag (25.01.) von 18:00-19:30 Uhr statt. Im ersten Teil liegt der Fokus auf der schriftlichen Bewerbung mit einem kleinen Exkurs zum Bewerbungsgespräch. Die Einwahldaten sind:

 

Thema: ver.di- Online Training „for my new Job“: Teil 1
Uhrzeit: 25.Jan..2021 18:00 Uhr
https://us02web.zoom.us/j/83640782581?pwd=V0swMnp3b3hLZ083NUhJTFJ1cHcrQT09

Meeting-ID: 836 4078 2581
Kenncode: 184410

Darauf aufbauend gibt es einen zweiten Teil am 01.02. von 18-19:30 Uhr, der sich an alle ver.di Mitglieder richtet. In diesem Teil schauen wir genauer auf das konkrete Auswahlverfahren bei EWG und das Bewerbungsgespräch. Anmelden kannst du dich dafür unter 0175-9722674 oder marvin.reschinsky@verdi.de.

Bei weiteren Fragen meldet euch gerne bei einem von uns Tarifkommissionsmitgliedern, Tarifberatern oder den ver.di & Aircrew Alliance Gewerkschaftssekretären Marvin Reschinsky und Emilio Rezzonico.

Eure Tarifberater aus der GWI Kabine & die ver.di Tarifkommission Eurowings Kabine

EAT | DHL: Entgelttabellen zu Ende Februar gekündigt

Pilot in 777F

EAT | DHL: Entgelttabellen zu Ende Februar gekündigt

22.01.2021 breaking news

english below:

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir haben die Entgelttabellen unseres ETV fristgemäß zum 28. Februar gekündigt. Damit wollen wir den Weg für eine Entgeltrunde mit Tariferhöhungen freimachen.

Zur Verhandlung stehen nur die Tabellen des ETV, nicht die Struktur des ETV.
Für Entgeltverhandlungen werden im wesentlichen gewerkschaftsseitig drei Faktoren zugrunde gelegt – Preissteigerungsrate des Vorjahres, gesamtwirtschaftliche Produktivitätsentwicklung und nachhaltige Beteiligung am Erfolg auf Basis von 12 Monaten.

Auch unter den außergewöhnlichen Umständen der Corona-Krise, in der es neben stark betroffenen Branchen auch Gewinner gibt, werden wir gemeinsam auf der dargestellten Grundlage eine realistische Forderung für die Fortentwicklung unserer Entgelttabellen entwickeln.
Als eure Tarifkommission werden wir uns intern Anfang Februar wieder beraten. Eure Anregungen und Hinweise sind willkommen!


Liebe Kolleginnen und Kollegen,
auch für unsere Entgeltrunde gilt: Gemeinsam in einer Gewerkschaft sind wir stark!

Mit kollegialen Grüßen
Eure ver.di-TK EAT Cockpit
Karsten, Martin, Giulia and Holger (ver.di/ Aircrew Alliance)

 

Pay scales terminated at the end of February

Dear colleagues,

we have terminated the pay scales of our ETV with effect from 28 February.

By doing so, we want to pave the way for a pay scale negotiation with increases. Only the tables of the ETV are up for negotiation, not the structure of the ETV. There are three main factors that the unions use as a basis for pay scale negotiations – the rate of price increases in the previous year, the development of productivity in the economy as a whole and sustainable participation in success on a 12-month basis.

Even under the exceptional circumstances of the Corona crisis, in which there are winners as well as badly affected sectors, we will jointly develop a realistic demand for the further development of our pay scales on this basis. As your bargaining committee, we will consult again internally at the beginning of February. Your suggestions and comments are welcome!

Dear colleagues, the following also applies to our pay scale negotiations: together in one union we are strong!

Your ver.di tariff-commission
Karsten, Martin, Giulia and Holger (ver.di / Aircrew Alliance)

EWG: Update Tarifverhandlungen

(D-AKNQ) EUROWINGS AIRBUS A319-100

EWG: Update Tarifverhandlungen

21.01.2021 breaking news

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

gerne möchten wir euch an unsere Mitgliederbefragung zum verhandelten Krisenpaket für einen Beschäftigungsschutz bis 31.03.22 (bisher abgesichert bis 31.08.21 über TV Kurzarbeit) erinnern. Noch bis zum Freitag (22.01. 23:59 Uhr) könnt ihr an der Befragung teilnehmen. Technischen Support erhaltet ihr bis Freitag, 22.01. 15 Uhr unter 0175-9722674. Wir freuen uns auf eine hohe Beteiligung bei dieser schwierigen Entscheidung!

 

Tarifverhandlungen Teilzeit

Am Montag fand unser Verhandlungsauftakt zu einem neuen Tarifvertrag Teilzeit statt. Unsere Forderungen habt ihr vorab gesehen. Daraufhin haben wir zahlreiches Feedback von euch erhalten, das wir als Tarifkommission besprechen werden. Die meisten von euch hatten sich in der letzten ver.di Befragung im Sommer eine Erhöhung des Urlaubsanspruches auf 42 Tage bei untermonatigen Teilzeitmodellen gewünscht. Dies haben wir so in unsere Forderungen aufgenommen. Es ist aus unserer Sicht jedoch nur möglich, wenn für diese Kolleginnen und Kollegen gleichzeitig die requestbaren Teilzeittage ganz oder teilweise (z.B. Streichung der OT_X-Tage) entfallen. Ansonsten kommt es zu einer zu starken Bevorzugung von Teilzeitlern und einer Benachteiligung von Vollzeitlern. Gebt uns dazu doch gerne nochmal ein direktes Feedback an uns als Tarifkommission oder an Marvin (marvin.reschinsky@verdi.de, 0175-9722674), was euch lieber ist.

Der Verhandlungsauftakt mit dem Arbeitgeber hat leider wenig Fortschritt gebracht. Grundsätzlich ist jedoch schon einmal festzuhalten, dass der Arbeitgeber den einschränkenden Maßnahmen zur Flexibilität (z.B. Kappung der Blockstunden bei Tz) und Produktivität (z.B. Einführung jeglicher Mini-Modelle) kritisch bis ablehnend gegenübersteht. Beide Seiten haben sich zu einem neuen Verhandlungstermin in der nächsten Woche verabredet. Ob wir unter diesen beiden Vorzeichen noch früh genug für die Teilzeitbeantragung 2022 mit diesem Tarifvertrag zu einem Abschluss kommen, steht in den Sternen.

 

Berlin, Berlin, wir fliegen bald ab Berlin?

Immer und immer wieder haben wir den Wunsch von vielen Kolleginnen und Kollegen beim Arbeitgeber eingebracht, dass Berlin als EWG Station geöffnet werden soll. Noch immer gibt es zahlreiche Kolleginnen und Kollegen, die ursprünglich in Berlin stationiert waren und nach der dortigen Stationsschließung an andere Stationen versetzt wurden, aber durch ihren Wohnsitz in Berlin eine hohe Belastung durchs Pendeln haben. Anstatt die EW EU nach BER zu holen, hat sich EWG nun auch aufgrund unserer Hartnäckigkeit, auch der alten TK, dazu entschieden, dass BER als EWG Station zum 01.04. geöffnet werden soll. Das teilte uns der Arbeitgeber in unserer letzten Verhandlung mit. Wir als Tarifkommission freuen uns sehr über diese Entscheidung. Zeitnah sollen dazu interne Ausschreibungen folgen. 

Tarifverhandlungen TV Auswahl & Einstellung

Wie ihr wisst, verhandeln wir seit ein paar Wochen über einen Tarifvertrag zur Auswahl und Einstellung von neuem Kabinenpersonal. Ein Zwischenergebnis sind die internen Ausschreibungen zu Arbeitszeiterhöhungen und Versetzungen für uns als Bestandspersonal. Zu diesen Verhandlungen und den Krisenverhandlungen innerhalb der Eurowings haben wir am Montag eine Pressemitteilung unter https://www.verdi.de/presse/pressemitteilungen/++co++19101906-5971-11eb-9595-001a4a160129 veröffentlicht. Neben den Medien Tagesschau, Tagesthemen, WDR, Spiegel, FAZ, Süddeutsche, etc. haben auch Branchenmedien wie airliners.de diese Meldung unter https://www.airliners.de/verdi-perspektiven-lufthansa-flugbegleiter-eurowings-schaffen/58955 aufgegriffen. 

Auch die Beschäftigten der betroffenen AOCs haben wir direkt mit der angehängten Info angesprochen. Gerne könnt ihr die an bekannte Kolleginnen und Kollegen von GWI, SXD, Brussels DUS, etc. weiterleiten.

 

Eure ver.di-Tarifkommission Eurowings Kabine

Dirk Berghoff, Rene Creutz, Britta Harder, Elisa Heine, Christina Klein, Tanja Kleinknecht, Michaela Lüdorf, Alida Pontani, Angelina Rybicki, Jens Schulz, Larissa Sternke sowie Marvin Reschinsky (ver.di Verhandlungsführung)

EWG: Perspektiven schaffen – Erfahrung anerkennen

EWG: Perspektiven schaffen – Erfahrung anerkennen

18.01.2021 breaking news

Liebe Kolleginnen und Kollegen,    

die durch COVID-19 ausgelöste Krise im Luftverkehr hat den Beschäftigten der Branche in den vergangenen Monaten große Opfer abverlangt. Im Lufthansa-Konzern wurde das Ende der Germanwings und SunExpress Deutschland beschlossen, andere AOCs stehen auf dem Prüfstand. Die Folge: Viele Beschäftigte haben oder werden ihre Arbeitsplätze verlieren. Andere fühlen sich trotz Arbeitsplatz nicht sicher.

Vor ein paar Wochen ging die Überschrift „Eurowings-Chef will im Sommer 2021 wieder 90 Jets fliegen lassen“ durch die Presse. Nachdem wir mit unserem Tarifvertrag Kurzarbeit weiterhin einen Zuschuss auf 90% durchsetzen konnten und auch ein Verhandlungsergebnis Krise mit den ausgewogensten Krisenbeiträgen im Konzern abgeschlossen haben (https://aircrewalliance.com/news/ewg-tv-krise-verhandlungsergebnis-erzielt-jetzt-entscheidet-ihr/), ist es nun unser Ziel, von o.g. Situation betroffenen Kolleginnen und Kollegen eine berufliche Perspektive in der Eurowings GmbH zu verhandeln und zu ermöglichen. Wir setzen uns darüber hinaus dafür ein, dass möglichst viele der genannten Flugzeuge in der Eigenproduktion bei EWG unter deutschen (Arbeits-)Bedingungen fliegen sollen. Deshalb haben wir Eurowings zu Tarifverhandlungen über privilegierte Einstellungen für (Ex-)Kabinenbeschäftigte aus der Lufthansa Group aufgefordert. Dazu haben wir nun auch eine Pressemeldung veröffentlicht, die ihr unter https://www.verdi.de/presse/pressemitteilungen/++co++19101906-5971-11eb-9595-001a4a160129 findet. Inzwischen haben bereits mehrere Verhandlungen dazu stattgefunden. 

Als Tarifkommission und Aircrew Alliance ist es uns, nicht nur mit Blick auf die aktuellen Vorgänge im Konzern, sondern grundsätzlich ein großes Anliegen, dass bisherige Berufserfahrungen im Konzern nicht „umsonst“ waren. Deshalb fordern wir in den Tarifverhandlungen eine finanzielle Anerkennung der Berufserfahrung im Konzern und eine Berücksichtigung bei der Eingruppierung.

Als Mehrheitsgewerkschaft ist es nach dem Gesetz zur Tarifeinheit unser Auftrag, die Verantwortung für die Tarifarbeit zu übernehmen und diese vorrangig zu gestalten. Eurowings und wir praktizieren dies nun schon seit längerer Zeit. So wurden auch die letzten

Tarifabschlüsse zur Kurzarbeit Nr. 1 + 2, PU-Werdungen und zur Krise ohne die Beteiligung anderer Gewerkschaften verhandelt.

Wir wollen euch, sofern ihr Interesse habt, im weiteren Verhandlungsweg beteiligen und diesen gemeinsam transparent mit euch gehen. Dafür haben wir uns gleich mehrere Beteiligungsmöglichkeiten ausgedacht, die wir euch gerne anbieten möchten:

Eure Meinung ist uns wichtig – offene Befragung 

Unter http://ewg.verdi-befragungen.de/ haben wir eine Befragung erstellt. Dort könnt ihr uns unkompliziert und schnell mitteilen, ob ihr Interesse an einem Wechsel zur EWG habt und welche Themen euch wichtig sind. Als Tarifkommission werden wir uns täglich euer Feedback anschauen. Auch aus welchen AOCs Interesse an einem Wechsel und der Mitarbeit besteht.

 

Persönlich in den Austausch kommen – Einladung zum ver.di Talk 

Wer ist das eigentlich, die diesen Tarifvertrag verhandeln? Was stellt der Arbeitgeber sich vor? Welche Perspektiven sind möglich? Mit Sicherheit gibt es bei euch viele Fragen, die wir gerne persönlich in einem Onlineaustausch, dem ver.di Talk, klären. Diese Videokonferenzen finden an folgenden Terminen statt:

  • (Ex-)SXD-Beschäftigte: 23.01. ab 13 Uhr
  • GWI-Beschäftigte: 23.01. ab 16 Uhr
  • SN DUS-Beschäftigte: 24.01. ab 16 Uhr

Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl in dem Tool bitten wir dich um Anmeldung unter 0175-9722674 oder Marvin.reschinsky@verdi.de. Wir freuen uns auf eure Anmeldungen und ein persönliches Kennenlernen. Gerne bieten wir dieses Format bei Interesse auch im weiteren Verlauf öfter an. 

„Völkerverständigung“ leben – Tarifberater werden 

Du möchtest dich noch stärker in dem Prozess einbringen, dich eng mit uns austauschen und Multiplikator in deiner (ehemaligen) Belegschaft werden? Dafür haben wir uns die Tarifberater ausgedacht. Mit den Tarifberatern wollen wir regelmäßig in den Austausch kommen, das weitere Vorgehen besprechen und Rückmeldungen abfragen. Klingt interessant? Dann melde dich bei einem von uns.

Dir stehen folgende Ansprechpersonen zur Verfügung:

– Marvin Reschinsky, Verhandlungsführer (0175-9722674 oder marvin.reschinsky@verdi.de)

– Emilio Rezzonico, Gewerkschaftssekretär (0160-3340978 oder emilio.rezzonico@verdi.de )

– René Creutz, TK- und PV-Mitglied, Station CGN (0176-47682812)

– Britta Harder, TK-Mitglied, Station HAM (0172-2888587)

– Dirk Berghoff, TK- und PV-Mitglied, Station CGN (0172-2016562)

– Jens Schulz, TK-Mitglied, Station DUS (0176-24049923)

– Michaela Lüdorf, TK- und PV-Mitglied, Station DUS (0172-5294911)

– Christina Klein, TK- und PV-Mitglied, Station DUS (0179-1017427)

– Larissa Sternke, TK-Mitglied, Station DUS (0160-6993904)

Wir wissen, auch wenn ein guter Grundstein gelegt ist, dass die weiteren Verhandlungen sicherlich nicht einfach werden. Doch gemeinsam können wir es anpacken und ein gutes Ergebnis für alle schaffen.

 

Für Erfolge am Verhandlungstisch und eine gute Perspektive in der Eurowings braucht es eine starke Gemeinschaft in der verhandelnden Gewerkschaft. Wir möchten dich daher einladen, in ver.di/Aircrew Alliance einzutreten. Das kannst du online unter https://aircrewalliance.com/mitglied-werden/ oder mit angehängtem Formular tun. Gerne senden wir dir auf Wunsch auch einen Mitgliedsantrag per Post zu. Deinen ausgefüllten Antrag und/oder die Info über deinen Eintritt sende bitte an einen von uns.

 

Der reguläre Mitgliedsbeitrag beträgt 1% vom Bruttogrundgehalt, 0,5% vom Bruttogrundgehalt in der Kurzarbeit oder im ALG I. Von einer anderen Gewerkschaft wechselnde Kolleginnen und Kollegen bezahlen für die Zeit der doppelten Mitgliedschaft bei ver.di 2,50€ im Monat, sofern die Kündigungsbestätigung der vorherigen Gewerkschaft nachgewiesen wird. Dafür reicht es, wenn du einem von uns einen Screenshot per Mail oder WhatsApp zuschickst. 

 

Neben zahlreichen Mitgliederleistungen (Arbeits- und Sozialrechtsschutz, Lohnsteuerservice zum Erstellen der Steuererklärung, Krankenhaustagegeld, Mietrechtserstberatung, Streikgeld, Arbeitslosenberatung, Vergünstigungen, etc.), die du ausführlich unter https://aircrewalliance.com/mitglied-werden/ nachlesen kannst, bieten wir exklusiv für euch alle eine neue Unterstützung an. 

 

Allen Kolleginnen und Kollegen, unabhängig davon, ob sie bereits Mitglied in ver.di sind, bieten wir am 25.01. von 18:00-19:30 Uhr ein allgemeines Bewerbungstraining (Fokus schriftliche Bewerbung mit kleinem Exkurs Bewerbungsgespräch) an. Dieses Angebot richtet sich an die Kolleginnen und Kollegen, die den Luftverkehr verlassen wollen, aber auch an alle Interessenten, die eine Perspektive in der EWG anstreben. Darauf aufbauend gibt es einen zweiten Teil am 01.02. von 18:00-19:30 Uhr, der sich an alle ver.di Mitglieder richtet. In diesem Teil schauen wir genauer auf das Bewerbungsgespräch und das Auswahlverfahren der EWG. Bitte meldet euch bei ver.di/Marvin zu den Trainings an. 

 

Alle ver.di Mitglieder halten wir über unseren WhatsApp Broadcast auf dem Laufenden. 

 

Lasst uns die Herausforderung gemeinsam anpacken! Wir sind dafür bereit.

 

Eure ver.di-Tarifkommission Eurowings Kabine

Dirk Berghoff, Rene Creutz, Britta Harder, Elisa Heine, Christina Klein, Tanja Kleinknecht, Michaela Lüdorf, Alida Pontani, Angelina Rybicki, Jens Schulz, Larissa Sternke sowie Marvin Reschinsky (ver.di Verhandlungsführung)

CLH: Mitgliederentscheid: 93,75 % für die Annahme

CLH: Mitgliederentscheid: 93,75 % für die Annahme

18.01.2021 breaking news

 

Ihr habt entschieden:

93,75% der ver.di Mitglieder haben für die Annahme des Krisenpakets für die Lufthansa CityLine Kabine gestimmt, 6,25% haben nicht zugestimmt. Durch den Mitgliederentscheid wird die Krisenvereinbarungen, welche die ver.di Tarifkommission mit dem Arbeitgeber LH CityLine verhandelt hat, zum 01.01.2021 wirksam.


Hier noch einmal die Zusammenfassung:

  • betriebsbedingte Beendigungskündigungen sind ausgeschlossen bis 31.12.2021
  • zusätzlicher Entlassungsschutz bis 31.03.2022
  • Verlängerung der bisherigen Aufstockungsregelung zur Kurzarbeit von 87% und der bisherigen Berechnungsgrundlage mit allen Bestandteilen auch für 2021
  • Verlängerung befristeter Verträge für die Laufzeit
  • Verzicht auf 13. Gehalt und Urlaubsgeld in 2021
  • Verzicht auf eine Vergütungsrunde in 2021, Verlängerung des VTV bis 31.12.2021
  • Rückproceedings finden in 2021 mit Status S7 statt
  • Laufzeit des Krisenpakets bis 31.12.2021

Damit ist klar, die ver.di Mitglieder haben die Lösung für die CityLine Kabine ermöglicht: Der Ansatz der ver.di Tarifkommission, eine Vereinbarung für die Laufzeit der Kurzarbeit in 2021 zu treffen, hat den Konflikt in den Verhandlungen mit dem Arbeitgeber Lufthansa CityLine gelöst und verbindliche Sicherheit für die Beschäftigten in der Laufzeit geschaffen.


stärkt Eure ver.di Tarifkommission Lufthansa CityLine Kabine, jetzt Aircrew Alliance und ver.di-Mitglied werden! Klickt einfach oben rechts auf den roten Button


Mit freundlichen Grüßen
Eure ver.di Tarifkommission Lufthansa CityLine Kabine
Shoumen Saha Choudhury (Sprecher), Dimos Zissidis (Stellv.), Birgit Döring,
Angelika Mallon, Gisela Ringhand, Katrin Schlage, Frank Hartstein (ver.di Verhandlungsführer)

EWG-TV Krise: Verhandlungsergebnis erzielt – jetzt entscheidet ihr!

EWG-TV Krise: Verhandlungsergebnis erzielt – jetzt entscheidet ihr!

12.01.2021 breaking news

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

nach unserer letzten Info haben nochmals Verhandlungen mit der Arbeitgeberseite über das Krisenpaket von uns als Eurowings Kabine für einen weiteren Beschäftigungsschutz stattgefunden. In diese Verhandlungen haben wir auch euer Feedback aus den ver.di Talks vor Weihnachten (z.B. Umsetzung der betrieblichen Altersvorsorge) aufgenommen. Inzwischen gibt es mit der CityLine, EW EU, EWA und EWT weitere (höheren) Krisenbeiträge im Konzern.

In den Verhandlungen forderte Eurowings erneut die Abschaffung der Nacharbeitszeit oder zwölf weitere Monate bAV-Beiträge. Daraufhin haben auch wir weitere Forderungen und Sicherheiten für uns als Kabine eingebracht. Aufgrund eurer Rückmeldungen aus den letzten ver.di Talks haben wir nur noch Spielraum bei den bAV Beiträgen gesehen. Die Reduzierung oder Abschaffung der Nacharbeitszeit haben wir abgelehnt, auch die Reduzierung der Bordverkaufsprovision.

Nach mehrfachem Hin und Her befinden sich beide Seiten nun an ihren Schmerzgrenzen. Das finale Verhandlungsergebnis, so wurde uns inzwischen versichert, ist mit Lufthansa besprochen und wurde jetzt von dort freigegeben. Es sieht folgendermaßen aus:

Krisenbeiträge

• Verzicht der Beiträge zur betrieblichen Altersvorsorge vom 01.07.20-31.12.21. Vorherige Beiträge sind gesichert und Anlage des Geldes/Umsetzung der bAV soll bis zum 30.06.21 final tariflich geregelt werden.

• Keine Vergütungsverhandlungen (VTV) bis 30.06.21

• Reduzierung des Weihnachts- und Urlaubsgeldes in 2021 um 5%

• Verzicht Mai-Gratifikation (100€ brutto)

Arbeitgeberleistungen für Krisenbeiträge

• Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen bis 31.12.21 sowie Entlassungsschutz bis 31.03.22.

• Neuregelung „Betriebszugehörigkeit“ im MTV

• Beendigung des Tarifvertrages bei Dividendenausschüttung seitens LH oder EWG Insolvenz

• Rückzahlung der Reduzierungen Weihnachts- und Urlaubsgeld sowie Mai-Gratifikation an Beschäftigte, die in 2022 gekündigt werden sollten

Kleiner Exkurs bAV

Einige Fragen haben uns die letzten Wochen zur bAV erreicht, auch einige Halbwahrheiten kursieren dazu. Daher klären wir gerne dazu auf. Die bAV ist die betriebliche Altersvorsorge, die es zusätzlich zur gesetzlichen Rente gibt. Die gesetzliche Rente ist davon nicht berührt. Zusätzlich zu den normalen Gehältern werden seit 2018 erst 3% monatlich und ab April 2019 4% in Höhe des Bruttoeinkommens für die bAV zurückgelegt. Diese 3 bzw. 4% kommen auf das Gehalt on top, heißt, kein monatliches Gehalt wird durch die bAV oder durch den möglichen Verzicht auf die 18 bAV Beiträge gemindert. Damit das zurückgestellte Geld sowie die künftigen bAV Beiträge für die betriebliche Altersvorsorge angelegt werden können, braucht es noch einen Tarifvertrag zwischen Eurowings und uns. Hier wird endgültig geregelt, wo genau das Geld angelegt und welche Anlageform es sein wird u.v.m.. Dieses würden wir bis zum 30.6.21 vereinbaren.

Wie gehts jetzt weiter?

Unser Ziel war es, ein Verhandlungsergebnis zu erzielen, über das ihr im Anschluss abstimmen könnt und das die Vergütungsstrukturen bei uns berücksichtigt. Das haben wir nun erreicht. Als Tarifkommission haben wir eine klare Haltung zu unserem erzielten Verhandlungsstand. Dennoch wird es von uns keine Empfehlung für die Mitgliederbefragung geben. Uns ist es wichtig, dass sich jedes ver.di Mitglied mit den vorhandenen Informationen vorher ausführlich beschäftigt und sich Gedanken macht, welche Tragweite seine oder ihre Entscheidung hat. Solltet ihr weitere Infos zur Entscheidungsfindung benötigen, kommt immer gerne auf uns zu.

Sollte das Krisenpaket angenommen werden, so ist die Grundlage für ein mögliches Personalwachstum in der EWG Kabine geschaffen. Dazu würden wir zeitnah die Verhandlungen fortsetzen. Ein vermeintlich früheres Ende der Kurzarbeit wäre durch Neueinstellungen in Sicht. Sollte das Krisenpaket abgelehnt werden, wird dieses mögliche Personalwachstum nach Aussagen des Arbeitgebers möglicherweise nicht in der EWG Kabine erfolgen. Bei Ablehnung des Ergebnisses finden keine weiteren Krisenverhandlungen statt.

Nun seid ihr als ver.di Mitglieder in einer ver.di Mitgliederbefragung bis zum 22.01.21 am Zug zu entscheiden. Alle ver.di Mitglieder erhalten auf ihre bei ver.di hinterlegte Mailadresse einen Link zur Abstimmung.

Wer sich an der Befragung beteiligen möchte, aber noch kein ver.di Mitglied ist, kann bis zum 18.01.21 rückwirkend zum 01.01.21 unter https://mitgliedwerden.verdi.de in ver.di eintreten.

Bitte sende eine Mail oder WhatsApp an 0175-9722674 oder Marvin.Reschinsky@verdi.de, damit dein Eintritt noch rechtzeitig erkannt wird.

Nun tragen wir alle Verantwortung, egal ob ver.di Mitglied oder Nichtmitglied. Schaue ich bei der Befragung nur zu und vertraue auf andere? Oder bestimme ich mit? Votiere ich dafür oder dagegen? Es geht um unser aller Arbeitsplätze. Deshalb lasst uns die Entscheidung gemeinsam anpacken!

TV Teilzeit

Bis Ende Mai dieses Jahres wollen wir auch einen neuen Tarifvertrag Teilzeit verhandeln, damit dieser für die Teilzeitbeantragung 2022 gelten kann. Eine Arbeitsgruppe in der Tarifkommission erarbeitet dazu aktuell Vorschläge, u.a. auf Basis der letzten Befragung. Anschließend informieren wir euch über die genauen Forderungen und Vorstellungen.

Liebe Kolleginnen und Kollegen, das letzte Jahr war für uns alle kein leichtes. Dennoch konnten wir trotz aller Widerstände auch Erfolge feiern: Die Aufstockung auf 90% vom Netto während andere Konzerngesellschaften diese Zuschüsse schon abgesenkt haben, der erste Beschäftigungsschutz sowie die PU-Werdungen sein an dieser Stelle genannt. Das ging nur dank eures Rückhaltes und unseres gemeinsamen Zusammenhaltes! Lasst uns auch in diesem Jahr diesen erfolgreichen Weg mit hoffentlich besseren Ausgangsbedingungen fortsetzen. Die Herausforderungen werden uns auch in 2021 nicht ausgehen.

Eure ver.di-Tarifkommission Eurowings Kabine

Dirk Berghoff, Rene Creutz, Britta Harder, Elisa Heine, Christina Klein, Tanja Kleinknecht, Michaela Lüdorf, Alida Pontani, Angelina Rybicki, Jens Schulz, Larissa Sternke sowie Marvin Reschinsky (ver.di Verhandlungsführung)

CLH: Krisenpaket Kabine vereinbart, jetzt – Mitgliederentscheid

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CLH: Krisenpaket Kabine vereinbart, jetzt – Mitgliederentscheid

29.12.2020 breaking news

ver.di Tarifkommission und der Arbeitgeber Lufthansa CityLine haben sich nach langwierigen Verhandlungen für die Kabine auf ein Krisenpaket für das Jahr 2021 geeinigt, das Ergebnis wird den ver.di Mitgliedern zur Abstimmung vorgelegt.

Was waren die Ziele?
Bei fortschreitender Coronakrise waren und sind die Sicherheit der Arbeitsplätze, die Sicherung der Aufstockung während der Kurzarbeit und der Erhalt des Unternehmens oberste Ziele. Besonders wichtig ist verbindliche Sicherheit und dass die finanziellen Beiträge der Beschäftigten noch erträglich sind.

Wie liefen die Verhandlungen?
Die Verhandlungen waren auf der Arbeitgeberseite geprägt von mehrfach wechselnden Vorstellungen über Laufzeit und Zukunftsprognose und zum Teil von völlig überzogenen Forderungen, auch durch den Lufthansakonzern. Gleichzeitig fehlten über weite Strecken verbindliche Zusagen des Arbeitgebers für die Sicherheit der Beschäftigten. Zum Schluss hat unser Ansatz, eine Vereinbarung für die Laufzeit der Kurzarbeit in 2021 zu treffen, eine Lösung für die Kabine ermöglicht.


Die Ergebnisse:

  • betriebsbedingte Beendigungskündigungen sind ausgeschlossen bis 31.12.2021
  • zusätzlicher Entlassungsschutz bis 31.03.2022
  • Verlängerung der bisherigen Aufstockungregelung zur Kurzarbeit von 87% und der bisherigen Berechnungsgrundlage mit allen Bestandteilen auch für 2021
  • Verlängerung befristeter Verträge für die Laufzeit
  • Verzicht auf 13. Gehalt und Urlaubsgeld in 2021
  • Verzicht auf eine Vergütungsrunde in 2021, Verlängerung des VTV bis 31.12.2021
  • Rückproceedings finden in 2021 mit Status S7 statt
  • Laufzeit des Krisenpakets bis 31.12.2021

Auch die getroffenen Krisenmaßnahmen sind hart. Gleichzeitig sind sie über das Jahr 2021
verteilt und enden am 31.12.2021.

Die ver.di TK hat jeden einzelnen Punkt mit der Arbeitgeberseite intensiv verhandelt und das
ganze Paket genau abgewogen. Am Ende der Verhandlungen können wir sagen: Mit dem Arbeitgeber Lufthansa CityLine und DLH-Konzern kann dieses Paket genau so vereinbart werden, ansonsten kann gar kein Paket vereinbart werden, auch nicht in Teilen (z.B. nur Aufstockung). Diese Erkenntnis fällt auch uns nicht leicht, ist aber aus unserer Sicht realistisch und wir halten unter den derzeitigen Bedingungen das Paket für das Erreichbare. Die ver.di Tarifkommission CLH Kabine hat dem Paket im ersten Schritt zugestimmt, dabei bindet sie ihr Votum an die Zustimmung der ver.di Mitglieder. Nur durch Eure Zustimmung tritt
das Krisenpaket tatsächlich in Kraft.


Jetzt entscheiden die ver.di Mitglieder:
Ab 05.01.2021 erhalten die ver.di Mitglieder per email Ihre Benachrichtigung zur
Mitgliederbefragung, sie läuft bis 14.01.2020. Zusätzlich erfolgt eine Einladung zu einer online-
Mitgliederversammlung.

Mit freundlichen Grüßen
Eure ver.di Tarifkommission Lufthansa CityLine Kabine

Shoumen Saha Choudhury (Sprecher), Dimos Zissidis (Stellv.), Birgit Döring, Angelika Mallon, Gisela Ringhand, Katrin Schlage, Frank Hartstein – ver.di Verhandlungsführer

EWG-TV Krise: Es geht in die zweite Runde!

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04.12.2020 breaking news

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

ein paar Wochen war es nun etwas ruhiger, nun scheint das Tarifgeschäft wieder Fahrt aufzunehmen.

Ihr erinnert euch sicherlich: Das angebotene Krisenpaket, das über zahlreiche Verhandlungstermine monatelang im Sommer zusammen mit der Eurowings erarbeitet wurde, kam nicht zu einem Abschluss, da der Konzern unser gemeinsames Verhandlungsergebnis im September abgelehnt hatte.

Vorangegangen war eine harte Auseinandersetzung über die möglichen Krisenbeiträge und deren Volumen. Die Fronten waren zwischenzeitlich sehr verhärtet und die Arbeitgeberseite setzte die Tarifkommission und ver.di unter Druck. Gefordert wurden u.a. vom Arbeitgeber Gehaltsabsenkungen, Mehrarbeit ohne Lohnausgleich, Reduzierung des Zuschusses zum Kurzarbeitergeld und viele weitere Einschnitte. Trotz der enormen Forderungen war Eurowings bzw. der Konzern nach der Vereinbarung eines Krisenpaketes in der LH Kabine durch UFO und LH nicht bereit, einen echten und nicht kündbaren Kündigungsschutz als Preis für unsere Krisenbeiträge zu zahlen.

Erst im weiteren Verlauf der Verhandlungen hatten wir dann ein Verhandlungsergebnis erzielt, das ausgewogene Krisenbeiträge von uns und einen echten Beschäftigungsschutz bis Mitte 2023 vorsah (siehe Info vom 5. September). Nach weiteren Wochen des Wartens wurde das Paket jedoch dann von LH abgelehnt.

Nach der Ablehnung folgten keine weiteren Krisen-Verhandlungen mit uns, stattdessen haben wir zur Kurzarbeit verhandelt.

Nun kam die Arbeitgeberseite erneut auf uns zu, um die Verhandlungen wieder aufzunehmen. Wie auch die vorherige Tarifkommission sind wir natürlich verhandlungsbereit.

Nach einer ersten Rückmeldung ist die Arbeitgeberseite jedoch weiterhin nicht bereit einen echten Beschäftigungsschutz für die bisher verhandelte Laufzeit zu gewähren. Für uns ist – wie für die alte Tarifkommission – der Beschäftigungsschutz nicht verhandelbar! Einen Fake-Kündigungsschutz, so wie in der LH Kabine, wird es mit uns nicht geben. Wir wollen keine Beiträge zur Krisenbewältigung beisteuern und in der Zeit der Vereinbarung trotzdem betriebsbedingt auf die Straße gesetzt werden können.

In den nächsten Tagen und Wochen werden wir zusammen mit dem Arbeitgeber in Verhandlungen ausloten, ob wir zu einem Verhandlungsergebnis kommen können oder ob das aufgrund der Haltung in Frankfurt nicht möglich ist.

Zeigt uns und der Arbeitgeberseite eure Unterstützung: Holt die ver.di Pins wieder raus und steckt sie an eure Uniform. Sprecht mit euren Kolleginnen und Kollegen und überzeugt sie für eine starke Gemeinschaft in dieser Krise in ver.di einzutreten. Unser Zusammenhalt hat diesen Sommer schon einmal Wirkung gezeigt als der Arbeitgeber einlenkte.

Sobald es Neuigkeiten gibt laden wir euch kurzfristig zu einem ver.di Talk ein.

Eure ver.di-Tarifkommission Eurowings Kabine

Dirk Berghoff, Rene Creutz, Britta Harder, Elisa Heine, Christina Klein, Tanja Kleinknecht, Michaela Lüdorf, Alida Pontani, Angelina Rybicki, Jens Schulz, Larissa Sternke sowie Marvin Reschinsky (ver.di Verhandlungsführung)