Germanwings

Perspektiven für die GWI!

In 2019 startete ver.di in der GWI Kabine, da sich die bisherige, alleinige gewerkschaftliche Vertretung der Kabine vor Gerichten und im LH-Konzern mit der Frage beschäftigen musste, ob sie überhaupt eine Gewerkschaft sei. Diese Auseinandersetzung führte vorrübergehend zur tariflichen Handlungsunfähigkeit. Gleichzeitig sollte die GWI-Belegschaft im Rahmen des Projektes „One AOC“ in die Eurowings integriert werden. Dabei wollten viele Beschäftigte nicht nur zusehen und abwarten, sondern sich aktiv einbringen. Gesagt, getan: Die frisch gewählte ver.di Tarifkommission der GWI verhandelte gemeinsam mit der Tarifkommission in der Eurowings ein tarifliches Wechselpapier, das die Mitnahme des Gehaltes, des Rangs, der Zusatzfunktionen, etc. vorsah. Auch der Verbleib an der bisherigen Station war zugesichert. Am Ende kam es leider aufgrund von zu ambitionierten Zeitplänen auf Arbeitgeberseite und der Verweigerungshaltung anderer Gewerkschaften leider nicht zum One AOC.

04.02.2021 Tarifabschluss: Perspektiven in der Eurowings Deutschland erzielt!
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Warten ist keine Perspektive

Bereits zu Beginn der Corona-Pandemie verkündete die Lufthansa, dass die Germanwings den Flugbetrieb nicht mehr aufnehmen werde. Ein Schlag ins Gesicht der Germanwings-Beschäftigten. Die Schließung der GWI war bereits jahrelang geplant, versprochen wurde jedoch auch die Versorgung des Personals mit Arbeitsplätzen im Konzern. Aircrew Alliance-Mitgliedern in der Germanwings stehen wir in dieser schwierigen Zeit mit unserer umfassenden Rechtsberatung und unserem Rechtschutz zur Seite.

Perspektive für Germanwings-Kollegen

Aircrew Alliance fordert eine verbindliche Zukunftsperspektive für Kolleg*innen der Germanwings. Lufthansa darf die Pandemie nicht als Vorwand nutzen, sowieso beabsichtigte Umstrukturierungen ohne angemessene sozialverträgliche Maßnahmen durchzuführen. Wir haben bereits mit Eurowings angefangen über einen „Tarifvertrag ready entry 2.0“ zu verhandeln. Dieser Tarifvertrag soll auf der einen Seite verhindern, dass heutige Germanwings Beschäftigte in der Anfangsstufe, an anderen Stationen, in einem anderen Rang, etc. bei Eurowings anfangen müssen, auf der anderen Seite aber auch nicht die Sorgen und Ängste der Eurowings Beschäftigten außen vor lässt.

Sozialverträglicher Arbeitsplatzabbau

Möglicherweise wird es nicht für alle Kolleg*innen eine Weiterbeschäftigungsmöglichkeit im Konzern geben. Einige Beschäftigte haben sich bereits eine Perspektive abseits des Luftverkehrs gesucht. Deshalb sind auch heute schon einige Kolleg*innen bereit, ihre Tätigkeit im Konzern zu beenden. Für diese Beschäftigten, aber auch für alle Kolleg*innen, die am Ende keine Weiterbeschäftigung im Konzern finden, braucht es schon jetzt attraktive Angebote und Maßnahmen zum (freiwilligen) Arbeitsplatzabbau. Gleichzeitig sinkt damit der Druck auf die verbleibenden Beschäftigten, da Kosten gesenkt werden können.
Als Grundsteinlegerin für das Produkt Low Cost auf Kurz- und Mittelstrecke in der LH Group waren wir als Germanwingsbeschäftigte 17 Jahre erfolgreich unterwegs und wurden am Ende von Eurowings beerbt. Wenn die Eurowings wachsen soll, müssen wir ein Teil davon sein und erwarten dafür eine Perspektive. Die 9 Mrd. Euro des Staatskredits müssem am Ende auch unsere Arbeitsplätze schützen . Silke Wimmeroth Flugbegleiterin, Tarifkommission, Germanwings

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